Allgemein, Alltagstauglich, Autorenquatsch

Charly chap lin

Das ist eine fremde Sprache, die nur Charly und ich verstehen. Sollte jetzt jemand auf diesen Schauspieler aus der Stummfilmzeit kommen, damit hat es nicht das Geringste zu tun! Es ist so ein Freundinnending, was nur wir beide verstehen. Ich weiß nicht, ob ich euch einweihen kann, aber vielleicht könnt ihr ja unsere Geheimsprache selbst entschlüsseln…

„Ey, ich hab schon wieder zugenommen! Dabei hab ich doch mit dieser Kohlsuppe gefastet!“

„Aber vielleicht hättest du Rotkäppchen lieber im Wolf lassen sollen!“

„Dieser blöde Wolf hat nicht einmal das Maul aufgemacht, ich schätze, der hat die sieben Geißlein auch schon verdaut!“

„Beim Sonnengruß?“

„Ja!“

„Wir müssen echt mehr Sport machen! Alle machen Sport, dauernd sehe ich Leute durch die Gegend rennen, mit ihren Schrittzählern und an den Arsch gepackten Trinkflaschen!“

„Sehen die glücklich aus?“

„Na ja, eher angestrengt. Aber guck doch, was wir machen. Wir labern so einen Möchtegerngeheimslang, für den sich nicht mal einer interessiert. Ist ja nicht einer dabei, der es hören könnte. Und verstehen tue ich das meiste auch nicht mal. Wer sind diese verdauten Geißlein?“

„Na ja, die Kohlsuppe war ehrlich gesagt nicht so der Burner. Ich hatte immer Hunger und musste noch dazu ständig pupsen. Jedenfalls ist Rotkäppchen der Sekt und die Geißlein sind Chicken Nuggets.“

„Aber sieben? Die gibt es doch nur als 6er, 9er oder 20er Pack.“

„Ich hatte die 20er…“

„Und hast 7 gegessen?“

„Nein, übrig gelassen.“

„Und was war jetzt mit dem Sonnengruß?“

„Haste nicht verstanden?“

„Nee.“

„Mc Sunday, der Eisbecher!“

„Ach so.“

„Ja.“

„Karamell?“

„Schoko.“

„Klar, was sonst.“

Und wisst ihr jetzt, was Chap lin bedeutet? ❤

© Sunny Möller

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Allgemein, Alltagstauglich, Kulinarisch

Das ABC der Nachhaltigkeit: M

M

wie

Mein Leben fühlt sich viel besser an.

Also, ich versuche schon seit längerer Zeit bewusster zu leben. Aber immer nur ein bisschen. Keine Plastiktüten mehr, immer weniger Fleisch, möglichst nur saisonal und regional kaufen, keine Plastikflaschen mehr und ein Großteil der Putzmittel aus dem Haushalt verbannt. Rette ich jetzt die Menschheit vor der Klimakatastrophe? Sicher nicht. Trage ich ein wenig dazu bei, mein Leben bewusster und nachhaltiger zu gestalten? Bestimmt. Ist das ein gutes Gefühl? Und wie! Aber was genau bedeutet denn eigentlich dieser „Nachhaltigkeits-Begriff“? Ich war in meiner Kindheit ein großer „Löwenzahn“ Fan. Peter Lustig konnte jedes, noch so schwierige Thema „nachhaltig“ erklären. Und so gucke oder lese ich heute noch gerne Erklärungen, die eigentlich für Kinder gemacht sind.

Lustigerweise sind die Ergebnisse bei google mit dem Suchbegriff Nachhaltigkeit besonders an Kinder und Jugendliche gerichtet. Entweder sind sie die Hauptansprechpartner oder es gibt viele Erwachsene, die wie ich die Löwenzahnerklärung wesentlich verständlicher finden als einen wissenschaftlichen Fachbericht. Wem das natürlich lieber ist, wird wie immer bei Wikipedia fündig. Da ist von der Begriffsgeschichte, über die kulturelle Verwendung und aktuelle Konzepte zur Nachhaltigkeit alles dabei.

https://de.wikipedia.org/wiki/Nachhaltigkeit

Ich bin morgen auf dem Wochenmarkt. Rhabarber ist soweit! Und dann wird mein Lieblingskuchen gebacken. Rezept jetzt, Bilder folgen am Sonntag. Ich wünsche euch ein wunderbares Wochenende! ❤

https://www.kochbar.de/rezept/318485/Rhabarberkuchen-mit-Baiserhaube.html

© Sunny Möller

Allgemein, Alltagstauglich

Sport und rote Augen

„Hast du geheult?“

Charly schaute mich besorgt an.

„Nein.“

„Aber dein eines Auge ist so rot und hängt irgendwie so komisch runter.“

„Ich habe Sport gemacht!“

„Und dir dann die Walkingstöcke ins Auge gerammt?“

„Nein. Ich war im Garten. Du weißt doch, Gartenarbeit ist auch Sport.“

Sie nippte überlegend an ihrem Wein.

„Aber warum ist dein Auge dann so rot?“

Sie ließ einfach nicht locker.

„Das war die Stachelbeere!“

Sie fing an zu lachen, während sie noch Wein im Mund hatte und der tropfte ihr jetzt wie Blut aus der Nase.

„Ahhhh, die böse Kampfstachelbeere also. War das die im Rambooutfit? Mit Stirnband und Patronenhalfter?“

„Bist du bescheuert?“

„Iiiihhh, komm her du kleiner Gartentriathlet, ich bin´s, Stacho, ich mach dich fertig! Und ich hab noch meine Freunde Radotzko Radieschen und Mecki Mangold mitgebracht!“

„Nein, du blöde Kuh! Ich habe versucht den alten Stachelbeerbusch auszugraben, der der schon tot war. Ich wollte ihn mit dem Spaten hoch hebeln und dann bin ich abgerutscht und hab mir den ganzen Busch ins Gesicht gejagt.“

„Ach so.“

„Ja.“

„Dafür siehst du dann aber doch noch ganz gut aus.“

„Danke.“

Ich war etwas besänftigt.

„Und was machen die Männer?“

„Um es mal in der Gartensprache zu sagen: Mein Acker liegt brach und im Baum sitzt nicht ein Vogel.“

„Weinchen?“

„Gerne.“

© Sunny Möller

Allgemein, Alltagstauglich

Das ABC der Nachhaltigkeit: L

L

wie

Lesen

Ich bin mit meinem ABC etwas spät dran, der geneigte Leser möge es mir verzeihen. Jetzt fragt ihr euch sicher, was denn Lesen mit Nachhaltigkeit zu tun hat und wie das geschriebene Wort die Welt retten kann. Retten können wir sie damit sicherlich nicht, aber wir können uns vor vielen Irrtümern schützen, wenn wir mal ein bisschen tiefer graben.

Ich dachte bis vor kurzem noch, wenn ich beim Einkaufen mal wieder meinen Korb vergessen hatte, dann nehme ich mal lieber eine Papietüte, das ist viel besser für die Umwelt. Klar, Papierrecycling funktioniert mittlerweile richtig gut in Deutschland. Aber wusstet ihr, dass bei der Herstellung einer solchen Papiertüte mehr Wasser, mehr Rohstoffe und mehr Kohlendioxid verbraucht werden, als bei der Herstellung einer Plastiktüte? Ich auch nicht. Man müsste eine Papiertüte dreimal so oft verwenden wie eine aus Plastik, um diesen Nachteil auszugleichen. Wie habe ich es erfahren? Gelesen.

https://www.zeit.de/2014/44/plastiktuete-papiertuete-umweltschutz-stimmts

Dann wurde ich neugierig. Was passiert eigentlich mit den ganzen Altkleidern, die ich schön brav zur Tonne des Roten Kreuz bringe? Ich meine, das ist das Rote Kreuz, da wird bestimmt vielen geholfen. Leider ist auch da der Wurm drin. Falls jemand den ARD Bericht, „Die Altkleider-Lüge“ verpasst hat, sollte er das dringend nachholen. Was stimmt, der Großteil der Kleidung kommt nach Afrika, jedoch hat das mit karitativen Zwecken wenig zu tun. Private Textilunternehmen verscherbeln sie für teures Geld und haben in Tansania die eigene Textilindustrie komplett lahm gelegt.

Sicherlich wird etwas auch für wohltätige Zwecke genutzt, aber geht mal durch eure Stadt, da stehen mittlerweile überall Kleidertonnen, die kein wohltätiges Logo haben.

Aber mit den Energiesparlampen, da ist man doch auf der sicheren Seite und tut das Richtige! Oder nicht? Ihr werdet euch wundern. Energiesparlampen müssen Quecksilber enthalten, damit sie leuchten und was das für Langzeitschäden haben kann, das solltet ihr euch unbedingt mal angucken. Ich überlege gerade, ob ich sie wieder austauschen sollte, aber was wäre eine gute Alternative?

Der Film ist von 2012, keine weiteren Fragen…

Es gibt noch haufenweise Berichte, bei denen mir kurzzeitig die Haare zu Berge standen, die drei haben mich allerdings am meisten überrascht. Kennt ihr euch aus mit Umweltlügen?

(c) Sunny Möller

Allgemein, Alltagstauglich

Good old times…

When I am going durch the city the last days, I was kind of nostalgisch. The streets are full with kids and teens with little Bildschirmen in front of their gesichter. Tipping, mailing, whats apping, spieling, twittering, facebooking, no unterhalting. I don´t want to copy my Oma with the Spruch „Früher war alles besser!“, but sometimes…..

Thinking about my Kindheit. With no I-Phones, Androids and Laptops. Think about my son when I starting wegnehming his Elektro stuff. He looks like someone who verloring a loved one, air-klicking with his Daumen.

Think about my Schulzeit. We spend our Pausen with Gummitwisthüpfing with kind of Schlüpfergummi. Talking about Jungs, lästering and flirting for real, with real Berühring and real Angrinsing. You could hear the LOL! Laut! In to the face!

And we were masters of Zettelschreibing while teachers unterrichting. „Do you want to go with me? Cross. Yes, No, decision after knutsching.“ We played Käsekästchen and Schiffe versenken on Rechenpaper. And we had books. Books made of paper. Knistering, smelling and looking like books.

And what about music? I had tapes and starting Aufnehming from the radio. Waiting for my song, erwisching only the end with the dump Gelaber from the Moderator. And we must spuling. More spuling than hearing. And abspieling on a Plattenspieler. First LP from Barry White. Long Play!!! It says alles!

And then? Then comes PacMan! And the first computer for playing. Commodore 64. Only one Kind in the Dorf had one. We are pilgering to him. Playing tennis with two Balken and a beweging point on the Bildschirm. And we loved it. Starting of the electric Drogensumpf.

And today? Tipping on my Mac, whats apping on my mobile, had a cloudplayer for my music and a Kindle which I cannot blättering. And always suching wlan and a Aufladekabel.

I miss the good old times….sometimes.

(c) Sunny Möller

Allgemein, Alltagstauglich

Ach du dickes Ei!

Jedes Jahr werden aus meinen Kindern Jäger! Lautlos, schnell und unbarmherzig. Die Eierjagd ist eröffnet. Mein Sohn bewegt sich wie ein Apfel pflückender Roboter und findet nahezu jedes Versteck instinktiv. Jahrelange Erfahrung eben. Für Emma muss man jedes Schokoei mindestens dreimal in Folge nochmal verstecken, damit sie endlich zufrieden ist. Dabei macht es ihr überhaupt nichts aus, wenn die Eier im Nest dadurch nicht mehr werden.

Doch Ei ist nicht gleich Ei. Während bei uns noch das allgemein gültige Quotenei versteckt wird, fallen die Eier anderswo etwas dicker aus. Da werden Spielekonsolen in drei Säcken Kunstgras in der Nähe des Fernsehers versteckt oder das neue Fahrrad hat zumindest Hasenohren auf dem Lenker. Und die neue Legoeisenbahn versteckt sich hinter Oma Elkes dicken Hintern.

Ich will euch jetzt nicht nach dem Sinn des Osterfestes befragen mit Kreuzigung, Auferstehung, etc. pp. Aber muss das wirklich sein, dass die Geschenke solchen Größenordnungen annehmen?

Wie sieht euer Osterfest aus? Ich wünsche euch auf jeden Fall fröhliches Eiersuchen. ❤️

(c) Sunny Möller

Allgemein, Alltagstauglich

Klimper, klimper, sülz, sülz…

Draußen ist es grau, diese Art von grau, die Selbstmörder auf die Hochhäuser treibt. Und Leute wie mich, in Schlabberlook, mit Zeitung, ins nächste, gemütliche Café. Leise Musik, dampfender Kaffee reichen aus, um diese Nichtfarbe zu vergessen. Aber wie es so ist, geht es mir in Café´s ungefähr so, wie in Supermärkten! Ich stehe immer in der falschen Schlange und ich sitze immer am falschen Tisch!

Neben mir sitzt ein verliebtes Pärchen! Sie kuhäugig, er begattungsfreudig.

„Ich liebe dich!“ Klimper, klimper…

„Nein, ich liebe dich!“ Seiber, sabber, geifer…

„Ich liebe dich mehr!“ schlabber, sülz…

„Das kann nicht sein, mein Herz zerspringt gleich vor Liebe!“ (oder die Hose vor Geilheit)

Kicher, kicher, schmunzel, schmunzel, nestel, nestel….Die Bedienung kommt.

„Was kann ich euch bringen?“

Das Liebes-Duo fängt gleichzeitig an zu sprechen und dann das Ganze noch mal von vorne. Kicher, kicher, schmunzel, schmunzel, nestel, nestel, fummel, fummel…

„Robert, wir wollten beide das gleiche sagen! Wir sind total seelenverwandt. Das ist so crazy!“

Die Bedienung und ich gucken uns an. Augenrollen. Schließlich schaffte er es, alleine zu reden.

„Wir hätten gerne einen Caramel Macchiato, einen Café Latte (war klar, Anm. der Redaktion) und einen Chocolate Chunk Brownie!

Zwei Minuten später kommt das Bestellte. Robert holt seine Zunge aus der Kuhäugigen. Ich fand das Knutschen nicht schlecht. In der Zeit redeten sie wenigstens nicht. Sie nahmen beide den ersten Schluck ihrer Heißgetränke und natürlich hatte sie etwas Milchschaum an der Nase. Robert war entzückt!

„Ach, mein süßes Lämmchen. Das sieht ja so süß aus mit deinem weißen Näschen. Komm, ich küss es dir ab!“

Kicher, kicher, schlabber, sabber, schleck, schleck, leck, leck.

Kann man morgens um elf schon Hochprozentiges bestellen? Jetzt beginnt das Gegurre um das Backwerk.

„Beiß du zuerst ab, Robert! Süßes für meinen Süßen!“

„Nein, Hasi! Du zuerst, büüüüütttteeee! Meine kleine Zuckerschnecke!“

„Nein, du!“

„Du!“

Grins, streichel, tätschel, kraul.

„Duhuuuu!“

„Neieiiiin!“

„Dohochhhh!“

Sie schnäbeln und gäbeln, doch keiner wagt den Schritt zum ersten Biss. Mu mu mu mu, ich werde ihnen helfen!

Ich stehe auf. Gehe hin. Grinse an. Nehme Brownie. Beiße ab. Gehe weg.

Vielleicht werden sie nächstes Mal zwei bestellen.

© Sunny Möller