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Don’t forget to hüpf

(c) Sunny Möller

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Alltagstauglich

Mann – glücklich – eine Gegendarstellung

Mein Artikel „Mann-glücklich“ wurde leider nicht von allen Seiten positiv aufgenommen. Ein paar Männer waren tief getroffen!

„Sag mal Sunny, spinnst du jetzt eigentlich total?“

Gespräch mit einem guten Freund.

„Wie stellst du uns denn dar, als eine Horde schwanzgesteuerter Hirnamputierter!“

„Aber wenn ihr so am glücklichsten seid!“

Ein empörter und sogar leicht gekränkter Blick schlug mir entgegen. Das könnte jetzt interessant werden. Er holte Luft, das sprach für mehr als ugga ugga.

„Was glaubst du eigentlich, warum wir uns wieder so zurückziehen? Weil man Euch Frauen ohnehin nichts recht machen kann!“

´Euch Frauen´ stimmte mich immer leicht aggressiv.

„Ständig liest und hört man von Euch, wie der Traummann zu sein hat! Gut sollte er aussehen, Humor muss er haben, Geld auch nicht unwichtig, verständnisvoll, gefühlvoll, zärtlich, intelligent, treu, und und und! Vielleicht haben wir uns irgendwann wieder mehr auf unseren Schwanz konzentriert, weil der einfacher zufrieden zu stellen ist. Denn was passiert denn, wenn du für die Frau deiner Träume der Märchenprinz sein willst?

„Emanzipiert wollt ihr sein, aber einen Mann ansprechen, um Gottes Willen. Nachdem wir ordentlich gekratzt haben, lasst ihr euch eventuell zu einem Date hinreißen, was natürlich, trotz Gleichberechtigung, von uns finanziert wird. Wo läge auch Euer Wert, bei getrennten Kassen? Wenn wir Pech haben, müssen wir uns beim Essen dann auch noch anhören, was ihr schon für scheiß Typen kennengelernt habt, die die moderne Frau von heute, nicht ansatzweise zu schätzen wissen.

Ihr wollt zwar Kerle, starke Männer, die euch erobern, halten und beschützen. Aber das reicht schon lange nicht mehr!

Zeigst du große Gefühle, bist du ein Weichei, hältst du sie zurück, ein Arschloch. Machst du viele Geschenke mutierst du zum Schleimer, bei zu wenig zum Geizhals. Hörst du zu, schweigt sie. Gehst du, will sie reden. Trinkst du, bist du ein Säufer, tendierst du zum Wasser, die Partybremse. Wirst du angeflirtet, ein Ficker, wenn nicht, der Ladenhüter. Sagst du ja, will sie nein. Du kannst es nicht richtig machen! Niemals!“

Ich musste schlucken. Hatte er recht? Waren wir nie zufrieden? Konnte ER nie gewinnen?

„Und weißt du Sunny, was das Schlimmste an der ganzen Sache ist?“

„Was?“

„Die Guten vergesst Ihr! Eure größten Lieben sind immer die Arschlöcher!“

Ich dachte nach. Versuchen wir unsere Männer zu unterdrücken und klein zu halten, damit sie nicht ihrer wahren Bestimmung folgen können? Reizt uns der Reiz „beherrscht“ zu werden und wollen wir es uns nur nicht eingestehen? Der sensationelle Erfolg von „Shades of Grey“ wäre erklärt!  Vielleicht haben auch wir die Höhle nie richtig verlassen…..

© Sunny Möller

Alltagstauglich

Mann – glücklich

Seit „Shades of Grey“ beschäftigt mich das Thema „Mann“ relativ stark. Was brauchen sie eigentlich wirklich, um mit uns glücklich zu sein? Wollen sie uns wirklich beherrschen? Und glauben wir vielleicht, durch unser ständiges Gemecker, hätten wir den Klaps auf den Po verdient? Da Männer in Gegenwart ihrer Frauen häufig einen sehr angestrengten Blick haben, wollte ich herausfinden, ob man daran etwas ändern kann. Denn ständig dieses gequälte Blähgesicht hält auch die stärkste Frau nicht aus.

Google sollte helfen und bei den Begriffen „Mann glücklich“ ist das allererste Ergebnis: „Sextricks! So machen Sie Ihren Partner glücklich!“ Bei dem Gegenversuch „Frau glücklich“ war einer der Top 5: „Versichern Sie ihr, dass sie nicht zu dick ist….!“ Aber es geht mir ja hier um die Männer!

Was ist denn mit den guten Gesprächen? Literatur? Kunst? Probleme? Halten Männer das nur aus, um zum Schuss zu kommen? Ich wollte es nicht wahrhaben und wagte sogar einen selten vorkommenden Blick auf die zweite Google-Seite. Ergebnis: „Lassen Sie ihn in Ruhe Fußball gucken, gekühltes Bier und Tiefkühlpizza reichen zur Ernährung vollkommen aus und himmeln sie alles an, was er tut und sagt! Und wenn es nur der Rülps nach dem eben erwähnten Bier ist!“

Ist es wirklich so einfach, ist da wirklich nicht mehr? Beim zweiten Kaffee, dieses Mal mit Schuss erzählten mir die Ninas, Tinas und Sandras dieser Welt von ihren Sextricks:

Worauf fährt ER ab?

Mein Gestöhne: Angeblich gebe ich höchst erregende Töne von mir, die fast schon wie ein Röcheln klingen. Ein bisschen wie ein wildes Tier und anscheinend mache ich dabei auch ganz viel „Grrrrr“! Nina (28)

Wenn ich Lust auf einen Mann habe, fixiere ich beim Sprechen seinen Mund: Das ist sehr diskret und gleichzeitig sehr wirkungsvoll. Der Gesprächspartner wird verwirrt, bekommt aber kein eindeutiges Signal und das bringt ihn durcheinander. Probiert es aus: Er findet dich dann unglaublich sexy und kann sich selbst nicht erklären, warum! Manuela (25)

Ich bin eine begeisterte Töpferin. Vielleicht habe ich deshalb eine ganz besondere Beziehung zu Berührungen und Gegenständen. Ich sage einem Mann nie, dass ich Lust auf ihn habe, aber ich habe anscheinend eine Art, mein Glas, mein Besteck oder alles, was ich sonst in die Hand nehme, mit einer geradezu hypnotischen Sinnlichkeit zu berühren. Anke (32)

Wenn ich komme, ohne meinen Partner anzuschauen, habe ich das Gefühl, dass ich bescheiße. Ich muss ihm in diesem Augenblick ganz tief in die Augen schauen, ganz egal, in welcher Position wir gerade sind. Das macht diesen Augenblick unglaublich intensiv! Stefanie (27)

Okay, was glaubt Ihr, tue ich jetzt??? Natürlich!!!! PRAXISTEST!!!!

Samstag Abend, irgendwie zwischen Pizza, die im Ofen hochgeht, 1ter Liga und gut gekühltem Bier:

Viertel vor acht, gleich geht´s los! Mein Mann macht den Fernseher aus. Sein Team hat gewonnen, guter Start!

„Pizza, Schatz?“

„Gerne!“

„Schmeckst Dir Liebling!“

„Hmmmm, ja ganz gut!“

„Ich liebe das, wie Du hmmmm sagst, total schön!“

Er wird misstrauisch. Bitte, bitte, kein Blähgesicht!!!! Dranbleiben Sunny, dranbleiben!!!!!!

„Wie war denn Deine Woche? Erzähl mir von Deiner Arbeit! Interessiert (gähn) mich total, was du wieder Tolles erlebt hast!“

Sein Blick wird sanfter!

„Echt?“

„Ja, total!!!!“

„Also wir waren ja auf dieser Messe und da hat mein Kollege gesagt, bla, bla, bla, bla blubb, bla bla di bla bla bla bla…………….“

Das kann jetzt dauern. Ich hätte mir Nagellack mitnehmen sollen, hätte ich auch was machen können. Aber ich muss mich schon konzentrieren, damit ich zur richtigen Zeit die „Ahhhs“ und „Ohhhs“ einbaue….

 „Verstehst Du, was ich meine Sunny?“

„Total! Finde ich echt gut, wie Du das alles hinkriegst!“

„Was denn genau?“

Scheiße!

„Na alles, Schatz!“

„Danke!“

Puuuhhhhh…

„Gerne!“

Die Einleitung war schon ganz gut. Ich denke, jetzt kann ich anfangen! Ich werde es ihm so richtig besorgen und aus ihm einen glücklichen Mann machen!

Ich starrte auf seinen Mund! Er starrte irritiert zurück.

„Hab ich Salami zwischen den Zähnen? Warum glotzt du mir denn so auf den Mund?“

Ich atmete schon mal ein bisschen schneller!

„Grrrrr, ich weiß auch nicht, rrrrrrr!“

Ich nahm schnell eine Gabel in die Hand und machte lasziv mit ihr herum.

„Was hast du denn mit der Gabel vor? Pass auf, dass du sie dir nicht ins Bein stichst!“

„Würde dich das scharf machen, Schatz? Oder möchtest du mich ein bisschen stechen?“

Ahhhhh, oh Gott! Möchtest du mich ein bisschen stechen???? Du sinkst tief für eine Fallstudie, meine Liebe! Ich schaute ihn an. Er lächelte…Häähhh?

„Du bist ja ein richtig geiles Mäuschen!“

Er fuhr wirklich drauf ab!!! Und er sah richtig glücklich aus! Aus „meine Güte Sandra“ wurde „ein richtig geiles Mäuschen“……Ich brachte die Teller in die Küche. Bitte nicht, nicht mein Mann. Er ist gebildet, belesen, kultiviert!!! Er fasste mich von hinten an die Hüften.

Ich dachte an das Angucken! Wenn das nach hinten losgeht, habe ich morgen einen steifen…..Nacken!

© Sunny Möller