Allgemein, Wortkunst

Freier Wille?

Wenn du mich fragst, was ich will,
frag ich mich selbst, was ich will,
was ich wollen sollte, sollte ich,
könnte ich, müsste ich, nicht wollen
wollen?

Und dann frag ich mich, will ich das,
oder will ich nicht, will nicht mehr
wissen, wolltest du oder wollte ich,
in dem ganzen Willen zum Wollen,
hab ich vergessen, was ich eigentlich
wollte.

Was ich will? Freien Willen oder die
Freiheit zum Wollen?

(c) Sunny Möller

Allgemein, Alltagstauglich

Emma´s Welt macht rum

Gespräch zwischen mir und Teenager-Sohn:

Luke:“Also ich könnte mir nie vorstellen, im Bett meiner Eltern mit einem Mädchen rumzumachen.“

Ich:“Ähhhh, nee, das habe ich mir auch immer gruselig vorgestellt. Allein den Gedanken daran finde ich schon total abstoßend.“

Luke:“Ja, da knutscht du dann rum und alles riecht irgendwie nach Mutti und Vatti, voll abtörnend.“

Ich:“Ja, total!“

Emma fährt die ganze Zeit mit dem Roller um uns herum, hört genau zu und macht ein nachdenkliches Gesicht.

„Also ich versteh euch nicht. Mir würde das überhaupt nichts ausmachen. Hauptsache das Bett ist frisch bezogen und die Matratzen haben ne gute Qualität!“

Und dann rollert sie weiter.

© Sunny Möller

Allgemein

Das ABC der Nachhaltigkeit: S

S

wie

Selbst gemacht

Ich bin zu meinem Garten wie eine Jungfrau zum Kind gekommen. Beste Freundinnen können einfach überzeugen. Gerade gegen einen Schrebergarten habe ich mich immer gewehrt, weil sie in Hamburg oft so geleckt aussehen und man häufig eine Wartezeit von mehreren Jahren hat, bis man überhaupt einen bekommt. Geleckt wollte ich nicht, warten aber auch nicht. Gärtnern auf dem Balkon funktionierte auch nicht. Kein Balkon.

Jetzt, in einer kleinen Stadt wie Hameln kommt man viel schneller an einen Garten. Familien wohnen eher seltener in der Stadt, sie haben meist Haus und Garten am Stadtrand oder gleich auf dem Land. Viele Gartenkolonien werden ihre Gärten gar nicht mehr los. Also haben wir uns ins Gartenabenteuer gestürzt. Es ist verdammt viel Arbeit, aber es macht auch verdammt viel Spaß. Jetzt haben wir einen richtigen Bauerngarten.

Und das Beste, man kann eigenes Obst und Gemüse ernten und das schmeckt natürlich viel besser! Und mehr BIO geht nicht, wenn man nicht anfängt auch im Kleingarten möglichst viele Gifte gegen sogenannte Ungeziefer zu verteilen.

Da wir nicht wussten, wie groß unser Erfolg sein würde, haben wir möglichst viel angepflanzt. Dass alles irgendwie etwas werden würde, damit hatten wir nicht gerechnet. Jetzt können wir den gesamten Freundeskreis gleich mit versorgen.

Und wer hätte es gedacht, ich wandle auf Oma Emmis Spuren. Kaufe Weck-Gläser und koche ein, was nicht sofort verzehrt werden kann. Ich esse eingekochte Kirschen und bin plötzlich wieder Kind. Ein schönes Gefühl!

Ich glaube, dass das doch auch etwas von Nachhaltigkeit hat, oder?

Zum Schluss möchte ich euch auch nicht unser momentanes Lieblingsrezept vorenthalten, mit eigenem Brokkoli!

© Sunny Möller

Allgemein

Licht aus!

Endlich ist meine Lieblingsfreundin Charly aus dem Urlaub zurück. Das musste natürlich gefeiert werden. Sie sah toll aus, was zwei Wochen in der Sonne so ausmachen können. Und sie hatte den Sommer von ihrer Reise gleich mitgebracht. Sie guckte dauernd auf ihre Uhr.

„Wie spät ist es?“

„Gleich halb sechs. Wieso? Hast du noch was vor?“

Sie schaute mich leicht gestresst an.

„Ich bin um sechs noch mit Malte verabredet. Er hat schon zehnmal angerufen und jetzt sind wir zum Spazierengehen verabredet.“

Ich will mich ja zu keiner Vorverurteilung betreffend der Namensgebung hinreißen lassen, aber ich bin bei allen Maltes, Sönkes, Nisses, Bosses Eikes und Lasses immer ein bisschen zurückhaltend. Als Milchbauer, okay und einem Greenpeace Aktivisten namens Lasse vertraue ich auch voll. Ich stell mir jedes Mal vor, wie ich beim Knutschen erregt ihren Namen sage. „Oaaahh, Nisse!“ Fängt gleich an, der Kopf zu jucken. Fällt mir gleich noch Moritz ein, Moritz geht auch schlecht. Wie bescheuert ist das denn? Vielleicht sind mir dadurch schon die besten Kerle durch die Lappen gegangen.

Bis auf einmal musste ich auch nie die Entscheidung treffen, meine Namensphobie zu überwinden. Der Liebe wegen habe ich es einmal getan, jetzt bin ich geschieden. Hat aber sicherlich nichts mit dem Namen zu tun…

„Was will dieser Hinnerk denn von dir?“

„Er heißt Malte (Falte, Spalte, lallte, dachte ich). Gar nichts, wir können uns einfach toll unterhalten. Du kannst gerne noch hierbleiben, aber ich will jetzt noch duschen und Haare färben.“

„Ganz schön viel Aufwand für reden und spazieren gehen.“

„Halt die Klappe!“

Am nächsten Tag sind wir ziemlich früh zum Frühstücken verabredet. Eine WhatsApp kündigt sie etwas später an. Na ja, vielleicht hat es ja doch ein bisschen mit Hauke gefunkt. Ich war gespannt.

„Und, wie war´s?“

„Ganz nett. Er hat bei mir übernachtet.“

Das klang nach „OHHH, Bosse Sex“.

„Falls du wissen willst, ob da was gelaufen ist, nein, nix. Er hatte keine Kondome dabei.“

„Hattest du keine?“

„Doch, aber ich wollte nicht.“

„Warum denn nicht?“

„Weil er eigentlich gar nicht mein Typ ist. Er hat so kleine Augen, das macht mich ganz nervös.“

„Warum hat er dann bei dir geschlafen?“

„Weil ich ihn im Dunkeln total schön fand. Sein Gesicht fühlte sich total schön an. Im Dunkeln sieht er total gut aus.“

„Aber es wird ja auch irgendwann wieder hell!“

„Ja.“

„Und jetzt?“

„Die Tage werden ja schon wieder kürzer.“

Na dann, Sönke, Licht aus, George Clooney an!

© Sunny Möller

Allgemein

Tick Tack

Ich bin ganz gerne bei meinen Eltern. Sie sind super aktiv, ständig unterwegs, alleine, zusammen, mit Freunden. Ich find das toll. Sie gehören nicht so zu dieser Spezies, die ab dem Großelternstatus auf den Tod warten. Ich find das echt klasse. Gut, mittlerweile muss ich Termine machen, damit sie ihre Enkel bis zum Schulabschluss regelmäßig sehen. Aber ich find das gut.

Ich hatte mich dieses Wochenende bei ihnen einquartiert, um endlich mal ein paar liegen gebliebene, Arbeiten nachzuholen. Das geht da super. Ich werde bekocht, bekaffeet und bekucht.

„Kind, nun nimm doch. Dein Gesicht wird immer schmaler. Du arbeitest zu viel! Und trinkst zu wenig!“

Das Schlimme an der Generation Eltern ist, dass bei jedem Essen schon wieder über die nächste Mahlzeit gesprochen wird. Während du beim Frühstück noch auf dem dritten Brötchen rumkaust, fragt Mutti dich schon, ob du lieber Knödel oder Reis zum Mittag haben willst. Mahlzeit!!!

Mit dem Alter kommt allerdings auch die Leidenschaft für bestimmte Dinge. Mein Vater hat nach seiner Pensionierung angefangen, alte Dinge zu restaurieren, zu reparieren und in die Wohnung zu transportieren. So kann es vorkommen, dass bei jedem Besuch die Wohnung völlig neu dekoriert ist. Neue Lampen, neue Bilder, neue Möbelstücke. Am Anfang fand ich das sehr charmant.

Als meine Eltern dann anfingen, skurrile Uhren zu sammeln und sie allesamt in der Küche aufzuhängen, machte ich mir schließlich Sorgen. Es tick-tackt jetzt aus 20, mehr oder weniger hübschen, Zeitmessern. Es gibt verschiedene Befindlichkeitsstufen, sollte man mit den Geräten im selben Raum sein.

Stufe 1:

Erstaunt interessierter Blick auf die vielen Uhren!

Stufe 2:

Amüsierter, lachwabernder Blick in Richtung Eltern!

Stufe 3:

Das Ticken wird lauter!

Stufe 4:

Das Ticken übernimmt den Herzschlag!

Stufe 5:

Aggressiver Blick auf die Uhren!

Stufe 6:

Aggressiver Blick auf die Eltern!

Stufe 7:

Zweifel an der genetischen Abstammung!

Stufe 8:

Aufsteigen von leicht irrem Gelächter!

Vor Eintritt der Stufe 9 mit Kettensägennutzung, hatte ich einen besseren Weg gefunden. Einen intelligenten, durchdachten, sensiblen Weg!

„Papa, wenn du mehr als 2 Uhren in einem Raum hast, kriegst du vielleicht Alzheimer! Oder Herzrhythmusstörungen. Oder Diabetes. Da gibt es eine Studie vom Heidelberger Uniklinikum. Kann ich dir kopieren!“

Mein Vater guckte wenig beeindruckt und hängte die nächste Uhr auf. Diesmal mit Kuckuck. Doch dann fegte meine Symptom spezialisierte Mutter um die Ecke!

„WAAAAASSSSS? Ich hab mir das gleich gedacht! Als ich letzte Woche bei der Blutuntersuchung war, alles erhöht, alles durcheinander! Und Dr. Recht sagte noch, ich esse falsch. Ich müsste abnehmen! Wo ich schon kaum was esse. DAS LIEGT AN DEINEN UHREN, WOLFGANG!“

Die Uhren hängen noch…….

…..aber die Batterien sind draußen!

© Sunny Möller

Kulinarisch

Today is life! Tomorrow never comes!

Kaliméra von der wunderschönen Insel Kreta, oder auch hallo meine Lieben! Mittlerweile stehe ich wieder mit beiden Beinen fest im Regen! Obwohl ich ein paar Sonnenstrahlen mit nach Deutschland entführen konnte. Wie versprochen will ich euch ein bisschen teilhaben lassen an meiner entfachten Liebe zum kleinen Fischerdorf Mátala im Süden Kretas. Ich dachte an Sehenswürdigkeiten, Ausgrabungsstätten, Geschichte und und und. Würde euch das interessieren? Vielleicht, aber wahrscheinlich würdet ihr in jedem Reiseführer darüber bessere Informationen erhalten. Oder aber auch nicht. Denn demnach ist die ehemalige Pilgerstätte der Hippies der 60er und 70er einst Wohnort von Größen wie Bob Dylan, Cat Stevens und Joni Mitchell gewesen, die im Zeitalter von Peace, Love und Happiness ihr Lager in einer der umliegenden Höhlen aufgeschlagen haben sollen. Noch heute steckt der Flower Power Geist in jedem Winkel des kleinen Örtchens. Die Straßen werden jedes Jahr aufs Neue mit bunten Bildern verziert und schnell bekommt man hier das gechillte Gefühl der Entschleunigung. Sigá sigá, nur keine Eile. Herrlich!

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Schnell merke ich, am meisten interessieren mich die Menschen, der Frappé in der Bäckerei und wie könnte es anders sein: Das Essen! Was weiß ich eigentlich über die griechische Küche? Nicht viel, um ehrlich zu sein. Gyros Pita, Souflaki, Bifteki, Tzaziki, Ende. Mit Pommes oder Reis. Weitere Kenntnisse waren kaum vorhanden. Natürlich gibt es das auch hier, in Mátala. Der gemeine Tourist an sich möchte auch im Ausland das essen, was er kennt. Doch seit nicht einmal einem halben Jahr gibt es jetzt „George´s Yard“, ein kleines, feines Restaurant, mitten in Mátala. George, ein bekannter Einwohner und Fischer hatte sein Haus in dem kleinen Fischerstädtchen und von ihm stammen auch die mittlerweile berühmten Worte: „Today is life! Tomorrow never comes!“ Manolis und seine Frau Yvonne, eine gebürtige Bremerin, hatten die Gelegenheit die Räumlichkeiten des Fischers zu pachten und dort die Gäste mit einer Küche Kretas zu verwöhnen, die ihresgleichen sucht. Und nicht nur das Essen ist phantastisch, der Service und die Freundlichkeit von „George´s Yard“ ist kaum zu überbieten.

Yasemine, Yvonne, Manolis und Sunny im „George´s Yard“

Yvonne, die uns die Speisekarte bringt, begrüßt jeden Gast wie einen Freund, wer möchte auch auf Deutsch, Englisch oder Italienisch. Ich schäme mich fast für mein bisschen Griechisch, doch bekomme für jedes efcharistó (danke) ein herzliches Lächeln. Schnell waren wir so begeistert vom Ambiente, dem Lebensgefühl und den Aromen, die durch die Luft strömten, dass wir wussten, hier essen wir nicht nur einmal. Ich fragte Yvonne und Manolis, ob ich einen Blog über sie schreiben darf und die Antwort seht ihr hier. Wir unterhalten uns, machen Fotos und erfahren von frischen Kräutern aus den Bergen und von Raki, was ich für ein türkisches Nationalgetränk gehalten habe. Das ist es allerdings auch auf Kreta und da hat jede Familie ihr Rezept, was jährlich im nahe gelegenen Pitsidia zur Kostprobe feil geboten wird. Ouzo, wie man es aus griechischen Restaurants in Deutschland kennt, findet man hier nicht. Bei unserem Gespräch erfahre ich auch ganz nebenbei, dass weder Bob Dylan noch Cat Stevens hier gelebt haben. Joni Mitchell allerdings schon und sie hat Matala eine wunderbare, musikalische Liebeserklärung hinterlassen. Der Ort lebt von den mystischen Geschichten der Hippiezeit und der Ort strahlt auch noch heute in bunter Flower Power Manier. Massentourismus? Hier? Nein, danke.

Um es kurz zu machen…wir haben hier jeden Abend gegessen und wurden jeden Abend aufs Neue überrascht, welche kulinarischen Überraschungen die moderne griechische Küche zu bieten hat. Ich bin eine leidenschaftliche Köchin und selten in einem Maße verzaubert worden, wie es „George´s Yard“ geschafft hat. Einziger Wehrmutstropfen, sollte man sehr hungrig sein…kommt nicht zu spät, denn einen freien Tisch zu bekommen, ist an manchen Tagen gar nicht so einfach.

Griechischer Salat mit frischen Kräutern und Koblauchkartoffelpaste mit Kurkuma
Kretische Pasta mit geräuchertem Schweinefleisch (die einzelnen Kräuter habe ich bis heute nicht vollständig identifiziert) und Knoblauchbrot – Es schmeckt göttlich
Scampis mit gerösteten Kartoffeln
Die besten Spaghetti mit frischen Tomaten, die ich je gegessen habe. ❤

Besonders schön, „George´s Yard“ hat eine offene Küche! Den wunderbaren Koch Pentelis für ein Foto zu „erwischen“, grenzt schon an ein Wunder! 🙂

Nach neun selten ein freier Tisch!
Nach all den Genüssen werden die Gäste noch mit Raki, frischem Obst und einem sündigen, süßen Abschluss verwöhnt…

Sicherlich sollte und wollte ich Werbung für Mátala machen, doch dieses Restaurant hat mich so begeistert, dass es bei meinen Reiseberichten einen ganz besonderen Platz bekommen sollte. Danke Manolis und Yvonne, für eine unvergessliche Zeit!

https://www.facebook.com/Georges-yard-Stin-avli-tou-Giorgo-1900988896825006/

Joni Mitchells Liebeserklärung an Matala

© Sunny Möller

Allgemein, Kulinarisch

Das ABC der Nachhaltigkeit: R

R

wie

Reisen

Es ist mal wieder soweit, in vielen Bundesländern haben die Sommerferien angefangen und viele von uns treibt es in den Süden oder vielleicht auch noch weiter weg. Da man in den meisten Teilen Deutschlands wohl nicht mit dem gleichen Jahrhundertsommer rechnen kann, wie im letzten Jahr, zieht es doch viele von uns in wärmere Regionen. Aber geht das auch nachhaltig? darf ich jetzt nicht mehr mit gutem Gewissen in ein Flugzeug steigen? Kann ich meine Traumziele wie Indien oder New York jetzt nicht mehr erreichen oder nur unter sehr schwierigen Umständen?

Ich bin ganz ehrlich, ich bin definitiv kein Vielflieger, aber hin und wieder zieht es mich nach Kreta, in die USA und irgendwann würde ich gerne meine Freunde in Indien besuchen. Und das werde ich höchstwahrscheinlich mit einem Flugzeug tun. Doch kann man trotzdem nachhaltig Ferien verbringen? Ich denke schon. Ein bisschen Achtsamkeit bringt bei vielen Dingen eine große Veränderung! Besonders bei dir selbst. Meine Tochter hat dazu einen ziemlich schlauen Satz gesagt:“Warum sind wir eigentlich nicht so schlau wie die Tiere, die machen nicht ihren Lebensraum kaputt.“

CareElite hat unter https://www.careelite.de/nachhaltigkeit-tourismus-nachhaltig-reisen/ richtig gute ideen.

Besonders die Seite http://www.bookitgreen.com hat mir richtig gut gefallen. Wer keinen ALL-inklusive Cluburlaub braucht, sollte dort mal stöbern.

http://www.bookitgreen.com
Eine Auswahl von wirklich „untouristischen“ Urlaubszielen.

Ein weiterer Vorschlag von CareElite ist, seine Reise am besten gleich 3 Monate dauern zu lassen, um möglichst viele Ziele mit nur einer Anreise kombinieren zu können. Hört sich super an, aber da die meisten von uns nicht mehr im Studium sind und sich die wenigstens ein Sabbatjahr leisten können, sollte man das nachhaltig gestalten, was man kann.

Zum Beispiel auf Urlaub in großen Clubhotels verzichten, weil hier oftmals nur der Veranstalter verdient und die Menschen vor Ort, mit ihren kleinen Hotels und Gaststätten, leer ausgehen. Und genau das sollte doch Urlaub sein. Eintauchen in eine andere Kultur, typisches, regionales Essen genießen, anstatt sich in Hotelburgen mit einem touristisch angepassten Einheitsbrei vollzustopfen und sich von angereisten Animateuren bespaßen zu lassen. Geht raus, lernt Menschen kennen, ein Hallo, danke und Auf Wiedersehen bekommt man in jeder Sprache hin.

Ich bin zum Beispiel schon mehrfach über http://www.airbnb.de gereist und habe immer ganz tolle Erfahrungen gemacht. Eine Wohnung mitten in der Toskana, die gleich für Wein, Kuchen und Familienanschluss sorgte und bessere Ausflugstipps hatte als jeder Reiseführer.

Macht euch schlau, einfach mal nachhaltig Reisen googeln und inspirieren lassen. und mich am besten gleich mit.

Eine gute Idee noch für den Weg:

Zero Waste Reise – 13 Tipps für Urlaub ohne Müll

© Sunny Möller

Allgemein

Emma‘s Welt isst Kirschen

Thema im Sachkundeunterricht: Tiere, Pflanzen und deren Produkte aus der Umgebung. Emma hat frisch gepflückte Kirschen aus unserem Garten mitgebracht. Ganze drei Kinder haben sie probiert!!! Aussage:“Wir essen nichts aus dem Garten. Da sind Tiere drin! Das ist widerlich!“

Anschließend packten sie ihre Pausenbrote aus: YumYum Asiasnack, Nutellaschnitte, Käsestrings dreifach in Plastik eingeschweißt und Müsliriegel mit Schokostückchen…

Das finde ich erschreckend!!!

(c) Sunny Möller

Allgemein

Ausdrucksschwäche

Manchmal fangen Geschichten mit einer Mandelentzündung an. Ich konnte nicht sprechen, nichts sagen, nichts fragen, nichts bejahen oder verneinen, nichts vormachen oder vortäuschen, nicht lügen, war einfach nur mit mir, in mir. Und hörte die Welt da draußen, von einer anderen, stillen Seite. Wie würde es wohl sein, nie wieder eine Sache zu können, die mir so selbstverständlich in die Wiege gelegt worden war? Fehlten meine Beine, würde ich aufhören zu laufen? Wenn ich blind würde, könnte ich nicht mehr sehen? Ohne zu hören, keine Musik mehr? Könnte ich Frieden damit schließen? Würde ich verhindern, dass man mich behindert?

Mein Kinder und ich erfinden Geschichten. Eine heißt „Stein verliebt sich“. Kieselda und Backus lernten sich in einer, für Steine typischen Szenerie kennen, einem Steinbruch. Familie Kiesel und Familie Backstein waren schon lange Zeit zerstritten. Warum, wussten sie eigentlich nicht. Sie waren nie in der Lage, sich ihre Gefühle und Gedanken mitzuteilen. Sie waren eben anders, nicht vom gleichen Stein. Und doch verliebten sich das Kieselmädchen und der rote Backsteinjunge. Wie sie es erkannten? Die Farbe der Liebe ist rot, da war es für den Jungen einfach. Das Mädchen wartete bis zum Sommer, auf die herab fallenden Kirschen, um sich zu offenbaren. Und sie fanden ihre Sprache, in den Dingen, die sie umgaben. Der Regen brachte die Traurigkeit, die Sonne die Freude. Nah am Feuer brannte die Leidenschaft, der Schnee das Abkühlen der Beziehung. Wut zeigte sich im vorbei fahrenden Müllwagen, Angst hatten sie im Schatten großer Blätter. Ihre Liebe war lebendig, nie annähernd `kalt wie Stein´!

Ich bin wieder gesund, meine Stimme hat wieder eine Stimme. Aber selbst wenn nicht, ich würde einen Weg finden, mich auszudrücken. Und seht ihr irgendwo einen Stein am Straßenrand, bitte nicht dagegen treten. Er könnte verliebt sein.

 

© Sunny Moeller

Allgemein

ABC der Nachhaltigkeit: Q

Q

wie

Quatsch nicht rum,

pflanz Blumen und zwar überall, wo Platz ist. Heute bei mir im Garten jagte ein Glücksgefühl das andere! Dreht den Sound auf, das ist die Musik des Lebens!

Denn was passiert, wenn Bienen, Hummeln und Verwandte sterben?

Also??? Bienen und Blüten!❤️

(c) Sunny Möller