Alltagstauglich

Träwelling with Deutsche Bahn – reloaded

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After a very exciting and almost sunny weekend at my Traumstadt I started to go back to my derzeitiger Wohnort, cause I am too knapp bei Kasse now to live in Hamburg. But I will come wieder when I am ready with my personal Krisengebiet.

Enjoying a pleseant evening at the Baumwoll-Taverne with great musischns, I stand noch a little müde at Hamburg central station waiting for the Fernverkehr. Platform 14. Same procedure like every weekend. A crowded Haufen of people with aggressive Fratzen to be the first at the incoming train.

First Durchsage of the day. „Ladies and Dschentlmän, the ICE 432189065535 from Hamburg to Stuttgart ist about 30 minutes too late. Today it drives from platform 13 in umgekehrter Wagenreihung.“

180 Grad circle of 25000 passengers with or without Darmproblemen. Militant stepps to the white line you are not allowed to overcross. Verunsicherung about the switched Wagenreihung. I am happy about having no Platzreservierung.

Waiting and listening.

An old couple from Middledeutschland is talking about Erlebtes.

„Also nein Erwin, wat war das herrlich bei de Taaazzaaan. Und die Plätze, Erwin! Fast vorne inne Bühne Erwin, woll?“

„Ja, Ulle! Hasse recht.“

„Und der Peter Hofmann hat mia alße Taaazzaaan genauso gut gefallen, wie in Pfantomm off se Operraa! Woll, Erwin?“

„Dat wa der Klaffs, der Hoffmann is tot!“

„Der is tot? Stand nix inna ´Frau im Spiegel´! Ts ts ts. Un wer is der Klaffs?“

„Na vonne Subbastaaß, mitte Bohln!“

„Ach der! Is der nich mit der Helene Fischer lieiat? Aussm Osten?“

„Nee Ulle, das is die vom Silbanagel!“

„Ach ja, der Flori! Ganz ein stattlicher, woll Erwin?“

I´m blending aus. Just behind me a little Racker, formally known as Arschlochkind is treting in my Hacken. Ever and ever again. It hurts furchtbar. Seniles smiling from the mother.

„Sie wissen ja wie Kinder sind! Sie müssen ihre Erfahrungen machen!“

Sure? Okay. I am in the front row to give Entwicklungshilfe. What about schubsing your Prekillerchild over the white line to learn counting the Gleise? Fun like having a Überraschungsei. Spiel, Spaß und Schokolade, okay the chocolate is missing. I would never do that but do you know this kind of children? You can see it in their eyes! Vorne hole, hinten ass.

But I am nett. I´m changing the place.

Next to me some freshlovers knutsching before Trenning. I am totally beeindruckt from the tounge of the male Knutscher. Very long! Very, very long. You can see the poor female Knutschpartner with ausgebeulte cheeks and nach Luft schnapping. Bet see the tounge Spitze coming out of her ear…..uuuääähhh!

Kraxing out of the boxes. Second Durchsage.

„Caution!!! The train is arriving!“

Think I take a seat on the floor! Sometimes you can better see from unten nach oben….

© Sunny Möller

Alltagstauglich

Träwelling with Deutsche Bahn – extented version

Tot im Klo

Freitagnachmittag, Hannover station on my way to Heimathafen Hamburg. All over schlechtgelaunte people, faces like the rainy weather. Send a smile in any direction, successlos…

After einsteiging without Platzreservierung, „Sie müssen hia wech, ich hab räsawiaaaht“, sitting on the Boden directly to the Klo.
A voice of a friendly DB-Mitarbeiter comes out of the Lautsprecher. „Welcome on your Fahrt with Deutsche Bahn to Hamburg! We are totally ausgebooked with besoffene Preweddis and kind of schrullige Rentners with musical cards. The other guys want to go to the ‚Doll House´, escaping from the Hängetitten of their Ehefrauen! Enjoy your Fahrt!“

Nach kurzer Pause, another Durchsage. „The bord restaurant invited all the idiots without Platzreservierung to eat our gepresstes Hähnchenschnitzel an dryfrosted Brokkoligedöns with delicious Tütensauce for the sagenhaften Preis of 16,95! And if you eat you get a Nachlass on the softdrinks. A coke for only 98,60!!!!! We will see us there ihr fucking braindeads!“

After looking in my Geldbörse I decided to stay on the ground! Bad idea! Hear kind of Pupsgeräusche from the potty! The door is not dicht. Smelling übel. Where ist the Wäscheklammer when needed??? My floor neighbour is verziehing the face, counting money and goes to the Hähnchenschnitzel.

The girls from the Junggesellinnenabschied open the third Mumm-alles andere kann warten-bottle and start to sing versaute Lieder a la „Ja, die rutzdifutz die Möse schwitzt, weil sie zu nah am Arschloch sitzt…“ no Übersetzung for this one!!! They wear kind of drollige dresses like Wurst in Pelle. Last fun weekend before marriage!

A baby starting screeming, changes his Gesichtsfarbe from red to blue, colors of the sommer.

Suddenly the ICE makes a horrible Vollbremsung, something is knalling, luggage and Reisetaschen falling all over the Gänge. Selfmurderer, entgleising??? Angst and unsureness is making sich breit. The sugarbrides stand stockstill and some of the Rentners starting a short Vaterunser.

The train´s driving slowly wieder an. Somebody press the Playtaste. Das Leben geht weiter. More important things happened. The president of the US schwitzte hinter Panzerglas and put his jacket off and say du to Angie, best friends! Anyone is you for Obama, only nebenbei!

Last Durchsage for today: „We arrived Hamburg in a few minutes. We are verrrry sorrry foa the Verspätung von allover 30 minutes, no one gets their Anschlüsszüge! But wi sänk ju for träwelling with Deutsche Bahn and eating our überteuertes Hähnchenschnitzel!“

I´m not interesting in Anschlusszügen! I´m at home!!!!

© Sunny Möller

Allgemein, Alltagstauglich

Pille gegen Zeit

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(Quelle: dewezet)

Es ist die schönste und gleichzeitig größte Herausforderung in unserem Leben. Kinder. Sie beherrschen das Upside down wie niemand sonst. Sie lassen uns lachen, verzweifeln, wundern, staunen, erleben und lieben, wie niemand anders es kann.

Doch Kinder sind vor allem eins, ein Überraschungspaket. Angst einflößend, in unserem, so gut durchorganisierten Leben. In einer Welt voller Bewertungsportale, wird vor einer Neuanschaffung erst einmal recherchiert, wie hoch der positive Prozentsatz ist.

Nur verteilt das Internet noch keine Sternchen für Kinder. Wie würden sie auch abschneiden, im Preis-Leistungsverhältnis? Wo doch schon bei der technischen Ausstattung weder an den Off-Schalter, noch an den Lautstärkeregler gedacht wurde. Von der Menge an Zeitaufwand, was man in dieses „Produkt“ investieren muss, gar nicht erst zu reden.

Und dann die ganzen Krankheiten. Und an dieser Stelle seien nicht Masern, Röteln und Mumps erwähnt. Ich rede über den steten Anstieg „psychischer Auffälligkeiten“ bei Kindern. So waren vor 20 Jahren ungefähr 1500 Fälle von ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit/Hyperaktivitätsstörung) in Deutschland bekannt, im vergangenen Jahr waren es 700.000.

Sicherlich ist es immer schwieriger geworden Kind zu sein, aber können wir es uns wirklich so einfach machen und sagen, schlechte Ernährung und die mediale Verseuchung unserer Kinder ist schuld an dem Problem? Oder sind  doch die verkürzte Schulzeit, kaum Freizeit und steigender Leistungsdruck das Problem?

Egal. Dafür gibt es Pillen. Und immer mehr Ärzte, die zum Rezeptblock greifen und verschreiben. Schließlich will der neue Porsche finanziert werden und der Golfclub bezahlt sich auch nicht von ein paar gesunden Kassenpatienten allein. Probleme werden chemisch ruhig gestellt. Kinder werden in Psychopharmakawatte gepackt, damit sie einigermaßen funktionieren und man sie so bis zur Volljährigkeit schifft. Aber was werden das für Erwachsene?

Kinder brauchen Zeit. Sie sind kein modisches Accessoire, was man sich neben Karriere und Manolos noch zulegen sollte. Und sie lassen sich nicht dauerhaft mit Medikamenten wegorganisieren. Sie besitzen keine Garantie und kein Umtauschrecht. Vielleicht unterscheiden sich die Kinder von heute gar nicht wesentlich von den Kindern, die wir mal waren.

Wach, neugierig und hungrig auf das Leben. Und sie wollen Zeit mit uns verbringen, uns mitnehmen in ihre Welt! Jetzt noch! Wie lange noch?

© Sunny Möller