Allgemein

Was du heute kannst besorgen…

…das verschiebe nicht auf morgen. Ein Satz, der mich überall hin verfolgt. Schon als Kind habe ich es stets zu hören bekommen, mit Vorliebe von meiner lieben Oma. Ich habe den Satz als Kind nicht so recht verstanden, denn das Verschieben betraf in den seltensten Fällen spielen oder Eisessen mit der besten Freundin. Diesen Spruch gab es nur bei irgendwelchen Pflichten und welches einigermaßen normales Kind wird da nicht Meister im Verschieben?

Jetzt als erwachsene Frau mit zwei Kindern, mehreren Jobs, einen Teilzeithund und einem Blog klatscht mir diese Bauernweisheit mehrmals täglich ins Gesicht. Ey, und was bin ich noch gut im Verschieben und Ausreden erfinden, auch Schuldige für das Verzögern meiner ungeliebten Pflichten lassen sich schnell und immer finden. Das Ende vom Lied ist dann immer eine enorme Unzufriedenheit, ein Gefühl des Versagens und der Griff zur Schokolade.

Aber das ist doch keine Lösung. Ich muss mich strukturieren! Kleine Ziele setzen, Terminpläne machen und die gemachten Termine einhalten, Doodle und Google, Notizen und Zettel, psychologische Hilfe, Coaching und Seminare, Optimierung der Struktur der Strukturlosen. Jetzt bin ich allerdings so gestresst vom Strukturieren, es hat mich auch so viel Zeit gekostet. Aber es wird dann besser, sagte man mir.

Ich esse jetzt ein Eis und die Struktur von morgen, macht mir heute keine Sorgen. (auch keine schlechte Weisheit)

© Sunny Möller

Kulinarisch

Steak tartare – Eine vergessene Liebe

Für alle Noch-Fleischesser unter uns ist es eins der Gaumenfreuden beim Italiener. Das Carpaccio. Fein geschnittenes Rinderfilet mit feinem Olivenöl und gehobeltem Parmesan. Ein bisschen in Vergessenheit geraten ist die französische Variante, die nicht minder delikat ist. Ich habe eine klassische Variation gewählt, doch auch das Steak Tartare lässt sich hervorragend mit Olivenöl und Parmesan verfeinern.

Zutaten:

150 g   Bio-Rinderfilet

1          Schalotte(n)

1 EL     Kapern, kleine feine (Nonpareilles)

1          Eigelb

1          Gewürzgurke(n)

2          Sardellenfilet(s), in Öl

Petersilie, glatt

Estragon

Salz und Pfeffer, aus der Mühle

Cayennepfeffer (nach Geschmack)

Zubereitung:

Das Rinderfilet mit einem scharfen Messer in dünne Scheiben schneiden, anschließend fein würfeln.  Mit Salz und Pfeffer aus der Mühle würzen.

Die Schalotte schälen und wie die Gewürzgurke und die Sardellenfilets in sehr kleine Würfel schneiden. Die Kräuter hacken.

Auf einem tiefen Teller das Tatar anrichten. Mit einem Löffel in der Mitte eine Mulde formen, das Eigelb hineinsetzen und nach Geschmack etwas Cayennepfeffer darüber streuen. Die Gurken, Schalotten, Kapern und Sardellenfiletstückchen umanrichten und die klein gehackten Kräuter darüber streuen. Am Tisch kann jeder mit einer Gabel dieses Potpourri selbst vermengen und auf frischem Baguette oder Bauernbrot genießen.

© Sunny Möller

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Wer ich bin

wenn ich weiß wer ich bin kann ich will weiß nicht vielleicht mach ich mach ich nicht soll ich muss nicht heute dann wann kann auch immer lach ich noch nicht morgen gestern zukunft freu mich seh ich alles geh ich vorwärts rückwärts nachher mit dir ohne dich zu mir aufwärts seitwärts allseits immer bis und seit ich kann.

(c) Sunny Bergfeld

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Bester Start

Bester Start

Montag ist bei mir ja so ne Sache. Vor der Arbeit Kühlschrank wieder auffüllen, bevor die kleinen Fressmaschinen die Küche stürmen. Einkaufstasche vergessen, völlig überladene Papiertüte reißt beim Bäcker, der gesamte Einkauf verteilt sich im Einkaufszentrum…ich bin montagsmäßig genervt. Ein blauer Einkaufsbeutel baumelt vor meiner Nase. Eine Mutter mit drei wieselflinken Kleinkindern tragen meine zerstreuten Einkäufe zusammen. Ein älterer Herr mit Zeitung unterm Arm reicht mir die Hand, lächelt und hilft mir auf. „Mademoiselle, darf ich helfen?“ Er dreht mich in gekonntem Walzerschritt und verwandelt meine Montagswolke in Sonnenschein. Der beste Montag seit langem! Euch einen ebenso wunderbaren Start!❤️

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Selbstgespräche

Früher dachte ich immer, es seien nur ältere Leute, die Selbstgespräche führen. Eine Form, die Einsamkeit zu überwinden. Oder multiple Persönlichkeiten, die sich gleich mit einer ganzen Gruppe auseinandersetzen.

Wenn ich heute durch die Stadt gehe, bei der Bank vorm Schalter stehe, oder im Supermarkt den Ketchup suche, überall sehe ich Menschen, im Gespräch mit sich selbst. Und zwar aus jeder Schicht, in allen Altersklassen. Ich frage mich, in meiner eigenen tonlosen Unterhaltung, was ist es, was das Gespräch mit sich selbst erstrebenswerter macht, als mit einem zweiten Gegenüber?

Ist es das bedingungslose Zustimmen jeglicher gedanklicher Absurdität oder die immer größer werdende Einsamkeit, die jetzt auch die Jungen immer stärker betrifft? Oder ist es einfach ein Mangel an dem Attribut des Zuhörens? In einer Gesellschaft der Profilneurotiker und Selbstdarsteller will jeder nur noch seine eigenen Lebensweisheiten unters Volk mischen. Aufgefordert oder nicht. Zuhören wird gar nicht unbedingt verlangt, nur nicken und lächeln und dem Absender das Ego pimpen.

So habe ich neulich mit einer Freundin telefoniert, die mir eine Stunde von ihren Beziehungsproblemen erzählte. Die Pausen, die sie machte, reichten gerade mal für ein erwiderndes „hmmm“ und „echt?“ Nach einer halben Stunde stellte ich den Lautsprecher an, ging zum Briefkasten, räumte den Geschirrspüler aus und schrieb sms mit einem Freund. Zurück am Hörer hörte ich nur noch: „Sunny, du bist die Beste! Keiner versteht meine Probleme so wie du und ist immer auf meiner Seite! Tschüßi!“ So etwas nennt man dann wohl Selbstgespräch mit Beisitzer.

„Hey Sunny, wie geht es dir?“ Ich musste lächeln. „Danke, eigentlich ganz gut! Und dir?“ Bekanntes Lächeln folgte. „Schön, dass du fragst. Auch ganz gut! Gehen wir einen Kaffee trinken?“ „Gerne!“

Die Bedienung des Cafés schaut fragend. „Sind sie allein?“

Ich nicke.

(c) Sunny Möller

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Falls ihr mich vermisst…

…und ich hoffe, das tut ihr. Ich komme dieser Tage kaum zum Schreiben, nicht etwa weil ich mich im Weihnachtsstress befinde, nein. Emma´s Welt hat ihre Reise begonnen und erreicht hoffentlich viele Herzen, die sie zum Lachen und Nachdenken bringen kann. ich hoffe auf eure Geduld, bleibt mir weiterhin treu, im Neuen Jahr wird wieder mehr geschrieben und gelesen! Liebste Grüße Sunny

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Emma´s Welt sagt DANKE zu 154 Prozent!!!

Endlich ist es soweit. Das Buch wird gedruckt und kann sich so schnell wie möglich auf den Weg zu euch machen. Die zusätzlichen Dankeschöns sind in Arbeit und machen sich ebenfalls auf die Reise und liegen hoffentlich bald unter eurem Weihnachtsbaum! Ein großes Dankeschön an:

Mo Böhmi, Käte Mücke, Sandra Noltensmeier, Jennifer Pattis, Simone Germann, Kathrin Schalt, Sina Günther, Stef Mesenich, Tina Effertz, Benjamin Pahlich, Carmen Beitzer Gulliksen, Jörn Clasen, Nicole Kilian, Steffi Kirk, Marina Witte, Nad Je, Johannes Stracke, Marion Retkowski, Susanne Niang, Kristina Renninger, Andrea Jörn, Sören Themann, Ingrid&Wolfgang Bergfeld, Ulrike Krahnert, Inge Stephan, Marc Pfeiffenberger, Daniel Esser, Michél Mura, Marion Dorsch, Martina Pinkis, Lucia Montero, Sonja Ti, Tabea-Aurora Hannah Maria Hövelborn, Susanne Dollfus, Petra Berger, Markus Schwarz, Gabriela Wasser, Reinhold Wagner, Claudia Thimm, Charlotte Paetzold, Marc Brandt, Britta Wulf, Kumba Yolina Guevara Guerrero, Erika Mikschofsky, Linda Jochem, Care Steen, Armin Schütte, Henning Schmidt und Josephine Manthey!

Ihr ward und seid unsere Welt in Emma´s Welt. Herzensprojekt CHECK!!!!

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Bei manchen ist Liebe doch Lasagne

„Weißt du Mami, wer immer sich das mit den Schmetterlingen ausgedacht hat, war sehr schlau!“

„Was meinst du?“

„Na ja, wenn du verliebt bist. Dann sagt man doch: Ich habe Schmetterlinge im Bauch.“

„Und was ist daran so schlau?“

„Ich hab das lange nicht verstanden. Wer will schon Schmetterlinge im Bauch rumfliegen haben? Lasagne mag ich viel lieber. Aber Lasagne im Bauch vor Liebe wäre Unsinn. Die liegt dann da rum und wird abgebaut und dann geh ich aufs Klo und was es dann ist, wissen wir ja. Kacka!“

„Und die Schmetterlinge?“

„Die machen alles, was Liebe macht. Sie fliegen wie verrückt rum, dass dir schwindelig wird, sie sind ganz bunt und wenn sie gegen den Bauch knallen, tut es manchmal ganz schön weh. Genauso kann Liebe sein.“

Sie denkt nach.

„Bei manchen ist Liebe aber doch Lasagne. Erst super lecker und zum Schluss kommt nur Kacka raus.“

© Sunny Möller