Allgemein, Alltagstauglich

Good old times…

When I am going durch the city the last days, I was kind of nostalgisch. The streets are full with kids and teens with little Bildschirmen in front of their gesichter. Tipping, mailing, whats apping, spieling, twittering, facebooking, no unterhalting. I don´t want to copy my Oma with the Spruch „Früher war alles besser!“, but sometimes…..

Thinking about my Kindheit. With no I-Phones, Androids and Laptops. Think about my son when I starting wegnehming his Elektro stuff. He looks like someone who verloring a loved one, air-klicking with his Daumen.

Think about my Schulzeit. We spend our Pausen with Gummitwisthüpfing with kind of Schlüpfergummi. Talking about Jungs, lästering and flirting for real, with real Berühring and real Angrinsing. You could hear the LOL! Laut! In to the face!

And we were masters of Zettelschreibing while teachers unterrichting. „Do you want to go with me? Cross. Yes, No, decision after knutsching.“ We played Käsekästchen and Schiffe versenken on Rechenpaper. And we had books. Books made of paper. Knistering, smelling and looking like books.

And what about music? I had tapes and starting Aufnehming from the radio. Waiting for my song, erwisching only the end with the dump Gelaber from the Moderator. And we must spuling. More spuling than hearing. And abspieling on a Plattenspieler. First LP from Barry White. Long Play!!! It says alles!

And then? Then comes PacMan! And the first computer for playing. Commodore 64. Only one Kind in the Dorf had one. We are pilgering to him. Playing tennis with two Balken and a beweging point on the Bildschirm. And we loved it. Starting of the electric Drogensumpf.

And today? Tipping on my Mac, whats apping on my mobile, had a cloudplayer for my music and a Kindle which I cannot blättering. And always suching wlan and a Aufladekabel.

I miss the good old times….sometimes.

(c) Sunny Möller

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Allgemein

Du siehst zwar nicht so aus, aber…

Wer mich kennt weiß es, wer nicht, der erfährt es jetzt! Ich gehe überhaupt nicht gern zum Arzt! Aber ab und an muss es dann leider doch sein. Ich schleppe mich seit geraumer Zeit mit so extremen Rückenbeinfußhalsüberhauptallesschmerzen durch die Gegend, dass ich heute doch einmal den Weg zum Arzt meines Vertrauens gewagt habe. Ich kenne ihn schon ewig und er ist der einzige Arzt, dem ich vertraue.

Im Wartezimmer fing der eigentliche Spaß schon an. Es rotzte, triefte, röchelte und blähte aus allen Richtungen. Ich fühlte mich einen Moment lang als das einzige sozial kompatible Krankheitswesen. Ich hatte Rücken, nicht ansteckend! Ich versuchte so wenig wie möglich zu atmen, für ein Taschentuch vorm Mund war ich zu feige, lieber rechnete ich mit einem emphatischen Kreislaufkollaps. Dann war ich endlich dran.

Ich: „ich habe fast jeden zweiten Tag einen steifen Nacken!“

Arzt: „Hmmm…“

Ich: „Und mein Lendenwirbel tut ständig höllisch weh!“

Arzt: „Hmmm…“

Ich: „Und die Knie erst, wenn ich den ganzen Tag gestanden habe!!!“

Arzt: „Ahhh, ja…“

Ich:“Sebastian, ich habe dauernd ganz schlimme Schmerzen!!! Könnte das vielleicht ein Bandscheibenvorfall sein? Oder doch MS? Der Verdacht wurde vor 10 Jahren ja mal ausgesprochen. Ich bin dann halt nicht mehr zu den Untersuchungen gegangen! Aber ich hatte doch diese Läsionen im Gehirn!!!!“

Arzt:“Ich weiß nicht, wie ich es dir sagen soll, Sunny! Aber ich denke, wir müssen jetzt mal Klartext sprechen.“

Ohh nein, ich spürte, wie mir jemand die Kehle zudrückte. Ich wusste es, es ist ein MS-Schub, ganz bestimmt sogar. Ich habe es doch die ganze Zeit gewusst.

Ich:“Ist es MS?“

Arzt:“Nein. Man sieht es dir auch noch überhaupt nicht an.“

Oh mein Gott, es ist was Schlimmeres. was sage ich meinen Kindern??? Emma ist erst 8!!!

Ich:“Sag es mir, bitte!!!“

Arzt:“Du wirst alt!“

Ich:“Waaaaaaaaaaaaaaaas?“

Arzt:“Du bist über 40, da geht es langsam los!“

Ich:“Aber ich rauche nicht mehr!“

Arzt:“Das ist gut.“

Ich:“Auf Zucker verzichte ich auch größtenteils!“

Arzt:“Das ist toll.“

Ich:“Fleisch gibt es nur noch ganz selten und wenn, dann nur Bio!“

Arzt:“Das ist auch nicht schlecht.“

Ich:“Was kann ich denn noch tun?“

Arzt:“Nix! Möglichst so weitermachen und in Würde altern. Du bist doch ansonsten noch prima in Schuss.“

Zwei Minuten später stehe ich draußen vor der Arztpraxis. ich suche meinen Autoschlüssel, neben mir fahren zwei Mittsiebzigerinnen mit einem Rollator vorbei und lächeln mich verschwörerisch an. Verdammt, die denken, ich bin bald eine von ihnen!!! Ich überlege, ob ich sie beschimpfe. Ach Mist, alt werden ist doch irgendwie blöd, aber jung sterben ist auch scheiße. Gestern war ich doch noch jung und schön und heute soll ich plötzlich nur noch ganz gut in Schuss sein? Da mach ich nicht mit. Immerhin habe ich mein Handy gefunden. Ich wähle die Nummer meiner Freundin Charly.

„Hallo?“

„Charly, ich werde alt!“

„Schon wieder?“

„Dieses ganze Gesundheitsgedöns, Sport und das alles bringt doch gar nix!“

„Ich habe noch ne Flasche Sekt!“

„Ich komme vorbei!“

© Sunny Möller

Zeitgeschehen

Ich werde nicht älter…..

….das Licht wird nur schlechter.

Ich weiß gar nicht genau, wann das angefangen hat. Wann ich das erste Mal über das Älterwerden nachgedacht habe. Ist noch gar nicht so lange her. Ich glaube, es war auf einer dieser Ü-30 Partys, bei denen man ab 30 keinen Eintritt mehr bezahlen muss. Hat ja irgendwie was Bedürftiges. Auf jeden Fall, hatte ich schon meinen Ausweis gezückt, weil ich jedes Mal auf diesen Partys hörte: „Süße, 30 bist du doch noch nicht. Ausweis bitte!“

Ich wollte dem Kassierer schon mein Altersdokument entgegenstrecken, da winkte er mich einfach durch. Er winkte mich einfach durch. Es war wie bei der Warenkontrolle am Fließband, ich kam nicht in die gute Kiste der Qualitätsprodukte. Ich fiel in den Sack für die 1-Euro-Märkte. Irgendwie war der Partygenuss für diesen Abend etwas getrübt.

Zwei Tage später war es dann soweit. Meine Nivea-Creme wurde durch ein „Q10-Hyaluronsäure-Mission-bügelglatt-Produkt“ ersetzt. Es wurde ab sofort nicht mehr gecremt, es wurde eingeklopft.

Gestern hatte ich dann noch einen Termin beim Hautarzt. Ich gehe ja überhaupt nicht gerne zum Arzt…..kaum zu glauben, nach den letzten beiden Geschichten. Aber wie das so ist, mit dem Älterwerden. Die Einschläge kommen schneller. Es sollte nur eine Vorsorgeuntersuchung werden. So etwas wie mich nennt man überproportional pigmentiert. Muttermale und Sommersprossen geben sich die Klinke in die Hand, um auf meinem Körper ein lustiges Rätselbild zu entwerfen. Frau Doktor kam mit Lupe. Ich hatte viele Fragen.

„Das Muttermal an meinem Hals stört mich ein wenig. Kann man das wegmachen lassen?“

Ein vergrößertes Augen schmunzelte mich an.

„Das ist kein Muttermal! Das ist ein Altersfleck!“

„WAAAAASSSSS?“

„Keine Angst, das haben auch schon ganz junge Frauen!“

Sie wollte mich nur trösten.

„Also, das sieht alles gut aus. Kann ich sonst noch was für Sie tun?“

„Was kostet es eigentlich, wenn Sie mir Hyaluronsäure spritzen?“

Sie zog die Riesenlupe erneut an ihr Auge. Sie kam näher. Sie machte hmm, hmm, hmmm…und pffffff…….und ja, ja. Sag jetzt schnell was, Frau Doktor, sonst buche ich ein komplettes Facelifting und lass mir die Haut hinter die Ohren ziehen.

„Also Sie haben ja noch ein sehr junges Hautbild für Ihr Alter! Wir sprechen hier von einer beginnenden Faltenbildung. Jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt, mit der Behandlung anzufangen. Haben sich erst Faltennarben gebildet, wird es schwer, ein junges Aussehen wieder herzustellen.“

„Wieviel?“

„Also für die Nasolabialfalten und die Glabellafalten brauche ich zirka zwei Ampullen. Da liegen wir ungefähr bei 600 Euro! Nach der dritten Anwendung kommen die Falten nicht mehr wieder!“

Das würde also bedeuten, ich sehe mit 80 noch aus wie Mitte 30, zumindest solange ich angezogen war und nur mein Gesicht aus der Kleidung guckte.

Ich verließ die Praxis mit einem Prospekt und einem neuen Termin. Ich nannte es Projekt „Jungbrunnen“!

Als ich mittags meinen 9-jährigen Sohn von der Schule abholte, fiel er in meine Arme und sagte:

„Mami, du bist ja echt noch ein heißer Feger! Du siehst aus wie 18!“

Fast hatte ich vergessen, wie unwichtig als Kind die Zeit, das Alter war.

Zuhause stellte ich mich vor den Spiegel. Ich schaute mich an. Du hast viel erlebt, das sieht man. Hinter der Erfahrung, das junge, naive Mädchen, erkennt man. Ich lächelte mich an! „Du siehst so jung aus, Sunny!“

…….gut, ich hatte vergessen, das Licht anzumachen, aber wer wird denn so kleinlich sein?

© Sunny Möller