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Ein Hoch auf die singenden Risikogruppen!❤️

Im Spiegel heißt es knapp und überheblich:

„Eine lebende Legende zu sein, schützt ja nicht davor, sich zum Deppen zu machen. Van Morrison und Eric Clapton zum Beispiel, beide 75 Jahre alt, fiel im Krisenjahr 2020 nichts Besseres ein, als verbitterte und letztlich ungenießbare Songs über die unbequemen, aber natürlich notwendigen, wenn nicht unzureichenden Corona-Maßnahmen der britischen Regierung zu veröffentlichen. Herrje.“

Die anderen Zeitungsausschnitte erspare ich euch lieber. Ich sage: Danke an alle Musiker, Künstler, Autoren und Kulturschaffenden und überhaupt alle wunderbaren Menschen die noch den Mut haben, laut zu werden!

Ich bin traurig über Bands wie Fanta 4, die auf den Anruf von Drosten und Spahn warten, um ein Super-Go für ihre Luca-App zu bekommen und ihr neuer Jaulesong „Irgendwann“ ist ein Schlag in die Fresse für jeden Fanta Fan.

Tschau Mann, ich bin die Frau mit dem dicken Pulli an und auf solche Songs nicht kann. MfG und es könnt alles so einfach sein.

Und ich bin weg.

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Corona-Land Part 4

„Du musst etwas trinken!“ Irgendjemand hielt mir eine Plastikflasche mit einer undefinierbaren Flüssigkeit an den Mund. Nach Wasser sah es nicht aus, eher so etwas wie Cola, aber ich konnte erkennen, dass irgendetwas darin herum schwamm. Ich drückte die Flasche von mir weg. Dieser Irgendjemand war ein Typ, dem sie das Virus direkt auf die Stirn gebrannt hatten. Warum sollte der sich noch impfen lassen, er war für immer ein Schreckgespenst der Nation, es sei denn er würde für immer und ewig eine Mütze tragen. „Ich bin übrigens Karsten. Wir kennen dich übrigens alle und niemand hätte gedacht, dass sie dich kriegen würden!“ Ich versuchte mich aufzurichten. Ich lag auf so etwas wie einem Feldbett, ich trug nicht mehr meine Sachen, sondern etwas, was so aussah wie ein Maleranzug. „Wo ist meine Freundin?“ Karsten drehte den Verschluss der Flasche zu. „Sie haben sie mitgenommen, um sie von der Wichtigkeit der Impfung zu überzeugen.“

So langsam kam mir alles ins Gedächtnis zurück. Charly und ich waren ohne Maske in die Innenstadt gegangen. Provokatives Husten war überhaupt nicht nötig gewesen. Mittlerweile waren alle hörigen Bürger mit einer Denunzierungs-App ausgestattet, die man bedienen konnte, wie einen Alarmknopf bei der Bank. In Bruchteilen von Augenblicken kreiste uns eine Herde von Covid-Bereinigern ein, die uns unverzüglich festnahmen. Sie stülpten uns Hannibal Lecter ähnliche Masken über und zerrten uns in ein Quarantäne Fahrzeug. Keine halbe Stunde später kamen wir in einem Lager an, was sich am Stadtrand befand. Ohne groß zu fragen, brannte man uns eine Nummer in die Haut und brachte uns zum Duschen.“Das war eine bescheuerte Idee, Sunny! Ich hab dich lieb, aber das war eine echt bescheuerte Idee!“ Ich wusste nicht, ob Charly weinte, oder ihr einfach Wasser über das Gesicht lief. Dann trennten sie uns.

Ich hatte gleich das Aufklärungsgespräch für die Impfung. Na ja, Gespräch konnte man es kaum nennen. „Sie bringen alle Menschen in ihrer Nähe in Lebensgefahr! Sie töten alte Menschen! Sie werden ihre Kinder nie wiedersehen! Sie stehen an der Seite von Neonazis! Sie sind eine Feindin der Demokratie! Sie sind eine Corona-Leugnerin! Sie sind eine Last! Sie sind unsolidarisch! Sie sind asozial! Sie sind eine Gefahr!“ Das „Gespräch“ dauerte ungefähr vier Stunden und am Ende brachten sie mich in eine der Umerziehungsbaracken. Was hatte ich mir nur dabei gedacht? Das man mich hier vielleicht wie Johanna von Orléons feiern würde, nur weil ich ein paar Dosenravioli geschmuggelt hatte?

Ich schaute Karsten an. „Wie läuft das hier ab? Plant ihr irgendetwas?“ Er fing leicht irre an zu lachen. „Planen? Was sollen wir hier drin schon groß planen? Wir werden 24 Stunden überwacht. Zum Totlachen, dass sich irgendjemand mal über China aufgeregt hat. Es gibt keine Solidarität mehr, Sunny! Jeder will nur sein altes Leben zurück und das hat rein gar nichts mehr mit Corona zu tun. immer mehr von uns lassen sich impfen.“ Ich konnte es nicht fassen. Es konnte doch nicht sein, dass alle nach und nach ihren Verstand verloren. War ich jetzt die Verrückte? Ich dachte an George Orwell, der mit 1984 eine schaurige Zukunftsvision geschaffen hatte. Er sagte einmal:

„In der Minderheit zu sein, selbst in der Minderheit von einer Person, machte einen nicht verrückt. Es gab Wahrheit und es gab Unwahrheit, und wenn man sich an die Wahrheit klammerte, sei es auch gegen die ganze Welt, war man nicht verrückt.“

Ich schüttelte mich. Nein, ich war auf gar keinen Fall verrückt. Ich musste etwas tun und ich musste Menschen finden, die mit mir gehen, Egal, was es mich kosten würde!

„Sunny?“

Ich drehte mich um. Es war meine Charly. Ich sprang auf und wollte sie in den Arm nehmen, aber ihre Augen wiesen mich ab.

„Nein nicht, es tut mir wirklich leid, aber ich habe das nicht ausgehalten. Sie haben gesagt, ich sehe meine Kinder nie wieder. Nie wieder, Sunny!“

Mein Blick fiel auf ihren Arm. Auf ihm klebte ein kleines, weißes Pflaster.

Tränen liefen ihr übers Gesicht.

„Es tut mir wirklich leid!“

Fortsetzung folgt…

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Corona-Land Part 3

„Kalli, du musst uns einfach helfen! Dieser Wahnsinn muss endlich ein Ende haben!“ Charly wirkte zu verzweifelt. Kalli nippte an seinem Corona und schaute uns ziemlich zweifelnd an. „Glaubst du, ich bin bescheuert, Charly? Ich besorg doch gerade euch keine gefälschten Impfpässe! Ihr seid deutschlandweit als absolute Volksverräter bekannt. Das kauft euch doch niemand ab, dass ausgerechnet ihr geimpft seid! Außerdem rettet euch das auch nicht mehr.“

Er zeigte mir eine aktuelle Ausgabe der „Treuen Welt“. Das Titelblatt war voll mit Leuten, die genauso anders dachten wie wir. Ehemals renommierte Wissenschaftler, Journalisten, die nicht den Vorgaben des Senders gefolgt waren und Leute wie Charly und ich. Überschrift: „Diese Menschen töten deinen Opa!“ Wahrscheinlich kamen wir erst auf Seite 3, für den Titel hatte es noch nicht gereicht.

Ich überlegte kurz, ob ich ihm kurz drohen sollte, ihn anzuspucken. Dieser Kalli war doch auch nur so ein aufgesetzter Andersdenker, der es hinbekommen hatte, aus dieser Pandemie Geld herauszuschlagen. Er war nicht einmal ein richtiger Arzt, er war früher Krankenpfleger gewesen und hatte sein armseliges Gehalt damit aufgebessert, indem er den Leuten auf der Hospizstation Gras verkauft hatte.

„Hilfst du uns jetzt oder nicht?“ Charly ließ nicht locker, aber sie klang dabei nicht sehr überzeugend. Kalli schüttelte den Kopf. „Sorry Süße, erstens seid ihr mir eine Spur zu heiß und zweitens könnt ihr nicht annähernd meine Forderungen erfüllen.“ Dieser kleine Wichtigtuer ging mir langsam auf die Nerven. „Und was heißt das jetzt?“ Er schielte mich schräg von der Seite an. „Das heißt, ich kann so rein gar nichts für euch tun und ich will es auch nicht. Meine Geschäfte laufen gut, diese Coronasache hat mir ein Einkommen beschert, was ich als Pfleger niemals gehabt hätte. Und ich muss kein Essen mehr verteilen und Fieber messen. Das lass ich mir von euch garantiert nicht kaputt machen. Also verschwindet endlich und lasst euch hier bloß nicht wieder blicken!“ Keine Minute später standen wir vor der Tür.

„Und jetzt?“ Ich schaute Charly fragend an. Sie machte nicht den Eindruck, als hätte sie eine zündende Idee. Sie zuckte mit den Schultern. „Keine Ahnung, aber wir sollten zusehen, dass wir hier weg kommen.“

„Nein!“

„Wie, nein?“

„Dieses ganze verstecken und weglaufen hat doch keinen Sinn! Wir haben keine Chance uns in irgendeiner Form zu vernetzen, alle Portale und Kommunikationswege werden 24 Stunden überwacht und für den Staat sind wir irgendwelche Schwurbler, die sich noch dazu strafbar gemacht haben.“

„Genau, wir haben die Maske nicht über die Nase gezogen und Klopapier geschmuggelt. Wirklich sehr kriminell!“

„Na ja, und das mit den Dosenravioli…und den Tütensuppen und die Coronasuppennudeln, die wir verkauft haben, war ja auch nicht ganz so gesetzestreu. Charly, verdammt! Wir stehen mit Bild in der Zeitung!“

„Aber man muss doch irgendwas tun! Wir müssen doch unsere Stimme erheben und für unsere Freiheit einstehen!“

„Aber ich glaube, es reicht nicht mehr, Friedensfahnen zu schwingen und zu brüllen `Wir sind das Volk´. Wir sind nämlich nicht mehr das Volk. Wir sind nur noch ein Infektionsrisiko.“

„Und was schlägst du vor?“

„Wir stellen uns. Das Schlimmste, was uns passieren kann ist, dass wir in eines dieser Lager kommen. Vielleicht sehe ich da meinen Sohn wieder.“

„Das ist dein Vorschlag?“

„Vielleicht können wir aus so einem Lager besser handeln, wenn wir auf mehr Gleichgesinnte treffen.“

Charly schaute mich zweifelnd an.

„Okay, dann lass uns mal ein paar Leute anhusten. ich glaube aber immer noch nicht, dass das eine gute Idee ist!“

Als sie mir später eine Nummer und ein Bild von dem Virus auf meinen Oberarm einbrannten, war ich mir da auch nicht mehr so sicher…

Fortsetzung folgt…

© Sunny Möller

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Corona-Land

„Ich muss irgendwie an diesen Chip kommen!“ Ich rieb mir die Augen, 48 Stunden am Stück wach zu bleiben hatte doch einige Spuren hinterlassen. Meine Augen brannten wie Feuer.

„Das kannst du vergessen, selbst wenn dir irgendjemand einen besorgen würde, wer würde dir abkaufen, dass gerade du geimpft bist? Für die Corona-Ex´s bist du doch nur eine Spinnerin, die nicht schnell genug ihren Aluhut abgesetzt hat!“

Ich spürte, wie mir Tränen in die Augen schossen und das lag nicht daran, dass ich schon so lange wach war. „Lass mich nicht bei diesen Leuten, Mami! Bitte, bitte, lass mich nicht alleine!“ Das waren die letzten Worte meiner Tochter gewesen, bevor sie sie mir weggenommen haben. Sie lebte jetzt in einer anderen, geimpften Familie. Diese Familie hatte entschieden, Lilly impfen zu lassen und ich hatte nichts dagegen tun können. Ich hatte sie seit 6 Monaten nicht gesehen. Mir war, als würde mein Herz einen Schlag aussetzen. Wo Noah war, wusste ich nicht. Er war schon zu alt, um das Recht auf eine Familie zu haben. Sie hatten außerhalb der Stadt Lager errichtet, in denen die V.I.P´s (Very Infective People) untergebracht waren. In irgendeinem dieser Erweckungslager musste er sein. Sie hatten sich an ihr Versprechen gehalten, es hatte keine Zwangsimpfungen gegeben. Allerdings mussten sich die Menschen ohne Impfung auf ein völlig anderes Leben einstellen.

Charly gab mir einen Schluck Wasser. „Weißt du noch, bei meiner letzten Geburtstagsparty? Wir haben bis 4 Uhr morgens getanzt!“ Charly machte ein paar rhythmische Hüftbewegungen, so als würde jeden Moment die Musik anfangen aus den Boxen zu dröhnen. Musik gab es schon lange nicht mehr und singen war verboten. Zu gefährlich.

Charlys Kinder waren auch weg. Wir waren zwar dem Lager entgangen, waren aber seit fast einem halben Jahr auf der Flucht. Wir hatten illegal Toilettenpapier nach Süddeutschland geschmuggelt und waren in der Nähe von Würzburg von Grenzpatroullen gestoppt worden, weil Charly dieses parfümierte Maiglöckchenpapier auf dem Hänger hatte. Allerdings hatten wir Glück, es war 8-lagig und dank meiner ausgefeilten Wickelkunst hatten wir die beiden Gesetzeshüter zu zwei Klomumien gemacht.

Jetzt standen wir überall auf den Fahndungslisten. Charly schaltete den Nachrichtenkanal auf ihrem Handy an. Auf dem Bild stand eine ältere Frau mit Tanga und Gymnastikanzug, die zu Helene Fischer Kniebeugen machte und wie eine verrückte klatschte. „Angi´s Warm Up“ lief gerade und ich dachte nur, wie soll das alles nur weitergehen….

Fortsetzung folgt….

© Sunny Möller