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Verliebt sich Elsa in eine Frau?

Wer kennt sie nicht, die Geschichte von Anna und Elsa aus „Die Eiskönigin“. Bei „lass uns einen Schneemann bauuuueeeeennnn“ freu ich mich wie ein kleines Mädchen. Und letztes Jahr im Disneyland Paris bekomme ich bei der großen Parade einen handwedelnden Weinkrampf als Anna und Elsa meiner kleinen Tochter die Hand geben. Bis heute darf diese Hand nur unter schärfsten Protest gewaschen werden. Es ist der erfolgreichste Animationsfilm aller Zeiten, Teil 2 wird gerade produziert. Disney ist das erste Mal vom klassischen Prinz-Prinzessin-Hochzeits-Gedöns abgewichen und jetzt wollen die Fans mehr. Eine lesbische Elsa! Ob wir wirklich schon so weit sind?

http://ze.tt/fans-fordern-elsas-outing-in-die-eiskoenigin-2/

Bild:Elsa,come out! (c) Twitter

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Sex und Decken

Spätestens seit „Shades of Grey“ darf man drüber reden. Über Sex. Ich rede allerdings in erster Linie über Bettdecken. Zu kleine Bettdecken.

Während man ohne Kinder noch freizügig das ein oder andere nackte Körperteil nach draußen halten konnte, achtet man doch irgendwann, besonders eventuellen Schockzuständen des Nachwuchses betreffend auf bedeckte Intimbereiche.

„Mami, wieso hast du einen Nackipo im Bett?“ bringt einen doch hin und wieder in Erklärungsnöte. Aufklärung ja bitte! Praxisnah bei den Eltern, neeeee! Da wir bisher immer zwei Decken im Bett bevorzugten und irgendwann so genervt waren, während des wilden Knutschvorgangs ständig wieder die Decken über die Köpfe ziehen zu müssen, hatte ich eine geniale Idee. Eine große Decke musste her. 3 Tage später war sie gekauft! 2,20m mal 2,20m! Toll! Endlich kuscheln ohne Deckenverlust!

Leider hatte ich nicht daran gedacht, dass man die Dinger auch mit Bettwäsche bestücken muss. Und die ist groß! Sehr groß! Um nicht zu sagen über zwei Meter groß. Normales Beziehen unmöglich. Ich versuchte es auf die herkömmliche Weise. Auf links ziehen, die Ecken schnappen und schütteln. Klappt leider nur bis zur Hälfte. Also stieg ich auf einen Stuhl. So ne Decke wiegt aber auch so einiges. Ich fange an zu schütteln und falle dabei kopfüber ins Bett.

Als nächstes versuche ich es mit Reinkriechen, bis ich komplett verschwunden bin. ich fange an zu schwitzen. Beim wieder rauskriechen ziehe ich die Hälfte des Inhalts wieder mit raus. Langsam wurde ich wütend. War Sex eigentlich so wichtig? Nach fünfzehn Minuten hatte ich es dann doch einigermaßen geschafft und schüttelte es freudestrahlend und mit Schwung auf. Leider holte ich damit die Beleuchtung von der Decke und eine Vase samt Frühlingsblumen vom Nachttisch. Jetzt war ich sauer. Dann kam mein Freund.

„Wow, Baby! Das sieht ja toll aus! Können wir ja gleich heute Abend einweihen!“

Er wollte mich küssen. Ich drehte mich weg.

„Vergiss es! Das ist eine böse Decke!“

(c) Sunny Möller

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Mehr Traffic, Sunny, mehr Traffic!

Also ich bin ja nach wie vor so der Buchblätterer, mit den e-books hab ich so meine Probleme. Oldschool nennt man das neudeutsch wohl. Aber ich schreibe einen Blog. Immer mal wieder, mal mehr mal weniger. Und ich liebe es. Wie Tagebuch mit Zuschauern.

Jetzt sagt mein 12jähriger Sohn:“Mama, wir müssen echt mal an deinem Traffic arbeiten, so wird das doch nix! Was ist mit Twitter, Instagram, Pinterest, Facebook, youtube? Bist du da eigentlich located? Und du musst mehr Follower haben! Das geht nur durchs liken und followen.“

Ich war vom Zuhören schon so gestresst, dass ich momentan über einen neuen Blog nachdenke. „Entfollow the hype“. Vielleicht gäbe es da mehr Interessierte als man glaubt.

2 Tage später…

Luke (Sohn): „Und, hast du dich mal upgedatet?“

Ich:“Ja, Schätzchen! Es war klasse! Ich bin jetzt voll inside und gehe sowas von upside down! Du musst jetzt leider ausziehen. Du hast zu wenig Traffic bei den Hausaufgaben, deine Ordnung hat nicht einen Follower und was die Körperhygiene betrifft, bekommst du von mir nicht einen Like!“

Allgemein, Alltagstauglich

Ein sportliches Koma

Ich muss dringend an meiner Kondition arbeiten. Also halb acht am Sonntag aufstehen und Joggen im Wald. Ich habe erst mal bis acht meine Füße in Sportschuhen fotografiert und bin dann endlich los. Nach einem Kilometer hatte ich Schnappatmung, aber ich habe doch tatsächlich noch weitere 2 geschafft. Am Ziel merkte ich, dass mir unterwegs der Schlüssel aus meinem nicht lauftauglichen Outfit gefallen war und ich musste die Strecke nochmal laufen!!! Schlüssel gefunden, Patient im Koma! Ich liebe mein chaotisches Leben, ist doch irgendwie speziell!!!

Einen wunderbaren Sonntag euch allen da draußen!

Wortkunst

Rasenmäher poetisch

Da sitzt er nun der Schmetterling
und weil er am Gedanken hing,
bleibt ihm erspart und hört es nicht,
von Angesicht zu Angesicht,
das Treiben wider der Natur.
Nur eine Spur dem Wahnsinn nah,
jagt es auf den Falter zu.
Gräser fliegen, Pollen fallen,
das Leben hält die Augen zu.
Doch nicht verschluckt vom toten Grün,
sieht man ihn von dannen ziehn.

(c) Sunny Möller

Allgemein

Sandwich vs. Waschlappen

Hatte heute morgen ein sehr interessantes Gespräch mit meinem Sohn.

„Mama, die Mütter von meinen Kumpels machen einfach alles! Klamotten rauslegen, teilweise die Hausaufgaben machen, Brot schmieren und und und. Irgendwie bescheuert. Die erziehen ihre Söhne, wie die Männer, die sie später nicht haben wollen. Zu unselbstständigen Waschlappen, die glauben, dass die Frau alles machen muss.“

„Jep, seh ich ähnlich!“

„Machst du mir n Sandwich?“

„Nö!“

(c) Sunny Möller

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Viel Lärm um nichts?

Ich gehe heute in der Stadt auf Stimmenfang! Mein Thema TTIP und CETA. Von der Chlorhühnchen-Angst bis zur genmanipulierten Tomaten-Furcht erwarte ich alles. Es kommt aber ganz anders!

Ich:“Was halten Sie eigentlich von TTIP und CETA?“
Passant 1:“Also ich kaufe immer bei Penny!“

Ich:“Glauben Sie, dass sich TTIP negativ auf das Wirtschaftswachstum in Deutschland auswirkt?“
Passant 2:“Na klar, die großen Supermarktketten machen doch alles kaputt!“

Ich:“Sind Sie für oder gegen TTIP und CETA?“
Passant 3:“Das ist mir egal, ich nehme immer nur den Reiniger von Frosch!“

Erschreckend oder nachvollziehbar?

(c) Sunny Möller

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Die schönste Nebensache wird zur Nebensache

Echt? Man liest und hört es immer wieder. N24.de räumt mit dem wichtigsten Vorurteil überhaupt auf. Sex ist wichtig für die Beziehung. Das stimmt nämlich gar nicht und kann locker durch Freundschaft und Fußmassagen ersetzt werden. Und hier die ultimativen Tipps für eine erfüllende Beziehung ohne Sex (Quelle: n24 online):

Keine Sorge, alle haben weniger Sex.

Mehrere Paare bestätigten übereinstimmend, dass sie weitaus weniger Sex als zu Anfangstagen hatten – und es keineswegs wirklich vermissten. Die befragten Frauen lobten stattdessen alternative Körperlichkeiten; die Männer betonten, dass sie ihre Partnerinnen zwar nach wie vor hübsch und anziehend fänden, aber das nicht bedeute, dass sie ständig mit ihr schlafen wollten.

Gute Nachrichten also für alle Menschen, die liiert oder auf der Suche sind. Dank jahrelanger Expertise als Paartherapeuten und ihrer Buchrecherche haben Gabb und Barker nun ihre zehn Liebes-Tipps veröffentlicht. Sie mögen auf den ersten Blick allgemeingültig und einfach zu realisieren scheinen. Aber es braucht nur an ein, zwei Punkten zu haken – und schon gerät die Liebe in Gefahr. Jeder dürfte mindestens einen Punkt finden, der für das Aus der letzten gescheiterten Partnerschaft verantwortlich war:

1. Zusammen lachen
2. Werte und Interessen teilen
3. Beste Freunde sein
4. Fürsorglich sein und sich umeinander kümmern
5. Sich gegenseitig Sicherheit geben
6. Glücklich sein
7. Sich gegenseitig vertrauen
8. Eine enge Beziehung pflegen
9. Sich gegenseitig zuhören und miteinander sprechen
10. Verliebt sein und verliebt bleiben

Wie diese zehn Punkte umzusetzen sind, ist wohl nicht weiter erklärungsbedürftig.

Echt nicht? Die Frage ist doch, lässt wirklich die Lust am Sex nach, aufgrund von Arbeit, Kinder, Stress, etc. pp oder lässt eher viel mehr die Lust an dem/der PartnerIn nach? Beziehung gibt Sicherheit, im besten Fall. Aber diese Sicherheit produziert auch Nachlässigkeit. Im schlimmsten Fall. Die Spitzenhöschen mussten Platz machen für die bequemen Baumwollschlüpfer und Mann rammelt strategisch sein Programm ab, um schnell zum Schuss zu kommen. Warum gehen dann so viele Leute (Männer wie Frauen) fremd, wenn Sex so einen geringen Stellenwert hat? Auf die Frage was für Frauen denn „alternative Körperlichkeiten“ sind, antwortete mir ein Freund: „Na, was ihr Frauen so macht, Pediküre, Maniküre, Farbberatung, Frisör….!“

Also, ich war seit drei Jahren nicht beim Frisör! 😉

© Sunny Möller