Allgemein

Das ABC der Nachhaltigkeit: E

E

wie Eier

So um die 240 Eier isst jeder Deutsche so im Jahr. Entweder als Frühstückseier, verarbeitet in Kuchen, Nudeln und so weiter. Bis vor kurzem wussten viele nicht, dass das lukrative, deutsche Huhn nur zu zweierlei Zwecken gehalten wird. Entweder als Leghenne zur Eierproduktion oder als Masthuhn zum Verzehr. Habt ihr euch schon einmal gefragt, was mit den kleinen, zukünftigen Hähnen passiert? Also die haben keinen wirtschaftlichen Nutzen. Sie legen keine Eier und zum Aufessen ist einfach zu wenig dran. Während in vielen menschlichen Kulturkreisen die Geburt eines Mädchens eher ein Minusgeschäft ist, so bleibt in der Hühnerwelt die männliche Nachkommenschaft auf der Strecke. Und das in einem Ausmaß, bei dem uns ab sofort jedes einzelne Ei quer im Hals stecken bleiben sollte. Sie krähen weder jemals auf dem Heuhaufen eines tierfreundlichen Biohofes, noch gründen sie jemals eine Familie mit einer niedlichen Kükenschar.

Sie werden mit circa 50 Millionen anderer männlicher Küken in minutenlangem Todeskampf vergast.

https://www.peta.de/eier

https://www.ndr.de/info/programm/Wenn-Bruderkueken-am-Leben-bleiben,bruderhahn126.html

Am besten wäre es natürlich, wenn wir komplett auf den Konsum von Eiern verzichten würden. Wer das nicht kann oder will, sollte sich auf jeden Fall auf der Seite

https://www.bruderhahn.de

informieren, wie man vielleicht ein bisschen nachhaltiger am Sonntag sein Frühstücksei genießen kann und über kurz oder lang darüber nachdenken, welche Eialternativen es gibt. Wusstet ihr zum Beispiel, das man das Wasser von eingekochten (Dose) Kichererbsen zu einem richtig tauglichen „Ei“-Schnee verarbeiten kann? Vielleicht bringen euch ja ein paar meiner Ideen auf den Geschmack. Bis heute wusste ich nicht, dass eine Banane der perfekte Ersatz von Eiern beim Backen ist.

https://vebu.de/essen-genuss/pflanzliche-alternativen/eiersatz-die-besten-ei-alternativen/

https://www.springlane.de/magazin/rezeptideen/eischnee-vegan-kichererbsenwasser/

Wenn ihr euch einmal eilos versucht, erzählt doch mal von euren Erfahrungen. Jede eifreie Idee ist herzlich willkommen.

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Kulinarisch

Ruckzuck-Schwarzwälder-Kirsch vom Blech – unglaublich glutenfrei

Ich beschäftige mich seit einiger Zeit mit glutenfreier Ernährung. Bin ich allergisch oder habe ich eine Unverträglichkeit? Keine Ahnung. Allerdings habe ich in letzter Zeit das Gefühl, dass mir der Weizenkonsum etwas zu schaffen macht. Ich war und bin ein wahrer Weizenjunkie, Vollkorn und Konsortien ist nicht so mein Ding. Scheint ohnehin ein nordisches Phänomen zu sein, denn kaum jemand auf der südlichen Halbkugel isst dunkles Brot, hat aber weder mehr Verdauungsprobleme als der gemeine Vollkornbrotesser noch anderweitig mehr Krankheiten oder Störungen.

Komischerweise habe ich in anderen Ländern dieses Weizenproblem nicht. Entweder bin ich dort entspannter oder der Weizen ist ein anderer. Lange Rede, kurzer Sinn, mein Liebster hatte Geburtstag und eine Schwarzwälderkirschtorte musste her. Die gibt es genau einmal im Jahr und es darf auf keinen Fall eine andere sein. Da ich keine Lust auf die klassische Version hatte und zusätzlich das Ganze noch glutenfrei gestalten wollte, machte ich mich auf die Suche.

Glutenfrei bedeutet oft Reismehl, Maismehl, etc. pp. und viefach schmeckt alles nicht so richtig kuchig, brotig oder pizzig. Ganz anders der Kuchen, gepostet auf http://www.springlane.de! Ich suchte in der Zutatenliste verzweifelt nach einer glutenfreien Mehlsorte. Ich dachte erst, sie haben was vergessen im Rezept, aber nein, es gehört genau so und schmeckt einfach fabelhaft. Ich habe beim Boden eine Mischung aus Gummi und Pudding erwartet, doch es war einer der besten Schokoböden, die ich bisher gegessen habe. Probiert es aus. Unverträglichkeit oder nicht, der Kuchen ist wirklich ein Genuss! ❤

Natürlich gibt es das Rezept direkt bei Springlane, bei mir in etwas geänderter Version, weil mir sowohl die Menge der Kirschen als auch der Sahne zu wenig waren.


Zutaten Boden:

1 Tasse(n) Pflanzenöl, geschmacksneutral
1 Tasse(n) Zucker
5 Eier
3 Päckchen Schokoladenpuddingpulver
1 Päckchen Vanillepuddingpulver
1 Päckchen Backpulver

Für die Kirschfüllung

2 Gläser Sauerkirschen (Abropfgewicht 350 g pro Glas)
2 Päckchen Vanillepuddingpulver
6 Esslöffel Kirschwasser

Für die Sahnefüllung

750 g Sahne
3 Päckchen Sahnesteif
2 Teelöffel Vanilleextrakt/Vanillezucker
3 Teelöffel Zucker
Zum Dekorieren
1 Päckchen Schokoladenraspeln

Besonderes Zubehör

tiefes Backblech (Fettpfanne)


Zubereitung:
1.

Backofen auf 200 °C Ober-Unterhitze vorheizen. Backblech einfetten.

2.

Für den Teig Öl mit Zucker, Eiern, Schokoladenpuddingpulver, Vanillepuddingpulver und Backpulver 10 Minuten miteinander verrühren.Teig auf das Blech streichen. Im heißen Ofen 15 Minuten backen.

3.

Für die Kirschfüllung etwas Kirschsaft mit dem Vanillepuddingpulver verrühren. Anschließend zusammen mit Kirschen und restlichem Kirschsaft aufkochen. Kirschwasser unterrühren. Kirschmasse auf dem noch heißen Kuchen verteilen. Vollständig auskühlen lassen.

4.

Für die Sahneschicht Sahne mit Sahnesteif, Vanilleextrakt und Zucker aufschlagen. Auf den Kuchen geben. Mit Schokoladenraspeln dekorieren.

P.S: Ich weiß nicht, ob alle Puddingpulversorten glutenfrei sind, die von Dr. Oetker sind es auf jeden Fall!