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Das ABC der Nachhaltigkeit: B

B

Bitte lokal

Zitronen, Mangos, Erdbeeren und der allseits beliebte Spargel, den bekommt man mittlerweile das ganze Jahr und wir haben uns einfach daran gewöhnt, auch mitten im Dezember unser Eis mit frischen Erdbeeren genießen zu können. Mit welchem Rattenschwanz dieser Genuss allerdings auf unseren Tellern landet, weiß niemand so genau. Oder vielleicht auch doch, zumindest ein bisschen. Aber egal, wir wollen es und wir kriegen es. Dabei sollte man sich doch wirklich mal die Mühe machen und herausfinden, was saisonal gerade angesagt ist. Dafür gibt es eine richtig coole Seite, die sogar noch saisonal Rezepte dazu liefert:

https://www.regional-saisonal.de

Na ja, das ist ja schön und gut, aber ich will ja schließlich auch mal essen gehen oder so. Gut, ich gebe zu, das ist nicht immer ganz einfach, aber auch hier gibt das www reichlich Infos, wo man sich schlau machen kann:

https://www.greentable.de/das-nachhaltige-restaurant/

Und beim Green Table gibt es einiges zu stöbern und zu informieren. Ich fange auch erst jetzt so richtig an mich einmal ausführlich mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Ich meine ich kaufe regional, versuche möglichst wenig Müll zu produzieren, aber wenn man einmal tiefer in das Thema einsteigt, dann raucht einem die Rübe. Die hat im Moment übrigens auch Saison.

Das sind zwei Tipps, vielleicht kennt ihr noch mehr und helft mir auf die nachhaltigen Sprünge. Wir sehen uns beim C. Knutscher Sunny ❤

Und vorm Schlafengehen noch eine kleine Umfrage. Ich bin ganz gespannt auf eure Antworten!(max. 3)

© Sunny Möller

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Allgemein, Alltagstauglich, Kinderwelt, Stimmungslage

Fridays for Future

© spruch-des-tages.org

Greta Thunberg hat uns alle wach gerüttelt. Ein 16jähriges Mädchen, über das die Weltpresse schreibt, die ml als die Frau des Jahres betitelt und von anderen wieder als das behinderte Kind mit den geldgeilen Eltern. Für mich ist sie weder das eine noch das andere, sondern, sicherlich auch durch das Asberger Syndrom initiierte Fokussierung auf ein klares Ziel, was sie keinen Moment aus den Augen verliert. Wer weiß, vielleicht ist im Grunde genommen jedes Kind so, solange man ihnen nicht durch Regeln, Bevormundungen, Zwänge und „nur das Beste wollen“ die Neugier und die Lust am Interessieren genommen hätte.

Es wird darüber gemeckert und geschimpft, dass diese dumme, ignorante, faule, ständig vor der Glotze hängende Smombie Generation das ja nur machen würde, weil sie Schule schwänzen wollen. Und, dass sie sich von ihren Helikopter-Müttern im dicken SUV zur Demo fahren lassen und vorher bei Meckes noch einen Burger mampfen. Tja, meine lieben Kritiker, was glaubt ihr denn bitte, von wem diese Dumpfbackengeneration dieses Verhalten gelernt hat? Von uns Erwachsenen! Oder glaubt ihr ernsthaft, eure Kinder kamen schon mit einem Burger im Hals zur Welt? Wir haben sie ab und an vor der Glotze geparkt, um Ruhe zu haben. Wir haben ihnen mit nicht mal drei Jahren das Smartphone in die Hände gedrückt, damit sie beschäftigt waren, wir haben sie mit dem Auto 1km zum Schwimmkurs gefahren, weil es nach Regen aussah.

Ein Kind ist das Produkt seiner Eltern, Kinder lernen durch Nachahmung. Und wenn Vatti jedes Wochenende vor der Kiste hängt und Fußball guckt, anstatt mit seinen Kindern selbst den Ball zu kicken und Mutti unter Nachhaltigkeit eine neue Verhütungsmethode versteht, dann wundert euch doch bitte nicht, dass unsere Kinder sind wie sie sind. Fangt doch bei euch selber an, anstatt auf alles rum zu hacken und schlecht zu reden, was dieses Mädchen aus Schweden und unsere Kinder da ins Rollen bringen.

Es geht um ihre Zukunft und darum müssen sie kämpfen dürfen!

Ihr benutzt keine Plastiktüten mehr? Super!

Ihr kauft nur noch Gemüse, was Saison hat und zwar in eurem Land? Bestens!

Ihr benutzt keine Frischhaltefolie mehr? Klasse!

Ihr denkt, das ist gar nichts? Ich sage euch, mit jeder Kleinigkeit fängt alles an!

Every day for future!

    Das ABC der Nachhaltigkeit: heute A

A wie App

Klar, wir hängen alle zu oft am Smartphone. Aber bevor weiterhin zu viel Essen weggeschmissen wird, laden wir noch schnell die App Too Good To Go aufs Handy. Sie rettet Restaurantreste vor der Tonne und verrät, wo es übrig gebliebenes Essen gibt. Und die WWF-Einkaufs-App sagt, welche Meerestiere guten Gewissens gegessen werden können. Noch in der Entwicklung, aber vielversprechend ist greenApes. Diese App honoriert Gutes: Wer ins Büro radelt, auf Plastiktüten verzichtet und saisonales Gemüse kauft, bekommt virtuelle Punkte, die dann gegen echte (und klar, nachhaltige) Rabatte und Prämien in lokalen Geschäften getauscht werden können.
(aus donna-magazin)

Und morgen dann das B wie besser!

© Sunny Möller

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Schnipp schnapp, ich bin toll!

Wie oft sagt ihr euch eigentlich selbst, dass ihr toll seid? Und ich rede jetzt gar nicht von großen Karrieresprüngen, dem geschafften Marathon oder dem dicken Gehaltsscheck. Ich rede von den kleinen, ganz alltäglichen Dingen. Eine gute Freundin bat mich bei einem Treffen darum, alle Dinge aufzuschreiben die ich gut kann. Ich jammerte ihr mal wieder die Ohren voll, was ich alles nicht schaffe, dass ich nicht den Erfolg habe, den ich gerne hätte, bla, bla, bla und immer so weiter. Ich kann mich da herrlich reinsteigern.

„Schreib auf, was du alles kannst!“

„Na ja, da kommt jetzt nicht so viel zustande!“

„Kannst du laufen?“

„Klar, das ist ja wohl selbstverständlich!“

„Nein, das ist es nicht!“

„Haben du und deine Kinder genug zu essen?“

Ich schaute auf die Shrimps, die zum Auftauen auf dem Tisch standen.

„Ja klar, sicher. Aber das ist doch kein besonderes Talent oder Leistung.“

„Bist du eigentlich total bekloppt? Sunny, ich hab dich echt lieb, aber manchmal geht mir deine Selbstschlechtmacherei echt auf die Nerven. Los, schreib jetzt auf, was du gut kannst oder was du toll an dir findest! Nicht unter 10 Punkten. Jede noch so banale Sache, von der du denkst, sie sei nicht wichtig.

„Okayey!!!“

1. Ich kann gut zuhören
2. Ich kann gut schreiben
3. Ich kann mit Kindern richtig gut Quatsch machen
4. Ich bin eine gute Freundin
5. Ich bin richtig hübsch
6. Ich kann gut küssen
7. Ich kann mit den Händen meine Zehen berühren
8. Ich kann Kopfstand
9. Ich kann über mich selbst lachen
10. Ich kann faul sein

Punkt Nummer 5 hat sich komisch angefühlt, das kann man doch nicht über sich selber sagen. Doch kann man, muss man sogar. Beim Schreiben dieser 10 Sachen bekam ich auf einmal ein gutes Bauchgefühl. Wir warten immer darauf, dass uns andere gut bewerten, dabei sollten wir die ersten sein, die uns loben oder toll finden. Sch… auf Eigenlob stinkt.

Plötzlich musste ich an den Schnipp schnapp Kelch aus dem Film „Natürlich blond“ mit Reese Witherspoon denken. Man schreibt einen Zettel, was man an jemandem toll, wirft ihn ihn einen „Kelch“ und anschließend zieht jeder einen Zettel und liest ihn laut vor. Und dann „Schnipp schnapp für…

Wir haben es ein bisschen verändert. Abends schreibt jeder einen Zettel für sich und jemand anderen. Am nächsten Tag werden die Zettel vorgelesen. Und dann heißt auch immer wieder schnipp schnapp für mich! Probiert es aus, unglaublich, was diese Art der Wertschätzung für jeden bedeutet. Weil man es einfach zu wenig macht.

Was fällt euch ein? Nennt mir 10 Punkte, warum ihr toll seid!!! Traut euch!!! Schnipp schnapp für euch!!!

© Sunny Möller

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Doppelter Boden

Ich liebe dich, weil ich es nicht anders kann,

ich liebe dich, ohne zu wissen, wohin es führt.

Bin ich bei dir, braucht die Seele keinen Anker,

Von dir getrennt, quält die Sehnsucht den Verstand.

Halte die Richtung, richtungslos und unverwandt.

Suche eine Welt mit doppeltem Boden,

verzweifelt, immer wieder falle ich, sehe dich.

Der zweite Boden bist du nicht,

bist du der erste,

brauche ich den andern nicht.

(© Sunny Möller)

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Der goldene Boden ist leer

Handwerk hat goldenen Boden! Nur scheint niemand mehr auf goldenem Boden wandeln zu wollen. Wo sind sie denn alle geblieben, der allseits bereite Elektro-Eddy, der zusammen mit Leisten-Lutz, Rohr-Ronny und Fliesen-Freddy das Häuschen schick gemacht hat?

Um heute einen Termin bei einem guten Handwerker zu bekommen, muss man mal locker zwei Wochen warten. Ich hatte neulich mal jemanden von Gas/Wasser/Sanitär- und Schwimmbadtechnik im Haus, die mir einen nicht genormten Klodeckel an die Schüssel schraubten. Während ich früher gerne mal belustigt über die Gas, Wasser, Scheiße Fraktion gelästert habe, musste ich feststellen, die gekonnte Installation im stillen Örtchen hatte doch was Beeindruckendes.

„Weißt du, früha ham wia das mit när einfachn Tang so rübergezwischt, abba heute bei de dicken Ärsche von de Leude brauchs du ja schon andere Kalibaa, um die Brille in der Fassung zu halten. Nä, nä, nä, kannste echt vergessen. Kennt sich ja auch keina mehr aus. Wia sind ja noch alde Schule, abba heude will das ja keina mähr lern, muss ja imma Abitua sein und dann wissen se nicht, was se machn solln. Ich sach dir, Mädel, lass deinen Sohn ma n anstängiges Handwerk lernen!“

„Er will Psychiater werden.“

„Psychiater meinste? Willa dann die therapian, die Abitua ham und nich wissen, was se mit iam Lebn anfangn solln und n Börnaut kriegn?“

„Ja, vielleicht auch solche.“

„Weiste, im Grunde, bin ich ja auch wie ein Psychiater. Was glaubste, was man sich so alles in dem Job anhören muss. Grade wenn de son Klo installiast. Von Ehe- bis Verdauungsproblemen ist da alles dabei.“

„Ich werd´s meinem Sohn sagen.“

„Mach das, Mädel.“

„Ach, ich habe übrigens solche Probleme mit meiner Haustür. Die schließt nicht richtig. Wissen Sie vielleicht an wen ich mich da wenden kann?“

„Klar, Tischler-Teddy is n Guta und für alles andere kannste Allrounder-Axel nehmen.“

„Dankeschön!“

„Abba imma, die Dame! Tschüssikoffski.“

© Sunny Möller