Kulinarisch

Himmlisch indisch immer wieder

Wer indische Küche liebt, liebt Curry. Aber an Dal kommt man meines Erachtens auch nicht unbemerkt vorbei.

Dal ist ein Gericht der indischen Küche und der pakistanischen Küche, das vorwiegend aus Hülsenfrüchten, meistens Linsen, aber auch Kichererbsen, Bohnen oder Erbsen zubereitet wird. Durch die lange Kochzeit zerkochen die Hülsenfrüchte zu einer Art Brei, der mit Kreuzkümmel, Koriandersamen, Zwiebeln, Knoblauch, Chilis, Ingwer und anderen Gewürzen kräftig gewürzt wird. Bisweilen werden die Hülsenfrüchte auch frittiert. Dal ist ein Grundnahrungsmittel in Indien.

Dal kann sowohl als Hauptspeise, zum Beispiel beim Dal Bhat, als auch als Beilage gereicht werden.(wiki)

Natürlich bin ich immer auf der Suche nach möglichst authentischen Rezepten und bin doch tatsächlich auf chefkoch.de fündig geworden. Mir gefällt besonders die Kombination mit Spinat, den ihr frisch vom markt oder auch gefroren verwenden könnt.ich habe das Rezept noch etwas durch die Zugabe von Cocktailtomaten und Datteln verfeinert. Ganz besonders gut gefallen hat mir die selbst gemachte Masala-Paste. Das bisschen Aufwand lohnt sich in jedem Fall. Ihr müsst nur aufpassen, dass ihr vor dem Servieren nicht schon die Hälfte wegnascht.

Beim Anrichten habe ich einen kleinen Angeber-skill verwendet. Füllt ihr den Reis in eine, mit kaltem Wasser ausgespülte Tasse oder kleine Schale und stülpt sie dann auf den Teller, sind euch einige Ahhhs und Ohhhs sicher.

Masala-Paste selbstgemacht:

1 Knoblauchzehe(n)
1/8 TL Harissa
1/2 Stück(e) Ingwer, walnussgroß
1/2 TL Garam Masala
1/2 TL Korianderpulver
1/2 TL Kreuzkümmelpulver
1/2 TL Paprikapulver, geräuchert
1 TL Tomatenmark
1/4 TL Meersalz

Und sonst so:

75 g rote Linsen
150 g Spinat, frischer
1 Zwiebel(n), rot
100 ml Kokosmilch, fettreduziert
125 g Tomaten, stückige, aus der Dose
100 g Cocktailtomaten
6 Datteln
150 ml Gemüsebrühe
1 Essl. Kokosöl
100 g griechischen Joghurt (10% Fett)

Zubereitung:

Für die Masala-Paste Knoblauch und Ingwer sehr fein hacken. Den Rest der Pastenzutaten in eine Schüssel geben und alles gründlich verrühren.

Die Zwiebel fein schneiden. In einer Pfanne das Kokosöl erhitzen und die Zwiebelwürfel in etwa 5 min glasig dünsten. Die Masala-Paste dazugeben und ebenfalls 2 Minuten rösten. Tomatenwürfel, klein geschnittene Datteln, Cocktailtomaten und Kokosmilch dazugeben. Zum Kochen bringen, die Linsen zufügen und die Hitze reduzieren. Deckel auflegen und Linsen in etwa 25 min bei niedriger Hitze weich kochen. Nach und nach die Gemüsebrühe anschütten und damit die Konsistenz steuern.

Inzwischen das Salzwasser für den Reis in einem Topf aufsetzen und den Reis ca. 10 Minuten bevor die Linsen gar sind, nach Packungsanweisung garen.

Währenddessen den Spinat waschen, von den Stängeln befreien, trocken schleudern und fein schneiden. Wenn Tiefkühl-Spinat verwendet wird, den Spinat ca. 5 – 10 Minuten lang in Salzwasser dünsten und mit kaltem Wasser abschrecken. Anschließend den Spinat auswringen und in einer Schüssel beiseite stellen. Kurz vor Garende der Linsen den frischen oder den TK-Spinat untermischen. Zur gewünschten Sämigkeit eventuell noch etwas Gemüsebrühe anschütten. Wer es gern noch etwas süßer mag (ich zum Beispiel), kann noch etwas Ahornsirup zufügen. Vor dem Servieren mit Salz und Pfeffer abschmecken.

© Sunny Möller

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Kulinarisch

Rhabarber Saison – Lieblingskuchen

Wie im Nachhaltigkeits ABC versprochen, heute meine Lieblingskuchen der Saison. Rhabarberkuchen vom Blech mit Baiserhaube. Das beste Rezept für mich habe ich bei http://www.kochbar.de gefunden. Das Rezept ist von tigerlilly63. Sie hat auch noch ein Rhabarber Tiramisu in ihrer Rezeptsammlung, ich glaube, das probiere ich auch mal aus.

Meine schönste Rhabarber Kindheitserinnerung ist die, dass wir die sauren Stangen bei Oma Emmi aus dem Garten gemopst haben und sie anschließend in den Zuckertopf gesteckt haben und Stück für Stück weggeknabbert haben. Aus der Rhabarberstange wurde dann irgendwann dieser Kuchen. Wer will, kann ihn noch zusätzlich mit einem Schlag Sahne aufmöbeln. Wenn sündigen, dann volle Pulle! Ich wünsche euch einen schönen Sonntag! ❤

Zutaten für ein Backblech:

1250 g
Rhabarber
Für den Teig:
450 g
Weizenmehl Type 405
400 g
Schlagsahne
1 Päckchen
Backpulver
250 g
Zucker
1 Päckchen
Vanillezucker
1 Prise
Salz
5
Eigelb Größe M
3
Eier Größe M
Für die Baiserhaube:
5
Eiweiß Größe M
1 Prise
Salz
250 g
Zucker
1 Päckchen
Vanillezucker
Außerdem:
Fett und Mehl für die Fettpfanne
Puderzucker zum Bestäuben
© Sunny Möller
© Sunny Möller

Zubereitung:

1
Den Rhabarber putzen, schälen und in Stücke schneiden. Waschen und abtropfen lassen. Eine Fettpfanne des Backofens einfetten und mit Mehl bestäuben, kalt stellen. Den Backofen auf 200° C (Umluft: 180° C) vorheizen.
2
Für den Teig das Mehl mit Backpulver, Zucker, Vanillezucker und Salz mischen. Dann die Sahne, Eigelb und Eier dazugeben. Alles mit dem Rührbesen des Handrührgeräts erst auf niedrigster und dann auf höchster Stufe zu einem glatten Teig verrühren. Den Teig gleichmäßig in die Fettpfanne streichen und den vorbereiteten Rhabarber darauf verteilen. Die Fettpfanne auf der mittleren Einschubleiste in den Backofen schieben und den Kuchen etwa 22 Minuten vorbacken.
3
Für die Baiserhaube Eiweiß und Salz in einer Rührschüssel steif schlagen – so steif, dass ein Messerschnitt gut sichtbar bleibt. Unter weiterem Schlagen Zucker und Vanillezucker einrieseln lassen.
4
Anschließend die Baisermasse locker auf den Kuchen streichen und den Kuchen bei gleicher Temperatur 15 weitere Minuten fertig backen.
5
Den Kuchen aus dem Ofen nehmen und auf dem Backblech erkalten lassen. Zum Servieren mit Puderzucker bestäuben und in Quadrate oder Rechtecke schneiden.
© Sunny Möller
(mehr dazu bei kochbar.de)
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Das ABC der Nachhaltigkeit: M

M

wie

Mein Leben fühlt sich viel besser an.

Also, ich versuche schon seit längerer Zeit bewusster zu leben. Aber immer nur ein bisschen. Keine Plastiktüten mehr, immer weniger Fleisch, möglichst nur saisonal und regional kaufen, keine Plastikflaschen mehr und ein Großteil der Putzmittel aus dem Haushalt verbannt. Rette ich jetzt die Menschheit vor der Klimakatastrophe? Sicher nicht. Trage ich ein wenig dazu bei, mein Leben bewusster und nachhaltiger zu gestalten? Bestimmt. Ist das ein gutes Gefühl? Und wie! Aber was genau bedeutet denn eigentlich dieser „Nachhaltigkeits-Begriff“? Ich war in meiner Kindheit ein großer „Löwenzahn“ Fan. Peter Lustig konnte jedes, noch so schwierige Thema „nachhaltig“ erklären. Und so gucke oder lese ich heute noch gerne Erklärungen, die eigentlich für Kinder gemacht sind.

Lustigerweise sind die Ergebnisse bei google mit dem Suchbegriff Nachhaltigkeit besonders an Kinder und Jugendliche gerichtet. Entweder sind sie die Hauptansprechpartner oder es gibt viele Erwachsene, die wie ich die Löwenzahnerklärung wesentlich verständlicher finden als einen wissenschaftlichen Fachbericht. Wem das natürlich lieber ist, wird wie immer bei Wikipedia fündig. Da ist von der Begriffsgeschichte, über die kulturelle Verwendung und aktuelle Konzepte zur Nachhaltigkeit alles dabei.

https://de.wikipedia.org/wiki/Nachhaltigkeit

Ich bin morgen auf dem Wochenmarkt. Rhabarber ist soweit! Und dann wird mein Lieblingskuchen gebacken. Rezept jetzt, Bilder folgen am Sonntag. Ich wünsche euch ein wunderbares Wochenende! ❤

https://www.kochbar.de/rezept/318485/Rhabarberkuchen-mit-Baiserhaube.html

© Sunny Möller

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Das ABC der Nachhaltigkeit: K

K

wie

Klima

Das Klima und die Gefahren für unseren Planeten, wenn wir es nicht schützen, ist natürlich nicht erst durch die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg bekannt geworden. Das Ozonloch zum Beispiel ist uns schon ein Begriff, seit wir uns in den 80er Jahren fröhlich das Haarspray vor jeder Party auf die Rübe geballert haben. Das einzige, was ich als Kind damals wusste, war, die Ozonschicht ist eine Hülle rund um die Erde, die uns vor gefährlicher Strahlung schützt und wenn ich Sachen mit FCKW benutze, mache ich da da Löcher rein.

Heute ist die Aufklärung, was den Klimaschutz betrifft viel breitflächiger angelegt. Auf der der einen Seite gut, so viel zu wissen, auf der anderen Seite anstrengend und verwirrend, da ich beim Pupsen schon ein schlechtes Gewissen bekomme, ich könnte das Klima zerstören und nachkommenden Generationen ihre Zukunft vermiesen.

So schlimm ist es vielleicht nicht und so militant sollte man dann doch nicht vorgehen. Doch zu wissen, dass man zur Herstellung von einem Kilo Rindfleisch umgerechnet ungefähr 73 Badewannen voll Wasser verbraucht plus die leckere Avokado, die durch Anbau, Logistik, etc. pp. eine ganz persönliche, kleine Umweltzerstörung hinter sich her zieht, kann sich nicht schaden.

Sollte ich deshalb unverzüglich zum Klimatarier werden?

https://www.klimatarier.com/de/index

Auf der Seite angekommen, wird mir vorgeschlagen, die CO2 Werte meines Essens zu berechnen und wie ich sie verringern kann. Fand ich voll doof. Geht aber auch wesentlich einfacher, wenn man weiter klickt und in sieben einfachen Schritten auch zum vollwertigen Klimatarier wird. Und da landen wir bei ganz einfachen Dingen, die nicht viel Kraft kosten und eigentlich ohnehin gelebt werden sollten. Kauft saisonal und lokal, kocht selbst und stopft euch nicht mit Fleisch voll. Klingt einfach? Isses auch. Wer noch kurz einen Saisonkalender braucht, bitte schön:

Gemüse:

https://www.regional-saisonal.de/saisonkalender-gemuese

Obst:

https://www.regional-saisonal.de/saisonkalender-obst

Salat:

https://www.regional-saisonal.de/saisonkalender-salat

Und das tolle an der Seite http://www.saisonal-regional.de, sie liefern gleich leckere Rezepte mit, die leicht nachzukochen sind. Da Bärlauch noch nicht ganz weg und Spargel gerade im Kommen ist, hab ich euch das perfekte Rezept rausgesucht. Den Schinken habe ich weggelassen. Köstlich!!!

© Sunny Möller

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Reis mit Scheiß

Es gibt sicherlich einen kulinarisch korrekteren Begriff, aber bei Charly gibt es Reis mit Scheiß. Irgendwelche Reste zusammengeklatscht, lecker nachgewürzt und dann genießen. Besser als jedes Boeuf de luxe. Also, macht den Kühlschrank auf und findet euren ganz persönlichen „Reis mit Scheiß“!❤️

Bei mir waren heute natürlich Reis, dann noch Kartoffeln, Mais, Kidneybohnen, Tomaten und Frühlingszwiebeln dabei.

(c) Sunny Möller

Kulinarisch

Palak Paneer oder Spinat einfach himmlisch indisch

Als mir mein Freund von seinem indischen Lieblingsgericht erzählte, was es in allen Variationen in Indien gibt, war ich neugierig geworden. Spinat und ein indischer Frischkäse sollten die Hauptbestandteile sein. Seinen sehnsüchtigen Blick konnte ich mir kaum erklären. Spinat und Käse sollten das kulinarische Erlebnis sein? Also begab ich mich auf die Suche und ja, er hatte Recht. Es gab die unterschiedlichsten Rezepte, doch eins hatten sie alle gemeinsam. Palak (Spinat) und Paneer (indischer Frischkäse). Da es letzteres nirgends zu kaufen gab, war selfmade angesagt und das gestaltete sich nicht so schwer wie ich zunächst dachte. die Rezepte von http://www.reisehappen.de und http://www.fernsuchtblog.de haben mir am besten gefallen. Die Kombination von beiden mit der zusätzlichen Zugabe von Kartoffeln hat dann mein persönliches Palak Paneer perfekt gemacht. Und keine Angst vor der Käseherstellung, es war, wie meine Tochter sagen würde, pippieierleicht.

ZUTATEN FÜR PALAK PANEER FÜR 4 PERSONEN:

Zutaten:

Für den Käse:

1 Liter Milch (3,8% Fett)
Saft von 1 ausgepressten Zitrone

4 EL Kokosöl oder Ghee (geklärte Butter)
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
2 cm Ingwer
1 kleine Dose geschälte Tomaten
4-5 geschälte und gewürfelte Kartoffeln
1/2 TL Kreuzkümmel
1/2 TL Chilipulver
1/2 TL Kurkuma
1/2 TL Korianderpulver
1/2 TL Garam Masala
1 Chilischote
1 TL Salz
500 g Blattspinat oder junger TK-Spinat gehackt
100 ml Sahne

Zubereitung:

Zuerst die Milch in einem großen Topf zum Kochen bringen. Immer wieder umrühren, damit die Milch nicht anbrennt. Dann den Zitronensaft in die Milch gießen und unter Rühren die Milch aufflocken lassen. Ween sich die geronnene Milch vollständig von der Molke getrennt hat, Topf vom Herd ziehen und zunächst über ein engmaschiges Sieb abgießen. Anschließend in ein Küchen- oder Mulltuch geben und die restliche Molke ausdrücken, bis ihr diesen schönen, weißen Käseklumpen wie auf dem Bild habt. Anschließend bis auf 1 cm Dicke flach drücken und für einige Stunden in den Kühlschrank stellen. Den Käse kann man natürlich auch schon am Abend vorher zubereiten.

Die Zwiebel, den Knoblauch und den Ingwer schälen und fein würfeln und in dem ausgelassenen Fett in einem hohen Topf oder Wok scharf anbraten. Anschließend die Gewürze und die klein geschnittene Chilischote dazu und kurz mitbraten. Mit etwas Wasser ablöschen, den klein gehackten Spinat, die geschälten Tomaten, die gewürfelten Kartoffeln und die Sahne hinzufügen und etwa eine viertel Stunde auf kleiner Flamme köcheln lassen. Zum Schluss das Salz und den gewürfelten Käse hinzufügen und vorsichtig verrühren. Mein Käse hat sich etwas „verkrümelt“, was dem Geschmack aber in keinster Weise geschadet habt. Eventuell mit etwas Honig abschmecken, wenn euch die Säure der Tomaten etwas zu stark ist. Und dann Augen zu und genießen, als wenn du in Colaba, einem Stadtteil im südlichsten Zipfel Mumbais sitzt. Denn genauso schmeckt mein Palak Paneer, wie mir mein Freund versichert hat. Ein größeres Kompliment gibt es wohl nicht. Viel Spaß beim Nachkochen und erzählt mir, wie für euch die Reise ins kulinarische Indien war.

© Sunny Möller

Kulinarisch

Verbotener Matzo-Brei aus „Reisehunger“ von Nicole Stich

Sonntags gibt es immer Rührei. Jeder hat hier so sein eigenes Rezept. Die einen mischen ein bisschen Mineralwasser zwischen die Eier, die anderen nehmen Milch oder Sahne. Dann gibt es noch bestimmte Kräutervorlieben, mit oder ohne Käse, der Rühreiphantasie sind keine Grenzen gesetzt. Mir persönlich fehlte immer so der letzte Genießerkick. Das hat sich heute schlagartig geändert. „Reisehunger“ von Nicole Stich habe ich bestimmt schon ein Jahr, aber außer einer Menge an Post-Its auf fast allen Seiten habe ich bisher kein Rezept ausprobiert. Das hat sich heute morgen geändert. Der „Verbotene Matzo-Brei“ musste es sein, schon allein des Namens wegen. Wie auch Nicole Stich, liebe ich jüdische Gerichte. By the way, auch der Bagel ist jüdischen Ursprungs. Verboten deswegen, da der jüdische Glaube kein Schweinefleisch erlaubt. Darauf verzichten würde ich in diesem Fall aber auch sehr ungern. Und versucht unbedingt den Tipp mit dem Ahorn-Sirup! Matzen sind übrigens ein ungesäuertes, crackerähnliches Brot, was man in den meisten größeren Supermärkten oder auch Bioläden findet. Das Kochbuch ist eine absolute Kaufempfehlung! Und jetzt mal schnell verboten gut genießen!