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Das ABC der Nachhaltigkeit: G

G

wie

ganz wenig Müll

das ist vielleicht eins der Dinge, die im Zuge der Nachhaltigkeit am leichtesten umzusetzen ist. Kaum eine Bedrohung der Meere ist heute so sichtbar wie die Belastung durch Plastikabfälle. In knapp 100 Jahren hat das anfänglich vielgelobte Material unseren blauen Planeten unwiederbringlich verändert. Wurden in den 1950er Jahren knapp 1,5 Millionen Tonnen Plastik pro Jahr produziert sind es heute fast 300 Millionen Tonnen. Und ein viel zu großer Teil davon landet im Meer. (©nabu)

Wer dazu nähere Informationen lesen will, ist bei nabu gut aufgehoben.

https://www.nabu.de

© Mikroplastik aus einem Peeling-Produkt sowie am Atlantikstrand gefundenes Mikro- und Makroplastik, Foto: NABU/Sandra Kühnapfel

Wer jetzt denkt, wow,echt hübsches Bild, sollte sich mal über die Folgen von soviel Plastikmüll informieren, dann ist es wohl eher ein Bild des Horrors.

Was kann ich also tun? Hier ein paar Tipps:

1. Stoffbeutel statt Plastiktüten

Praxistest: leicht umzusetzen, sieht außerdem hübscher aus.

2. Kauft keine Kaffeekapseln mehr

Auch wenn George Clooney darauf schwört, der Kaffee aus diesen Dingern ist definitiv kein Genuss und teuer obendrein. Alles regt sich über den Kilopreis von über 20 Euro auf, aber rechnet euch das mal auf die so leicht zu handhabenden Kapseln aus. Da seid ihr bei mindestens 40 Euro pro Kilo und noch dazu für minderwertigen Kaffee. Mittlerweile gibt es deutschlandweit tolle Röstereien, die die köstlichsten Kaffeesorten anbieten. Und wie ihr ihn dann zubereitet, ist ganz eurem Geschmack über. Ich teste mich durch Handfilter, French Press und Siebträger und bin beim letzteren hängen geblieben. Was übrig bleibt ist tauglicher Biomüll oder hervorragender Dünger für eure Pflanzen.

Praxistest: easypeasy

3. Müllvermeidung bei der Monatshygiene

Ist jetzt für mich nicht so lecker aber doch beachtenswert. Eine Frau verbraucht im Leben durchschnittlich etwa 16.800 Binden oder Tampons. In Europa landen so jährlich über 17 Milliarden Binden und 10 Milliarden Tampons auf Müllbergen oder in Kläranlagen (denkt dran Mädels, die Dinger nicht ins Klo werfen) Zur müllarmen Monatshygiene zählen etwa Menstruationsbecher, Menstruationsschwämme und waschbare Stoffbinden.

Die Funfactory bietet stylische Menstruationscups an, in jeder poppigen Farbe,

https://www.funfactory.com/de/sexual-wellness/fun-cup-size-b/

Während Imsevimse auf waschbare Tampons schwört.

https://imsevimse.de/product-category/periode/tampons/

Und dann hat Frau noch die Möglichkeit des Free Bleeding, da hast du dann gar keinen Müll, aber brauchst die totale Kontrolle über deinen Beckenboden, dass du immer rechtzeitig zum Klo rennst, sobald die nächste Welle kommt.

Praxistest: Ich für meinen Teil komme hier an meine Müllvermeidungsgrenze.

4. Obst und Gemüse unverpackt einkaufen

Das geht fast nur noch auf dem Markt, denn selbst wenn du im Supermarkt die Vitaminträger lose kaufst, füllst die 10 Äpfel in den dünnen Plastiksack, um sie abzuwiegen. Obwohl ich mittlerweile schon in einigen Discountern entdeckt habe, dass sie auch wiederverwendbare Stoffbeutel dafür anbieten.

Praxistest: machbar!

5. Wasser in Flaschen oder am besten gleich aus der Leitung

Praxistest: Einfach

6. Wurst und Käse an der Frischetheke

Aber die verpacken das doch auch wieder. Stimmt, aber mittlerweile kannst du überall deine Wurst und Käsedosen mitnehmen und dort befüllen lassen.

Praxistest: Gut, mal zwischendurch was vom Schlachterstand bei Edeka holen, wird schwierig. Wer will schon immer Boxen mit sich rumschleppen? Trotz, mit etwas Planung, nicht so schwierig.

7. Arbeitsessen mit mitgebrachter Lunchbox

Klar, ist ein bisschen mehr Aufwand, aber wahrscheinlich um einiges gesünder. Schließlich weißt du, was drin ist. Wer auch da auf Plastik verzichten will, sollte sich mal die stylischen Boxen bei mehr-gruen.de angucken.

https://www.mehr-gruen.de

Falls ihr Food Inspiration braucht, Distelfliege hat tolle Ideen und ihr müsst euch unbedingt ihre No-waste Challenge angucken. Noch mehr Inspiration!

https://wordpress.com/read/blogs/4043701/posts/3784

Praxistest: Viel Aufwand, der sich in vielerlei Hinsicht lohnt!

8. Opas Taschentücher

Haushaltspapier, Papierservietten und Taschentücher aus Zellstoff braucht eigentlich niemand. Schöne Stoffservietten, weiche Stofftaschentücher und waschbare Wischtücher. Nach dem Benutzen bei 60 Grad in die Maschine und wieder benutzen. Das heißt allerdings bei einer fetten Erkältung, ziemlich viele Stofftaschentücher und ziemlich oft waschen und ob das dann wirklich nachhaltig ist? Also, mein Opa hat diese Tücher auch mehrfach benutzt, weil die Leute einfach noch nicht so hygienegeil waren.

Praxistest: Bei der vielen Wascherei vielleicht nicht das Optimum.

9. und 10. Da brauche ich euch! Pfeffert mir ein paar unverpackte Ideen um die Ohren!

© Sunny Möller

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16 Gedanken zu „Das ABC der Nachhaltigkeit: G“

      1. Sicher nicht, aber das eigentliche Problem ist ein anderes und vor allem, woanders.

        Aber niemand hält dich ab, das alles zu tun, was du anderen empfiehlst.
        Der Effekt ist jedoch überschaubar.

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      2. Ich meckere nicht über Müllvermeidung, sondern diese ewigen erhobenen Zeigefinger.
        Dieser Missionarismus ist nämlich schlicht zum Kotzen, denn es sind die Schippsfresser und Coffee to go Idioten, die unsäglichen Müll erzeugen und meinen, die Erde retten zu müssen.

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      3. Oh, vielen Dank. Da ich ja offenbar die Welt retten möchten, bin ich wohl der Schips fressende to go Trinker. Alles übertreiben finde ich auch doof und wenn du mein ABC wirklich gelesen hast, dann wäre die bestimmt aufgefallen, dass ich weder von mir noch jemandem anders erwarte, dass er ab sofort in einer Lehmhütte wohnt und sich von Pflanzen ernährt, die sich nicht so gut artikulieren können. Es sind nur Ideen. Und von Dir habe ich immer noch kein eigentliches Problem und einen Lösungsvorschlag. Und wie kommst du auf 0 %?

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      4. Ich habe nicht 0% geschrieben, ich traue nur nicht mehr jeder Zahl, die irgendwelche Journalisten irgendwo abschreiben und die Welt nun stirbt. Wer viel reist, sieht auch viel und lernt auch viel aus erster Hand. Der Dreck in China, Indien, im Nahen Osten wie auch in Nordafrika ist schier unvergleichlich zu dem Peanuts, der hier entsteht. Insofern ist Müllvermeidung hier nicht schlecht, aber in dem vorgegebenen Maße schlicht übertrieben und bringt nichts für die Welt.

        Vor 20 Jahren gab es wesentlich weniger Müll.
        Meinst du, es liegt an den Menschen oder doch an der Industrie, die permanent von der EU gegängelt wird?
        Warum dürfen alte Obst- und Gemusesorten nicht gehandelt werden, noch nicht einmal die Samen?
        Setz doch mal den richtigen Hebel an und versuche nicht das Problem beim Verbraucher zu lösen.

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  1. Hallo Sunny,
    coole Ideen hat Du da zusmmengetragen! Plus Praxistest!!!
    Als Punkt 9 hätte ich vielleicht, dass man alte Geräte versucht zu reparieren. Also Stühle, Fernseher, Waschmaschinen, Räder, Spielsachen…alles , was halt kaputt geht und man es sonst viell. wegwirft!
    Manchmal gibt es auch Trödler, die solche Sachen suchen…
    Lg

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