Allgemein

Warum kriege ich kein Handy, Mama?

https://www.google.de/amp/s/t3n.de/news/smartphones-keine-gefahr-kinder-1214684/amp/

Für die einen ist es nicht mehr wegzudenken, die anderen verteufeln es als den Tod für jedes Kinderhirn. Was ist denn eigentlich richtig? Sind es wirklich Smartphones und Co., die unsere Kinder zu faulen Medienzombies machen oder sind in Wirklichkeit wir es, weil wir einfach die Medien frühzeitig als billigen Babysitter nutzen?

Ja, meine Tochter kennt Mario, SpieleApps und Candy Crush, aber sie spielt auch Volleyball, tanzt und lernt 2 Instrumente. Wann stimmt die Waage?

Ich brauche dringend ein paar gute Ratschläge…🥺

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Allgemein, Alltagstauglich

Till Raether – Versuchs mal mit Gemütlichkeit

Wir sind Facebookfreunde. Hin und wieder wird mal etwas geliked, aber im realen Leben kennen wir uns nicht. Was ich mittlerweile ziemlich schade finde, denn sein neues Buch „Ich werd dann mal…Nachrichten aus der Mitte des Lebens“ gefällt mir gerade richtig gut. Obwohl ich den eigentlich gewollten Titel „Ich muss los, ich hab noch Hack im Auto“ noch viel treffender fand.

Ich hatte mir das Buch zum Geburtstag gewünscht, weil es nicht einer dieser 600 Seiten Romane ist, mit denen ich ohnehin nie fertig werde, zumindest seit ich Kinder habe. Ich lese meist abends vorm Einschlafen und nach spätestens vier Seiten fallen mir die Augen zu. Dafür ist Till Raethers Buch wirklich perfekt. Ich schaffe immer eine von seinen gesammelten Kolummnen, Essays und neuen Texten. Das gibt mir gerade neues Selbstbewusstsein in Sachen Lesen.

Ich bin gerade an seinem Text zur Gemütlichkeit hängen geblieben und könnte ihn immer wieder lesen. Gleich am Anfang hilft er mir auf die Sprünge, warum ich heute dem Wort „Gemütlichkeit“ eher mit Abwehr begegne. Gemütlichkeit kommt nicht mehr einfach so, ist kein selbst gewähltes Gefühl, sie ist Teil der Lifestyle-Industrie. Und der hat man gefälligst zu entsprechen, mit der richtigen Einrichtung und den richtigen Behaglichkeits-Accessoires. Kuschelig auf Knopfdruck. Das war mal anders, die Urheber der eigentlichen Gemütlichkeit sind Kinder und da braucht es keinen Kamin oder einen heimelig, skandinavischen Landhausstil.

Kinder bauen Buden, Höhlen, oder Kissen überflutete Ecken, bei der Farben oder Qualität der Materialien nicht entscheidend ist. Meine Tochter hat einmal einen großen Pappkarton, in dem die neue Waschmaschine geliefet wurde, zur Gemütlichkeitszone umfunktioniert. Ein begrenzter Raum, in dem alles überlebensentscheidende vorhanden war. Ihr zerrocktes Schmusetuch, das Stofftier des Vertrauens, Kekse, Gummibärchen und so viele Decken, dass Emma gerade noch so in den Karton passte. Für meine Begriffe eher ungemütlich, für Emma ein Sinnbild der Behaglichkeit. Kopfüber, mit heraushängenden Beinen, spricht sie aus, was wir gar nicht mehr so einfach hinkriegen. „Mami, stör mich nicht, ich bin gerade sowas von gemütlich!“

Ich bin jetzt beim Thema „Vater“ angekommen und wie es plötzlich schwer geworden ist, ein Mann zu sein. Herrlich. Eine absolute Buchempfehlung! ❤

https://www.thalia.de/shop/home/suggestartikel/ID140701953.html?sq=Ich%20werd%20dann%20mal%20…&stype=productName

Über den Autor:

Till Raether ist Absolvent der Deutschen Journalistenschule in München. Er studierte Amerikanistik und Geschichte an der Freien Universität Berlin und an der Tulane University in New Orleans. Von 2002 bis 2005 war er stellvertretender Chefredakteur der Zeitschrift Brigitte. Er arbeitet als freier Journalist und Kolumnist unter anderem für Brigitte, das SZ-Magazin und MERIAN und ist Autor mehrerer Kriminalromane. Sein Roman „Blutapfel“ wurde von Markus Imboden mit Milan Peschel und Emily Cox fürs ZDF verfilmt. Seine Romane „Treibland“ und „Unter Wasser“ wurden 2015 und 2019 für den Friedrich-Glauser-Preis nominiert. 2018 wurde er mit dem Deutschen Preis für Denkmalschutz ausgezeichnet. Till Raether ist verheiratet, hat zwei Kinder und lebt in Hamburg. (wiki)

Werk

Allgemein

Tausend Stimmen

Gefangen sein mit tausend Stimmen,

im Kopf, allein sein,

dröhnt es, immerzu versuchen,

durch das Dickicht schwarzer Wände,

was zu sehen, das nicht da ist,

hoffen, dass da nichts ist,

nichts zieht am unverbauten Selbst,

könnt ich doch putzen meinen Geist,

verbleibende Inschrift „bis hierher

reicht’s“!

(c) Sunny Möller

Allgemein

Denken

Unter Denken werden alle Vorgänge zusammengefasst, die aus einer inneren Beschäftigung mit Vorstellungen, Erinnerungen und Begriffen eine Erkenntnis zu formen versuchen. Bewusst werden dabei meist nur die Endprodukte des Denkens, nicht die Denkprozesse, die sie hervorbringen. (Wiki)

Puuuhhhh Sunny, du denkst zu viel. Seit gestern beschäftigt mich diese Denkerei und seitdem denke ich nach, über das Denken. Denken Frauen wirklich anders als Männer? Und wenn Männer angeblich hauptsächlich ihrem besten Stück denken, hat der dann gute Einfälle?

Und wenn ein Körperteil der Frau, außer dem Gehirn, denken könnte, welcher wäre es? Der Bauch? Vielleicht das Herz? Oder begibt sich das weibliche Denkvermögen auch mal in untergeordnete Denkregionen?

Macht man sich nicht manchmal das Leben etwas zu schwer, mit dieser ganzen Denkerei? Und wohin führen mich die ganzen Vorstellungen und Erkenntnisse? Ist es wirklich sinnvoll, Gedanken in die Länge zu ziehen, andere Gedanken an sie dran zu hängen um dann noch angestrengter darüber nachzudenken? Erst besinnen, dann beginnen. Sollte man vielleicht manchmal, beim ersten Anflug eines Gedanken, ihn zum spontanen Handeln zwingen?

Ich denke, also bin ich. Und wenn ich einfach nur tue, was bin ich dann? Denk mal nach!

© Sunny Möller

Allgemein, Alltagstauglich, Stimmungslage

ABC der Nachhaltigkeit: V

V

wie

Verdammtes Gewissen

Ich bewundere dieses schwedische Mädchen! Unglaublich, was sie innerhalb eines Jahres auf die Beine gestellt hat. Mittlerweile bringt sie nicht nur die Jugend auf die Straße, sondern immer mehr Erwachsene schließen sich den Klimaprotesten an und werden dafür sogar von ihrer Arbeit befreit. Echt super!

Allerdings verfolgt mich jetzt mein nachhaltiges Gewissen unaufhörlich. Ich kann nicht Greta. Zumindest nicht komplett und unaufhörlich. Ich zupfe mit schlechtem Gewissen an meinen Kuschelpulli von H&M und schäme mich für meine Lederschuhe, die ich immer noch trage. Ich kann zwar vegetarisch, aber vegan ist mir doch etwas zu viel. Ich baue eigenes Gemüse an und kaufe regional und saisonal und doch hat sich eine Avocado in meine Guacamole geschlichen.

Greta Thunberg hat vor allem eins geschafft, die große Angst vorm schlimmen Ende. Was ich natürlich nicht mehr erleben muss, doch vielleicht meine Urenkel. Dafür will ich doch nicht verantwortlich sein. Ich bin momentan einfach nachhaltig gestresst. Ich erkenne mittlerweile in jeder Handlung eine Umweltsünde und höre den Countdown lauter ticken. Ist das gut? Ich glaube schon, irgendwie.

Auch wenn ich nicht so nachhaltig lebe wie manch anderer, so hat sich doch vieles in meinem Verhalten verändert. Vor allem eins: Unsere Welt ist keine Selbstverständlichkeit für mich mehr, die immer da sein wird, mit Häschen, Bienchen und Blümchen. Und ich versuche dafür meinen Beitrag zu leisten. Ist das was? Ich glaube schon, irgendwie!

© Sunny Möller

Allgemein

School spirit und gelbe Busse!

Moin und willkommen zurück zu meinem Blog!

Heute berichte ich von meinen ersten paar Wochen in Amerika und meiner Highschool. Vom Unterricht und vielen Neuheiten.

Der erste Schultag…

Aufstehen um 5:30 Uhr, anziehen und Zähne putzen, schnell einen Toast schnappen und aus dem Haus zum Bus. Bin ich tough? Hört sich cool an? Ich wundere mich gerade über mich selbst! Alter!!! 5:30? Meine Mutter wäre begeistert! Meine Mutter ist begeistert! Und fragt sich die ganze Zeit, ob ich bisher in der falschen Zeitzone gelebt habe. In Deutschland habe ich bis kurz vor Schulbeginn geschlafen und habe trotzdem pünktlich im Klassenzimmer gesessen. Das war der Luxus, wenn die Schule nur 50m vom Bett entfernt ist.

Das ist jetzt anders. Klar, ich bin in der Metropole Minneapolis und könnte in einer halben Stunde auch zu Fuß in der Schule sein, aber hier fährt man School Bus! Stellt euch die Busse aus den typischen Highschool-Filmen vor: groß, gelb und ein schwarz gedruckter Schriftzug auf der Stirn des Fahrzeugs…

„School Bus“

Endlich war es soweit, ich stehe vor der Schule und betrete ein Gebäude, dass man sonst nur aus „Highschool Musical“ kennt. Ich muss lachen, wenn ich daran denke, dass gleich ein paar heiße Cheerleader durch die Gänge tanzen. War dann nicht so, aber so viele Leute, dass ich doch ein komisches Gefühl im Bauch hatte. Die Schule sieht zwar schon von außen ziemlich groß aus, aber wenn du drin bist wird einem das Ausmaß bewusst. Das coole, ich falle gar nicht auf. Ich bin einer von allen. Nicht der Neue, der komisch angeguckt wird und Deutsch wird mich hier auch keiner sprechen hören, spricht hier eh keiner. Gut so. Ich konnte mir nie so richtig vorstellen, was unter school spirit so gemeint war, klar Zusammenhalt und so. Aber das bedeutet hier viel mehr! Zuhause macht so jeder sein Ding, aber das du dich voll und ganz mit deiner Schule identifizierst? Na ja: Ich hab ein Video gemacht, vielleicht schwappt die Stimmung zu euch rüber. ❤

Dann geht es mit Tempo weiter. Vom Eingang bis zum ersten Klassenraum braucht man fast 5 Minuten und anstatt das jede Klasse ihren eigenen Klassenraum hat, haben die Lehrer einen. Man wechselt jede Stunde den Klassenraum und erst als ich nachmittags zurück bei meinen Gasteltern bin, merke ich, wie viel ich an diesem Tag gerannt bin.

Aber nun zu den etwas interessanteren Dingen: Clubs

Bei uns in Deutschland heißen sie AG´s, Arbeitsgemeinschaften. Blöder Name für etwas, was Spaß machen soll. bei Club macht schon der Name Spaß. Es gibt fast alles an Aktivitäten, von unzähligen Sportarten über Bands bis zu einem K-pop Klub. Aber das Allerbeste: Der „Dungeons & Dragons“ Club!!!

https://de.wikipedia.org/wiki/Dungeons_%26_Dragons

Zweimal die Woche, dienstags und donnerstags, treffen wir uns in einer Gruppe von 10 Leuten und spielen das Spiel, unglaublich wenn man darüber nachdenkt, dass das alles in der Schule ist!

Und zum Abschluss ein Highlight…

Homecoming*

Homecoming ist das erste richtige Event im Schuljahr, einmalig ein riesiger Ball, der heute eher einer krassen Party in einer Disko gleicht. Treffen mit Freunden um 4 Uhr: 2 Stunden Zeit zum fertig machen, essen und Schminke auftragen. Die Mädels, ich nicht so…;) Selbstverständlich sind wir eine halbe Stunde zu spät. Und dann? Na 3 Stunden durchfeiern und tanzen natürlich! Und hier tanzen wirklich alle!

© Luke Möller

Lucy, Ich, Molly und David

Zum Schluß hieß es dann noch „Are you ready for some Wendy´s“. Fast Food? Jep! Besser als in Deutschland? Aber natürlich! Das war und bleibt eine unvergessliche Nacht…

https://www.wendys.com

Ich grüße euch vom anderen Ende der Welt, meiner neuen Welt!

Euer Luke

*Homecoming ist eine jährliche Tradition an einigen Universitäten, High Schools und Colleges in den USA. Bei diesem festlichen Anlass wird üblicherweise Ende September oder Anfang Oktober zu Ehren ehemaliger Schüler bzw. Universitätsangehöriger ein Bankett, ein Football-, Basketball- oder Eishockeyspiel oder ähnliches ausgerichtet. Oft wird auch eine Parade durch die Straßen der Stadt abgehalten oder ein Ball veranstaltet, als dessen Höhepunkt eine Homecoming Queen, eine Ballkönigin (und oft auch ein Homecoming King) gekrönt wird, sei es aufgrund von Beliebtheit, Schönheit oder Verdiensten um die Schule bzw. Hochschule. (wiki)

(c) Luke Möller