Allgemein, Alltagstauglich

Das ABC der Nachhaltigkeit: L

L

wie

Lesen

Ich bin mit meinem ABC etwas spät dran, der geneigte Leser möge es mir verzeihen. Jetzt fragt ihr euch sicher, was denn Lesen mit Nachhaltigkeit zu tun hat und wie das geschriebene Wort die Welt retten kann. Retten können wir sie damit sicherlich nicht, aber wir können uns vor vielen Irrtümern schützen, wenn wir mal ein bisschen tiefer graben.

Ich dachte bis vor kurzem noch, wenn ich beim Einkaufen mal wieder meinen Korb vergessen hatte, dann nehme ich mal lieber eine Papietüte, das ist viel besser für die Umwelt. Klar, Papierrecycling funktioniert mittlerweile richtig gut in Deutschland. Aber wusstet ihr, dass bei der Herstellung einer solchen Papiertüte mehr Wasser, mehr Rohstoffe und mehr Kohlendioxid verbraucht werden, als bei der Herstellung einer Plastiktüte? Ich auch nicht. Man müsste eine Papiertüte dreimal so oft verwenden wie eine aus Plastik, um diesen Nachteil auszugleichen. Wie habe ich es erfahren? Gelesen.

https://www.zeit.de/2014/44/plastiktuete-papiertuete-umweltschutz-stimmts

Dann wurde ich neugierig. Was passiert eigentlich mit den ganzen Altkleidern, die ich schön brav zur Tonne des Roten Kreuz bringe? Ich meine, das ist das Rote Kreuz, da wird bestimmt vielen geholfen. Leider ist auch da der Wurm drin. Falls jemand den ARD Bericht, „Die Altkleider-Lüge“ verpasst hat, sollte er das dringend nachholen. Was stimmt, der Großteil der Kleidung kommt nach Afrika, jedoch hat das mit karitativen Zwecken wenig zu tun. Private Textilunternehmen verscherbeln sie für teures Geld und haben in Tansania die eigene Textilindustrie komplett lahm gelegt.

Sicherlich wird etwas auch für wohltätige Zwecke genutzt, aber geht mal durch eure Stadt, da stehen mittlerweile überall Kleidertonnen, die kein wohltätiges Logo haben.

Aber mit den Energiesparlampen, da ist man doch auf der sicheren Seite und tut das Richtige! Oder nicht? Ihr werdet euch wundern. Energiesparlampen müssen Quecksilber enthalten, damit sie leuchten und was das für Langzeitschäden haben kann, das solltet ihr euch unbedingt mal angucken. Ich überlege gerade, ob ich sie wieder austauschen sollte, aber was wäre eine gute Alternative?

Der Film ist von 2012, keine weiteren Fragen…

Es gibt noch haufenweise Berichte, bei denen mir kurzzeitig die Haare zu Berge standen, die drei haben mich allerdings am meisten überrascht. Kennt ihr euch aus mit Umweltlügen?

(c) Sunny Möller

Allgemein, Alltagstauglich

Good old times…

When I am going durch the city the last days, I was kind of nostalgisch. The streets are full with kids and teens with little Bildschirmen in front of their gesichter. Tipping, mailing, whats apping, spieling, twittering, facebooking, no unterhalting. I don´t want to copy my Oma with the Spruch „Früher war alles besser!“, but sometimes…..

Thinking about my Kindheit. With no I-Phones, Androids and Laptops. Think about my son when I starting wegnehming his Elektro stuff. He looks like someone who verloring a loved one, air-klicking with his Daumen.

Think about my Schulzeit. We spend our Pausen with Gummitwisthüpfing with kind of Schlüpfergummi. Talking about Jungs, lästering and flirting for real, with real Berühring and real Angrinsing. You could hear the LOL! Laut! In to the face!

And we were masters of Zettelschreibing while teachers unterrichting. „Do you want to go with me? Cross. Yes, No, decision after knutsching.“ We played Käsekästchen and Schiffe versenken on Rechenpaper. And we had books. Books made of paper. Knistering, smelling and looking like books.

And what about music? I had tapes and starting Aufnehming from the radio. Waiting for my song, erwisching only the end with the dump Gelaber from the Moderator. And we must spuling. More spuling than hearing. And abspieling on a Plattenspieler. First LP from Barry White. Long Play!!! It says alles!

And then? Then comes PacMan! And the first computer for playing. Commodore 64. Only one Kind in the Dorf had one. We are pilgering to him. Playing tennis with two Balken and a beweging point on the Bildschirm. And we loved it. Starting of the electric Drogensumpf.

And today? Tipping on my Mac, whats apping on my mobile, had a cloudplayer for my music and a Kindle which I cannot blättering. And always suching wlan and a Aufladekabel.

I miss the good old times….sometimes.

(c) Sunny Möller

Allgemein

Bärlauch-Fladenbrot

Bevor die Saison zu Ende geht, habe ich doch noch ein tolles Bärlauch Rezept von meiner lieben Schulfreundin Sonja für euch. Unbedingt nachmachen, es ist wirklich köstlich. Mir persönlich schmeckt es mit Schafskäse am besten.❤️

Das Rezept:

Aus

250 g Wasser,

1 Prise Zucker

20 g Hefe

400 g Mehl

1 Tlf Salz

20 g Olivenöl

einen Hefeteig herstellen. Nach ca. 1 Stunde Ruhezeit, den Teig halbieren und je nach Backblechgröße ausrollen. Eine Teighälfte auf das Backblech geben und mit Schafskäse, alternativ Mozzarella, in dünnen Scheiben belegen. Die zweite (ausgerollte ) Teighälfte auf den Käse legen und an den Rändern gut andrücken. Bärlauchpesto darauf verteilen und leicht mit groben Meersalz bestreuen.

Bei 230 Grad für 20-30 Minuten backen.

Fertig 😋

(c) Sonja Karg-Kenter

Allgemein, Alltagstauglich

Ach du dickes Ei!

Jedes Jahr werden aus meinen Kindern Jäger! Lautlos, schnell und unbarmherzig. Die Eierjagd ist eröffnet. Mein Sohn bewegt sich wie ein Apfel pflückender Roboter und findet nahezu jedes Versteck instinktiv. Jahrelange Erfahrung eben. Für Emma muss man jedes Schokoei mindestens dreimal in Folge nochmal verstecken, damit sie endlich zufrieden ist. Dabei macht es ihr überhaupt nichts aus, wenn die Eier im Nest dadurch nicht mehr werden.

Doch Ei ist nicht gleich Ei. Während bei uns noch das allgemein gültige Quotenei versteckt wird, fallen die Eier anderswo etwas dicker aus. Da werden Spielekonsolen in drei Säcken Kunstgras in der Nähe des Fernsehers versteckt oder das neue Fahrrad hat zumindest Hasenohren auf dem Lenker. Und die neue Legoeisenbahn versteckt sich hinter Oma Elkes dicken Hintern.

Ich will euch jetzt nicht nach dem Sinn des Osterfestes befragen mit Kreuzigung, Auferstehung, etc. pp. Aber muss das wirklich sein, dass die Geschenke solchen Größenordnungen annehmen?

Wie sieht euer Osterfest aus? Ich wünsche euch auf jeden Fall fröhliches Eiersuchen. ❤️

(c) Sunny Möller

Allgemein, Alltagstauglich

Klimper, klimper, sülz, sülz…

Draußen ist es grau, diese Art von grau, die Selbstmörder auf die Hochhäuser treibt. Und Leute wie mich, in Schlabberlook, mit Zeitung, ins nächste, gemütliche Café. Leise Musik, dampfender Kaffee reichen aus, um diese Nichtfarbe zu vergessen. Aber wie es so ist, geht es mir in Café´s ungefähr so, wie in Supermärkten! Ich stehe immer in der falschen Schlange und ich sitze immer am falschen Tisch!

Neben mir sitzt ein verliebtes Pärchen! Sie kuhäugig, er begattungsfreudig.

„Ich liebe dich!“ Klimper, klimper…

„Nein, ich liebe dich!“ Seiber, sabber, geifer…

„Ich liebe dich mehr!“ schlabber, sülz…

„Das kann nicht sein, mein Herz zerspringt gleich vor Liebe!“ (oder die Hose vor Geilheit)

Kicher, kicher, schmunzel, schmunzel, nestel, nestel….Die Bedienung kommt.

„Was kann ich euch bringen?“

Das Liebes-Duo fängt gleichzeitig an zu sprechen und dann das Ganze noch mal von vorne. Kicher, kicher, schmunzel, schmunzel, nestel, nestel, fummel, fummel…

„Robert, wir wollten beide das gleiche sagen! Wir sind total seelenverwandt. Das ist so crazy!“

Die Bedienung und ich gucken uns an. Augenrollen. Schließlich schaffte er es, alleine zu reden.

„Wir hätten gerne einen Caramel Macchiato, einen Café Latte (war klar, Anm. der Redaktion) und einen Chocolate Chunk Brownie!

Zwei Minuten später kommt das Bestellte. Robert holt seine Zunge aus der Kuhäugigen. Ich fand das Knutschen nicht schlecht. In der Zeit redeten sie wenigstens nicht. Sie nahmen beide den ersten Schluck ihrer Heißgetränke und natürlich hatte sie etwas Milchschaum an der Nase. Robert war entzückt!

„Ach, mein süßes Lämmchen. Das sieht ja so süß aus mit deinem weißen Näschen. Komm, ich küss es dir ab!“

Kicher, kicher, schlabber, sabber, schleck, schleck, leck, leck.

Kann man morgens um elf schon Hochprozentiges bestellen? Jetzt beginnt das Gegurre um das Backwerk.

„Beiß du zuerst ab, Robert! Süßes für meinen Süßen!“

„Nein, Hasi! Du zuerst, büüüüütttteeee! Meine kleine Zuckerschnecke!“

„Nein, du!“

„Du!“

Grins, streichel, tätschel, kraul.

„Duhuuuu!“

„Neieiiiin!“

„Dohochhhh!“

Sie schnäbeln und gäbeln, doch keiner wagt den Schritt zum ersten Biss. Mu mu mu mu, ich werde ihnen helfen!

Ich stehe auf. Gehe hin. Grinse an. Nehme Brownie. Beiße ab. Gehe weg.

Vielleicht werden sie nächstes Mal zwei bestellen.

© Sunny Möller

Allgemein, Alltagstauglich, Kulinarisch

Das ABC der Nachhaltigkeit: K

K

wie

Klima

Das Klima und die Gefahren für unseren Planeten, wenn wir es nicht schützen, ist natürlich nicht erst durch die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg bekannt geworden. Das Ozonloch zum Beispiel ist uns schon ein Begriff, seit wir uns in den 80er Jahren fröhlich das Haarspray vor jeder Party auf die Rübe geballert haben. Das einzige, was ich als Kind damals wusste, war, die Ozonschicht ist eine Hülle rund um die Erde, die uns vor gefährlicher Strahlung schützt und wenn ich Sachen mit FCKW benutze, mache ich da da Löcher rein.

Heute ist die Aufklärung, was den Klimaschutz betrifft viel breitflächiger angelegt. Auf der der einen Seite gut, so viel zu wissen, auf der anderen Seite anstrengend und verwirrend, da ich beim Pupsen schon ein schlechtes Gewissen bekomme, ich könnte das Klima zerstören und nachkommenden Generationen ihre Zukunft vermiesen.

So schlimm ist es vielleicht nicht und so militant sollte man dann doch nicht vorgehen. Doch zu wissen, dass man zur Herstellung von einem Kilo Rindfleisch umgerechnet ungefähr 73 Badewannen voll Wasser verbraucht plus die leckere Avokado, die durch Anbau, Logistik, etc. pp. eine ganz persönliche, kleine Umweltzerstörung hinter sich her zieht, kann sich nicht schaden.

Sollte ich deshalb unverzüglich zum Klimatarier werden?

https://www.klimatarier.com/de/index

Auf der Seite angekommen, wird mir vorgeschlagen, die CO2 Werte meines Essens zu berechnen und wie ich sie verringern kann. Fand ich voll doof. Geht aber auch wesentlich einfacher, wenn man weiter klickt und in sieben einfachen Schritten auch zum vollwertigen Klimatarier wird. Und da landen wir bei ganz einfachen Dingen, die nicht viel Kraft kosten und eigentlich ohnehin gelebt werden sollten. Kauft saisonal und lokal, kocht selbst und stopft euch nicht mit Fleisch voll. Klingt einfach? Isses auch. Wer noch kurz einen Saisonkalender braucht, bitte schön:

Gemüse:

https://www.regional-saisonal.de/saisonkalender-gemuese

Obst:

https://www.regional-saisonal.de/saisonkalender-obst

Salat:

https://www.regional-saisonal.de/saisonkalender-salat

Und das tolle an der Seite http://www.saisonal-regional.de, sie liefern gleich leckere Rezepte mit, die leicht nachzukochen sind. Da Bärlauch noch nicht ganz weg und Spargel gerade im Kommen ist, hab ich euch das perfekte Rezept rausgesucht. Den Schinken habe ich weggelassen. Köstlich!!!

© Sunny Möller

Allgemein, Kulinarisch

Reis mit Scheiß

Es gibt sicherlich einen kulinarisch korrekteren Begriff, aber bei Charly gibt es Reis mit Scheiß. Irgendwelche Reste zusammengeklatscht, lecker nachgewürzt und dann genießen. Besser als jedes Boeuf de luxe. Also, macht den Kühlschrank auf und findet euren ganz persönlichen „Reis mit Scheiß“!❤️

Bei mir waren heute natürlich Reis, dann noch Kartoffeln, Mais, Kidneybohnen, Tomaten und Frühlingszwiebeln dabei.

(c) Sunny Möller