Allgemein

Ich bin

Ich sehe nichts.

Ich sehe dich.

Ich höre nichts.

Ich höre dich.

Ich fühle nichts.

Ich fühle dich.

Ich schmecke nichts.

Ich schmecke dich.

Ich bin nichts.

Du bist alles.

Deine Augen, unendlich, deine Stimme so warm, deine Haut, so berauschend, dein Kuss, so süß, nicht immer alles, doch ganz viel das.

(c) Sunny Möller

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Wortkunst

Die Ent-scheidung

Ist die Scheidung eine Trennung,
so zieht sie Schlechtes hinten dran.
Lässt das eine fallen um das Zweite zu erwählen.
Und wenn ich nicht will oder nicht kann?
Entdeckung und Entwicklung sind mir da die liebsten
Mit dem Ent oder kennt,
ihr andre dieser Wörter,
die kein Unbehagen nennt?

 

© Sunny Möller

Wortkunst

Blau und Weiss

Ungebändigt steht sie da,
Tod und Leben ziemlich nah,
verbrennt sorglos jede Last,
denkt nicht einen Bruchteil des Moments,
an das was kann, was ist, nicht einmal fast.
Und fragst du dich, wo brennt’s?
Im Innern wünscht ich,
blau und weiß,
brenn für mich,
mach Kaltes wieder heiß.

(c) Sunny Möller

Allgemein, Wortkunst

Ihr Blick

Ihr Blick ist vom Geschehen dieses Lebens
so grau geworden, jenseits heller Töne,
einst angetrieben, in der Gier des Strebens,
sind nur geblieben der Wahrheit bittre Löhne.

Irgendwann da stand sie stark in jeder Mitte,
kein Zweifel im Glauben an das Glück,
nun schluckt der Argwohn jede Bitte,
ungesagt ins Herz zurück.

Wenn ihr jetzt denkt, das war das Ende,
sie versinkt bloß stumm in ungelebter Pflicht.
Seht nur, plötzlich hebt sie ihre Hände
und berührt mit liebenswerter Geste eure Sicht.

(c) Sunny Möller