Kulinarisch

Palak Paneer oder Spinat einfach himmlisch indisch

Als mir mein Freund von seinem indischen Lieblingsgericht erzählte, was es in allen Variationen in Indien gibt, war ich neugierig geworden. Spinat und ein indischer Frischkäse sollten die Hauptbestandteile sein. Seinen sehnsüchtigen Blick konnte ich mir kaum erklären. Spinat und Käse sollten das kulinarische Erlebnis sein? Also begab ich mich auf die Suche und ja, er hatte Recht. Es gab die unterschiedlichsten Rezepte, doch eins hatten sie alle gemeinsam. Palak (Spinat) und Paneer (indischer Frischkäse). Da es letzteres nirgends zu kaufen gab, war selfmade angesagt und das gestaltete sich nicht so schwer wie ich zunächst dachte. die Rezepte von http://www.reisehappen.de und http://www.fernsuchtblog.de haben mir am besten gefallen. Die Kombination von beiden mit der zusätzlichen Zugabe von Kartoffeln hat dann mein persönliches Palak Paneer perfekt gemacht. Und keine Angst vor der Käseherstellung, es war, wie meine Tochter sagen würde, pippieierleicht.

ZUTATEN FÜR PALAK PANEER FÜR 4 PERSONEN:

Zutaten:

Für den Käse:

1 Liter Milch (3,8% Fett)
Saft von 1 ausgepressten Zitrone

4 EL Kokosöl oder Ghee (geklärte Butter)
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
2 cm Ingwer
1 kleine Dose geschälte Tomaten
4-5 geschälte und gewürfelte Kartoffeln
1/2 TL Kreuzkümmel
1/2 TL Chilipulver
1/2 TL Kurkuma
1/2 TL Korianderpulver
1/2 TL Garam Masala
1 Chilischote
1 TL Salz
500 g Blattspinat oder junger TK-Spinat gehackt
100 ml Sahne

Zubereitung:

Zuerst die Milch in einem großen Topf zum Kochen bringen. Immer wieder umrühren, damit die Milch nicht anbrennt. Dann den Zitronensaft in die Milch gießen und unter Rühren die Milch aufflocken lassen. Ween sich die geronnene Milch vollständig von der Molke getrennt hat, Topf vom Herd ziehen und zunächst über ein engmaschiges Sieb abgießen. Anschließend in ein Küchen- oder Mulltuch geben und die restliche Molke ausdrücken, bis ihr diesen schönen, weißen Käseklumpen wie auf dem Bild habt. Anschließend bis auf 1 cm Dicke flach drücken und für einige Stunden in den Kühlschrank stellen. Den Käse kann man natürlich auch schon am Abend vorher zubereiten.

Die Zwiebel, den Knoblauch und den Ingwer schälen und fein würfeln und in dem ausgelassenen Fett in einem hohen Topf oder Wok scharf anbraten. Anschließend die Gewürze und die klein geschnittene Chilischote dazu und kurz mitbraten. Mit etwas Wasser ablöschen, den klein gehackten Spinat, die geschälten Tomaten, die gewürfelten Kartoffeln und die Sahne hinzufügen und etwa eine viertel Stunde auf kleiner Flamme köcheln lassen. Zum Schluss das Salz und den gewürfelten Käse hinzufügen und vorsichtig verrühren. Mein Käse hat sich etwas „verkrümelt“, was dem Geschmack aber in keinster Weise geschadet habt. Eventuell mit etwas Honig abschmecken, wenn euch die Säure der Tomaten etwas zu stark ist. Und dann Augen zu und genießen, als wenn du in Colaba, einem Stadtteil im südlichsten Zipfel Mumbais sitzt. Denn genauso schmeckt mein Palak Paneer, wie mir mein Freund versichert hat. Ein größeres Kompliment gibt es wohl nicht. Viel Spaß beim Nachkochen und erzählt mir, wie für euch die Reise ins kulinarische Indien war.

© Sunny Möller

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Allgemein, Alltagstauglich

Ich bin kein Foodblogger – eigentlich

Ich bin ja kein Foodblogger und doch reizt es mich hin und wieder, euch hier mit meinen kulinarischen Ergüssen zu erfreuen. Da „Es ist wieder Saison, Baby“ großen Zuspruch gefunden hat, würde ich euch gern einladen, mir eure kulinarische Saison-Idee per sunny2009de@yahoo.de zuzuschicken. Schreibe etwas über dich und/oder deinen Blog und zack bist du dabei! Ich freue mich sehr auf deinen Beitrag!

Thema diese Woche: BÄRLAUCH

Alltagstauglich

Rein oder Raus???

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Als bekennender Jamie Oliver Fan führte mich mein Weg letzte Woche zu der Buchhandlung meines Vertrauens.

Da die großen Buchhandlungen mittlerweile eine Rundum-Betreuung anbieten, saß ich mit seinem neuesten Werk „Jamies 15-Minuten-Küche“ in einer chilligen Leseecke, mit einem durchaus trinkbaren 1-Euro-Kaffee-Latte und schmökerte durch die trendigen, kulinarischen Genüsse.

Von der Pasta bis hin zum Schwein, zwischendrin ein leckerer, Kräuter zerreibender Jamie, der Mann macht Appetit, in jeder erdenklichen Art. Irgendwie sexy. Ein junger Kerl, der seine von Hand gezogenen Tomaten mehr liebt, als die Pulle Bier vor der Glotze. Und der riecht bestimmt auch gut. So eine Mischung aus aphrodisierendem Kräutertopf und frisch gebackenem Naanciabattatoasthawaiisuperbrot (mit gerösteten, glasierten, seitlich kandierten, mit Liebe überzogenen Pinienkernen)…..ob er einen wohl zwischendurch Häppchen in den Mund gleiten lässt….Krümel im Mundwinkel wegküssend….? Was? Ich schweife ab.

Es gibt doch auch andere Trendköche. Mein Weg führt mich zurück zum Regal.

Tim Mälzer! Hier und da als deutscher Jamie gefeiert, erinnert er mich doch beim Kochen seiner Knorr-Kulinade eher an sein Hamburger In-Restaurant ‚Bullerei’. Und in seinen Kochshows rennt immer seine, Lebens teilende Kopfhörerassistentin durchs Bild und sie freuen sich über Dinge, die nur sie verstehen.

Henssler? Ja, geht.

Die Kochprofis? So ein bisschen Frauentauschatmosphäre mit Töpfen.

Lafer? Der freut sich beim Stopfen einer Gans so sehr, dass ich nicht wissen möchte, was er so in seiner Freizeit treibt.

Als ich schließlich bei Ruth Moschners ‚Backen für Angeber’ (als nächstes kommt bestimmt Till Schweiger´s ‚Kochen ohne Ohren’) angekommen bin, wandert mein Blick ins Nachbarregal.

‚Kotzt du noch, oder lebst du schon? ‚Mein Leben mit der Bulimie’, dicht gefolgt von der ‚2-Stunden-Diät‘ und ‚Mein Leben mit der Diabetes’.

Jamie flüstert mir ins Ohr. „Ich verwende nur Fett reduzierte Lebensmittel und frische Kräuter, mein Essen macht schlank, schön und zufrieden….“ Doch diesmal kann er mich nicht besänftigen. Was soll das? Sollen hier die Zuckerkranken geärgert werden, indem sie sehen, dass ein Tortenstück der vollblondigen Busine schon mehr Broteinheiten hat, als sie die ganze Woche über zu sich nehmen dürfen? Oder Essen und Kotzen ohne Reue, leicht gemacht? Soll mir der Spaß am Essen verdorben werden, weil ich jedes Mal meinen BMI neu berechnen muss?

Ich bezahle meinen Jamie und begebe mich ins nächste Kaffee. Frankfurter Kranz satt, für 4,99!!!

© Sunny Möller