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Bester Start

Bester Start

Montag ist bei mir ja so ne Sache. Vor der Arbeit Kühlschrank wieder auffüllen, bevor die kleinen Fressmaschinen die Küche stürmen. Einkaufstasche vergessen, völlig überladene Papiertüte reißt beim Bäcker, der gesamte Einkauf verteilt sich im Einkaufszentrum…ich bin montagsmäßig genervt. Ein blauer Einkaufsbeutel baumelt vor meiner Nase. Eine Mutter mit drei wieselflinken Kleinkindern tragen meine zerstreuten Einkäufe zusammen. Ein älterer Herr mit Zeitung unterm Arm reicht mir die Hand, lächelt und hilft mir auf. „Mademoiselle, darf ich helfen?“ Er dreht mich in gekonntem Walzerschritt und verwandelt meine Montagswolke in Sonnenschein. Der beste Montag seit langem! Euch einen ebenso wunderbaren Start!❤️

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Selbstgespräche

Früher dachte ich immer, es seien nur ältere Leute, die Selbstgespräche führen. Eine Form, die Einsamkeit zu überwinden. Oder multiple Persönlichkeiten, die sich gleich mit einer ganzen Gruppe auseinandersetzen.

Wenn ich heute durch die Stadt gehe, bei der Bank vorm Schalter stehe, oder im Supermarkt den Ketchup suche, überall sehe ich Menschen, im Gespräch mit sich selbst. Und zwar aus jeder Schicht, in allen Altersklassen. Ich frage mich, in meiner eigenen tonlosen Unterhaltung, was ist es, was das Gespräch mit sich selbst erstrebenswerter macht, als mit einem zweiten Gegenüber?

Ist es das bedingungslose Zustimmen jeglicher gedanklicher Absurdität oder die immer größer werdende Einsamkeit, die jetzt auch die Jungen immer stärker betrifft? Oder ist es einfach ein Mangel an dem Attribut des Zuhörens? In einer Gesellschaft der Profilneurotiker und Selbstdarsteller will jeder nur noch seine eigenen Lebensweisheiten unters Volk mischen. Aufgefordert oder nicht. Zuhören wird gar nicht unbedingt verlangt, nur nicken und lächeln und dem Absender das Ego pimpen.

So habe ich neulich mit einer Freundin telefoniert, die mir eine Stunde von ihren Beziehungsproblemen erzählte. Die Pausen, die sie machte, reichten gerade mal für ein erwiderndes „hmmm“ und „echt?“ Nach einer halben Stunde stellte ich den Lautsprecher an, ging zum Briefkasten, räumte den Geschirrspüler aus und schrieb sms mit einem Freund. Zurück am Hörer hörte ich nur noch: „Sunny, du bist die Beste! Keiner versteht meine Probleme so wie du und ist immer auf meiner Seite! Tschüßi!“ So etwas nennt man dann wohl Selbstgespräch mit Beisitzer.

„Hey Sunny, wie geht es dir?“ Ich musste lächeln. „Danke, eigentlich ganz gut! Und dir?“ Bekanntes Lächeln folgte. „Schön, dass du fragst. Auch ganz gut! Gehen wir einen Kaffee trinken?“ „Gerne!“

Die Bedienung des Cafés schaut fragend. „Sind sie allein?“

Ich nicke.

(c) Sunny Möller

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Falls ihr mich vermisst…

…und ich hoffe, das tut ihr. Ich komme dieser Tage kaum zum Schreiben, nicht etwa weil ich mich im Weihnachtsstress befinde, nein. Emma´s Welt hat ihre Reise begonnen und erreicht hoffentlich viele Herzen, die sie zum Lachen und Nachdenken bringen kann. ich hoffe auf eure Geduld, bleibt mir weiterhin treu, im Neuen Jahr wird wieder mehr geschrieben und gelesen! Liebste Grüße Sunny

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Holy Shit!

Merry Christmas and Frieden auf Erden! What a wish! Oftmals for the trash. There is no kind of Frieden in any Fußgängerzone all over the country. People with very aggressive Gesichtsausdrücke on their way to buy unlovely shit for their Liebsten. Das Fest of love. Verpackt at Douglas. Je teurer desto better. And they are running! For the best tree, the best Geschenk, the best Gans on her bioway to the Backofen. Stopfing the Vogel before stopfing yourself. Neujahr you have to jammering while standing on the Waage and starting with New Years Vorsätze the Brigitte Diät. Nothing to do with loving. It´s only hetzing, kaufing, fressing and Glühwein saufing with or ohne Schuss!

After the time of Vorbereiting the big day is da. The beginning of Besuching. First Eltern then Schwiegereltern, Oma, Opa, Onkel, Tanten. Grinsing, thanking, stressvermeiding.

Frieden auf Erden, so starting schickmaching and Kirchgoing. So important, zu besinnen, nachzuthinken, what´s the Sinn of Christmas? Us is today the Heiland geboren. Modern Inszenierung in the Gotteshaus with Pampers and „Ey Aldaa, Josef! Krasses Kind, Aldaa! Yo Maria, was geht?“ Schpending, goodfühling.

On the Heimweg talking about Bescheidenheit, anfeinding the Konsum geile Gesellschaft. And a team work smiling with kuhäugige Blicke. „We only give us Kleinigkeiten.“

At the Geschenke auspacking comes the Wahrheit ans Licht. A Mount Everest of Geschenkpapier. Filled with Spielekonsolen, Designer-Fummling, Monster High mal drei. Real freuing or gespieltes freuing. „Das wäre doch nicht nötig gewesen!“ instead of „Ist das wirklich nötig gewesen?“

But you have to be nett. Problems at Festivitäten like Christmas with the Verwandschaft sitting you under an emotional Druck.

Christmas punch can handle it. But please have your limit any time for Augen. Otherwise it could be very stressig for everybody. Long overstaute problems came to Tage and then you can smell the Krieg in to the candle pregnant air. Often the schlecht erzogenen children makes the Starschuss. Talking about den little versauten Martin-Sören-Oliver, who wants to build his new Murmelbahn into Lisa-Maries Schlüpfer. Backholding Empöring about the misrating children. Totally drunk Tante Else: „That comes from the Alkohol problem of his Vater with verkrüppelte Spermien. Such themes are the beginning from the Ende.

Next Opfer is Onkel Heiner. He always wants to have it, never get it cause of his little Schwanz. That ist the Grund why his wife Tante Uschi (böse ones who think about Muschi) has a Affaire with the Hasenzüchter Teddy from the next Dorf. Rammeling statt Stummelding. More Punsch ausschenking makes it not better. Brülling, streiting, overcooking. Schimpfing with Oma Ulla because of kleckering Rotwein on the white Auslegeware. Glasholding difficult with Parkinson. Flüstering about the bedauernswerten Zustand. Only Opa Franz ist laching about all the fremde Leute. Sometimes Vergesslichkeit can be the holy shit.

Suddenly someone starts heuling about something and everybody wants trösting, forgetting all the other Mist. Happy that someone is noch schlechter dran. So you have the perfect ending of an unperfect starting, everybody wants to umarming and give a warm Verabschieding with „Frieden auf Erden“!

Happy Vorweihnachtszeit!

(c) Sunny Möller

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Und wenn ich nichts mehr weiß…

Samstagmorgen, ich sitze allein im Café und gönne mir die Zeit zu schreiben. Weg von allen Alltagsproblemen will ich Geschichten erfinden. Ideen für mein neues Buch, auf der Suche nach dem Thrill in meiner Geschichte. Neben mir sitzt ein Pärchen, nicht sehr alt, vielleicht Ende Fünfzig. Sie weint, er hält ihre Hand, schaut besorgt aber nicht unsicher.

„Und wenn ich alles vergesse?“

„Das war doch nur ein Verdacht, das war noch keine endgültige Diagnose, Schatz!“

„Aber wenn es so ist, wenn der nächste Arzt die gleiche Diagnose stellt? Du weißt, meine Mutter ist daran gestorben. Am Ende kannte sie niemanden mehr und zum Schluss wusste sie nicht einmal mehr wie man schluckt, konnte kaum noch laufen und war so böse. Sie war einfach nur noch böse.“

„Wenn es so ist, dann werden wir eine Lösung finden.“

„Was denn für eine Lösung? Ich werde nicht mehr wissen, wer du bist! Ich werde unsere Kinder nicht mehr erkennen, ich werde nicht mehr wissen, wie wir uns kennengelernt haben. Als du mir im strömenden Regen in Berlin ein Eis gekauft hast und auf den Becher deine Telefonnummer geschrieben hast. Ich werde mich nicht einmal mehr an die Eissorte erinnern, Klaus. Es war Pfirsich Melba! Ich werde es nicht mehr wissen. Alles wird von dieser Krankheit verschluckt werden, bis alles dunkel ist.“

Leise Tränen fließen.

„Und ich werde bei dir sein. Ich werde mich für uns beide erinnern. Jeden Tag! Und ich werde dir jeden Tag erzählen, wie wir uns kennengelernt haben und ich werde dir Eis mitbringen. Pfirsich Melba, jeden Tag. Und du wirst uns schmecken, jeden Tag. Meine Erinnerungen werden deine werden, jeden Tag.“

Er streichelt ihr Gesicht.

„Und wenn ich dich wirklich nicht mehr erkenne? Wenn du ein Fremder für mich wirst?“

Ich spüre ihn schlucken. Er schaut sie an.

„Dann wirst du glauben, du triffst jeden Tag einen neuen Mann und wir lernen uns jeden Tag neu kennen!“

Sie hat aufgehört zu weinen.

„Weißt du, wie sehr ich dich liebe?“

„Jeden Tag eine neue Verabredung, Schatz! Für immer und ewig!“

Sie küssen sich. Jetzt muss ich die Tränen zurückhalten. Das Leben schreibt die besten Geschichten.

© Sunny Möller