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Licht aus!

Endlich ist meine Lieblingsfreundin Charly aus dem Urlaub zurück. Das musste natürlich gefeiert werden. Sie sah toll aus, was zwei Wochen in der Sonne so ausmachen können. Und sie hatte den Sommer von ihrer Reise gleich mitgebracht. Sie guckte dauernd auf ihre Uhr.

„Wie spät ist es?“

„Gleich halb sechs. Wieso? Hast du noch was vor?“

Sie schaute mich leicht gestresst an.

„Ich bin um sechs noch mit Malte verabredet. Er hat schon zehnmal angerufen und jetzt sind wir zum Spazierengehen verabredet.“

Ich will mich ja zu keiner Vorverurteilung betreffend der Namensgebung hinreißen lassen, aber ich bin bei allen Maltes, Sönkes, Nisses, Bosses Eikes und Lasses immer ein bisschen zurückhaltend. Als Milchbauer, okay und einem Greenpeace Aktivisten namens Lasse vertraue ich auch voll. Ich stell mir jedes Mal vor, wie ich beim Knutschen erregt ihren Namen sage. „Oaaahh, Nisse!“ Fängt gleich an, der Kopf zu jucken. Fällt mir gleich noch Moritz ein, Moritz geht auch schlecht. Wie bescheuert ist das denn? Vielleicht sind mir dadurch schon die besten Kerle durch die Lappen gegangen.

Bis auf einmal musste ich auch nie die Entscheidung treffen, meine Namensphobie zu überwinden. Der Liebe wegen habe ich es einmal getan, jetzt bin ich geschieden. Hat aber sicherlich nichts mit dem Namen zu tun…

„Was will dieser Hinnerk denn von dir?“

„Er heißt Malte (Falte, Spalte, lallte, dachte ich). Gar nichts, wir können uns einfach toll unterhalten. Du kannst gerne noch hierbleiben, aber ich will jetzt noch duschen und Haare färben.“

„Ganz schön viel Aufwand für reden und spazieren gehen.“

„Halt die Klappe!“

Am nächsten Tag sind wir ziemlich früh zum Frühstücken verabredet. Eine WhatsApp kündigt sie etwas später an. Na ja, vielleicht hat es ja doch ein bisschen mit Hauke gefunkt. Ich war gespannt.

„Und, wie war´s?“

„Ganz nett. Er hat bei mir übernachtet.“

Das klang nach „OHHH, Bosse Sex“.

„Falls du wissen willst, ob da was gelaufen ist, nein, nix. Er hatte keine Kondome dabei.“

„Hattest du keine?“

„Doch, aber ich wollte nicht.“

„Warum denn nicht?“

„Weil er eigentlich gar nicht mein Typ ist. Er hat so kleine Augen, das macht mich ganz nervös.“

„Warum hat er dann bei dir geschlafen?“

„Weil ich ihn im Dunkeln total schön fand. Sein Gesicht fühlte sich total schön an. Im Dunkeln sieht er total gut aus.“

„Aber es wird ja auch irgendwann wieder hell!“

„Ja.“

„Und jetzt?“

„Die Tage werden ja schon wieder kürzer.“

Na dann, Sönke, Licht aus, George Clooney an!

© Sunny Möller

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Das wird schlimm!

…halb sieben, Samstag morgen. Die ersten Sonnenstrahlen bahnen sich den Weg ins Schlafzimmer. Hmmmmm. Leichtes Stöhnen vom Mann neben mir. Träumt er von uns? Einer dieser erotischen Träume, die Männer morgens zum (Auf)stehen brachte? Ich musste lächeln. Besser konnte ein Wochenende nicht beginnen. Er räkelte sich. Ich stellte mich schlafend, zog meinen Bauch ein und die Brüste raus. Gleich würde er näher rutschen und mir übers Haar streichen. Ich würde so tun, als sei ich noch viel zu müde für solche morgendlichen Spielereien. Ich würde mich etwas zieren, dann lasziv räkelt, um mich schließlich bereitwillig dem Sturm der Leidenschaft hinzugeben…..

„Ich glaube, ich werde krank!“

HHHÄÄÄÄÄÄHHHHH? OH NEIN, BITTE NICHT DAS BÖSE K WORT!!!!! Ich überlegte kurz. Was hatte ich für Möglichkeiten? Taub stellen? Den Virenangriff mit Sexavancen bekämpfen? Tot stellen? Ich öffnete die Augen und versuchte verständnisvoll zu reagieren.

„Oh nein Baby, was hast du denn?“

Erneutes Stöhnen. (leicht nasal, wusste nicht, dass das geht)

„Ich weiß auch nicht, mein Hals ist kratzig und ich habe das Gefühl meine Augen sind geschwollen. Sind meine Augen geschwollen?“

Er klimperte mit den Augen wie eine kranke Kuh.

„Atmen ist schlimm. Ich konnte die ganze Nacht kaum schlafen, weil ich gemerkt habe, da ist was im Anmarsch…..!“

Er schaute mich gequält an.

Er war gestern mit seinen Kumpels Fußball gucken. Es wurde einiges an Bier getrunken und nach dem Sieg, grölend um die Häuser gezogen. Klang nach „After-Suff-Syndrom“! Aber ich wollte nicht gleich stänkern…

„Schatz, das wird höchstens ein kleiner Schnupfen!“

Seine Stimme wurde weinerlicher.

„Aber es pfeift so! Wenn ich atme. Hoffentlich wird das keine Lungenentzündung!“

Er versuchte krampfhaft irgendwelche Fiepgeräusche aus seiner Lunge zu pressen.

„Hörst du das? Hörst du das? Das klingt gar nicht gut!!!“

Ich war genervt.

„Dann geh zu Arzt!“

Jetzt mündete weinerlich in leicht verzweifelt, mit provozierenden Pfeiflauten.

„Aber heute ist Samstag. Da muss ich in die Notaufnahme. Da muss ich stundenlang rum sitzen, zwischen all den Kranken. Und meine Knochen tun auch so weh. Können wir nicht erst mal versuchen, mich hier zu behandeln?“

Mich hier zu behandeln bedeutete, er Pflegestufe 98, ich unfreiwilliges soziales Jahr. Langsam stieg Panik in mir auf.

„Also meine Mama hat mir früher immer Hühnersuppe gekocht. Also nicht dieses gekörnte Zeug, was du immer nimmst. Aus einem echten Huhn. Am besten Bio, bei den Skandalen heute. Mit ein bisschen Gemüse drin, ganz klein geschnibbelt. Dann tut es nicht so weh beim Schlucken. Und sie hat selbst Hustensaft gekocht, aus Zwiebeln und Kandis. Und bei Fieber helfen am besten Wadenwickel, aber die aus Leinen. Keine Mischfaser, wegen der Hautirritationen. Wenn man krank ist, ist die Haut auch total überempfindlich!“

Sagte der Mann, mit dem Polyester-Trikot seiner Lieblingsmannschaft. Mich wunderte sowieso, dass er noch so viel reden konnte und wie er schon „Meine Mama“ sagte…MUTTER, ab spätestens 16 ist es deine MUTTER!!!!! Aber eigentlich ist er richtig toll und ein toller Liebhaber. Echt toll.

„Weißt du was, ich gehe jetzt mal Brötchen holen und bring dir ein paar Sachen aus der Apotheke mit!“

Mit leichtem Hüsteln und Hundeaugen, schaute er mich dankbar an.

„Ach Süße, du bist so lieb! Für mich aber bitte kein Brötchen, ich kann kaum schlucken! Vielleicht machst du mir nachher ein Porridge, kannst du das?“

Im Gegensatz zu ihm, konnte ich schlucken. Einmal, zweimal, nebenbei bis zehn zählen. Ich zog mich an, Jogginghose, Sweater, bloß erst mal raus hier! An der Tür hörte ich noch das Winseln.

„Aber lass dich über die Nebenwirkungen aufklären!“

30 Minuten später, mit allen Heilkräften der Natur und 15 Sprachnachrichten (!!!!), wann ich denn endlich kommen würde, betrat ich das Lazarett. Er hatte sich ins Wohnzimmer umgebettet um sich mit der Playstation abzulenken. Kurzer Seitenblick.

„Wo warst du denn so lange? Ich glaube, jetzt fängt das Fieber an!“

Neben ihm lag eine Seite Millimeter Papier, ein Koordinatensystem, eine eingezeichnete Kurve, Zahlen.

„Was ist das?“

„Meine Fieberkurve!“

„Aber das höchste sind 37.6 Grad!“

Er schaute mich gekränkt an.

„Aber angefangen habe ich bei 37.4! Eine Steigerung von 0.2 Grad in nicht mal einer halben Stunde! Du könntest ruhig etwas sensibler sein!“

Atmen, schlucken, zählen. Ich ging in die Küche. Ich brauchte dringend einen Kaffee. Ich nahm den Löslichen, keine Zeit für mehr. Das Wochenende war nicht so lang. Montag konnte ich wieder arbeiten gehen.

Im Wohnzimmer fiel etwas zu Boden. Das Stöhnen fing wieder an.

„Ich habe plötzlich so Bauchschmerzen, es rumort auch ganz komisch. Ich hoffe nicht, dass ich jetzt auch noch Durchfall kriege! Mama hat….“

Den Rest konnte ich nicht mehr hören, meine Kaffeetasse hatte den Boden berührt. Ich griff zum Hörer, wählte. Endloses Tuten.

„Ja?“

„Ich bin´s Gisela! Du musst kommen! Dein Sohn ist krank!“

Ich wartete auf keine Antwort. Mama würde schon kommen, bewaffnet mit Bio-Hühnern und Wadenwickeln. Nur ich, ich würde gehen. Bewaffnet mit Yogamatte und Saunatuch.

© Sunny Moeller

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Mann, hast du´s schwer!

„Jetzt fängt sie wieder an, über uns herzuziehen! Ja, ja, ja, wir Männer denken nur mit unserem Schwanz! Wir sind völlig unfähig, die Bedürfnisse von euch Frauen zu verstehen!“

STOP!!!!

Gibt es Arschlöcher unter den männlichen Spezies? Aber sicher! Würde ich die partnertechnisch in Betracht ziehen? Aber sicher! Glaubt mir, ich hatte die Creme de là Creme in dieser Kategorie! Waren gute dabei? Aber sicher! Wusste ich es zu schätzen? Aber sicher nicht! Besonders geliebt habe ich die „bösen Buben“ und ich glaube, ich bin nicht die einzige im weiblichen Kader, der es so geht.

Aber was muss Mann denn nun haben, dass er partnerschaftlich für uns in Frage kommt? Bei einem Gespräch mit einer Freundin sind mir sämtliche Kronleuchter aufgegangen. WIR SIND NIEMALS ZUFRIEDEN! Vielleicht haben Männer das einfach akzeptiert und lassen uns meckern. Sie besinnen sich auf das, was sie können…meistens jedenfalls oder wovon sie glauben, dass sie es können. Seht ihr, niemals zufrieden.

Er soll nett sein, aber kein Weichei, er soll einen guten Körper haben, aber nicht so gut, dass wir uns fett fühlen, er soll wissen, was er will und machen, was wir wollen, er soll sich um die Kinder kümmern, aber bitte wie wir uns das vorstellen, er soll uns zuhören, aber ohne dass wir was sagen, unsere Wünsche erkennen, er soll erfolgreich sein, aber Zeit haben, wir wollen um ihn beneidet werden, was nicht heißt, dass er es merken soll, dass ihn auch andere Frauen toll finden, er soll Sex haben, aber bitte nur wenn wir in Stimmung sind, denn Männer sind ja eh immer in Stimmung, er darf nicht krank werden, weil Männer Jammerlappen sind, er soll ne Schulter zum Anlehnen bieten, aber uns damit nicht in unserer Emanzipation beschneiden, er soll Gefühl zeigen, aber bitte nicht heulen und sich in unsere Arme werfen, er soll was verwegenes, jungenhaftes haben, aber nicht kindisch sein und vor ALLEM SOLL ER UNS FÜR DAS GRÖßTE UND PERFEKTESTE WESEN DER WELT HALTEN!

An dieser Stelle habe ich echtes Mitgefühl!

Doch wenn es diese Kategorie einfach nicht zu geben scheint, wäre es dann nicht vernünftig, die pflegeleichte Variante, lieb und nett mit gutem Körper zu nehmen? Was treibt uns in die Arme der Männer, die uns auf längere Sicht nicht gut tun? Von der einen Ausgabe sind wir gelangweilt, die andere macht uns fertig! Was verdammt wollen wir?

© Sunny Möller

Allgemein, Alltagstauglich

Men´s Health – Strong for Life …….Echt jetzt?

Wer mich schon ein bisschen begleitet, weiß von meiner Leidenschaft, Zeitschriften etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Tiefer, gesellschaftskritischer Blick? Nö. Der Urlaub ist vorbei, der Rückflug liegt schon wieder drei Tage zurück und von dem habe ich euch ein kleines Schmankerl mitgebracht. Wir Frauen lesen ja eher weniger Männerzeitschriften, doch auf dem Rückflug von Kreta nach Paderborn (den Flughafen gibt es wirklich) mit Small Planet Airlines (die Fluggesellschaft gibt es wirklich), war die im Titel genannte Zeitschrift die einzige, die zur Verfügung stand. Da die Bücher im Urlaub ausgelesen warden und ich irgendetwas zum Stöbern brauchte, hey warum nicht mal eine Jungszeitung…

Oh mein Gott!!! Was tut die Presselandschaft euch Männern bloß an? Oder ist es wirklich das, was ihr wollt und braucht? Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll, bei den Anmachsprüchen, den Frisurentipps für die Tochter, den Rezepten oder den Waschtipps für Anfänger….okay, beginnen wir mit den Haaren der Tochter:

Dass Männer auf Technik stehen ist ja nix Neues. Dass sie das Saugerrohr eines Staubsaugers nutzen, um die Haare ihrer Tochter zu einem Pferdeschwanz zusammen zu wurschteln, war mir neu. Ich habe natürlich sofort entsprechende Videos gegoogelt und siehe da, der moderne Daddy von heute saugt seiner Tochter die Haare zusammen. Liebe Väter, was tut ihr, wenn ihr mit eurer Tochter im Schwimmbad seid? Sagt nicht, dass für diese Zwecke ein Handsauger angeschafft wird?

Also, ich persönlich fand eure Anmachmachsprüche bisher immer sehr passend. Außerdem waren es in den seltensten Fällen wirklich Anmachsprüche, sondern es begann von beiden Seiten meistens mit einem Lächeln. der Rest ergab sich dann von selbst. Waren sie dann wirklich mal doof, konnte man sich das geschickt zur Seite feiern. Die Chefredakteurin von Women´s Health hat jedoch die ultimativen Tipps für die Herren. Fragt doch die Dame eurer Aufmerksamkeit ob ihr Cocktail schmeckt! Was bitte ist ein „Moscow Mule“ und welche Frau trinkt so etwas? Wenn das nicht funzt, mach ihr ein Kompliment über ihre Handtasche! Echt jetzt?

Wenn mehr Männer von Ärztinnen untersucht werden würden, gäbe es eine höhere Überlebensquote! Glaub ich sofort, wenn diese heiße Frau Dr. Geil ums Eck kommt!!! 🙂

Apropos kulinarisch, morgen geht´s nach Matala! Ihr dürft gespannt sein!

© Sunny Möller

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Let´s talk about sex Baby!

Es ist schon einige Zeit her, da habe ich mal angefangen unter dem „Oberbegriff“ Täuschungsmanöver die unterschiedlichen Sexpraktiken unter die Lupe zu nehmen. Sehr erfolgreiche Blogbeiträge übrigens, vielleicht sollte ich das Thema doch noch mal aufgreifen…:)

Wir Frauen untereinander reden ja gerne mal drüber. Was ist gut, was nich so. Gehen auch schon mal zusammen auf Dessous- oder Dildopartys. Männer hingegen sind da etwas anders strukturiert. Die gut erzogene Masse genießt und schweigt, bei der etwas einfacheren Version kommt unter Männern höchstens:“Alter, die war so geil, das glaubst du gar nicht. Dann hab ich´s ihr richtig besorgt!“ Glauben ja die meisten Männer, auch die stillen Genießer…

Jetzt sitze ich mit einer Freundin und meinem Freund in einem Kaffee und wir legen mal so ein paar Fakten auf den Tisch.

Freundin:“Also irgendjemand hat meinem Freund mal erzählt, Lecken ist das Größte für uns Frauen. Das ist auch wirklich heiß, wenn es an den richtigen Stellen passiert. Aber der leckt stundenlang an mir rum, dass ich mich irgendwann fühle, wie ein frisch geschlüpftes Jungtier, was von der Mutter sauber geleckt wird.“

Ich:“Was denkst du darüber Baby?“

Baby:“Hmmm, tja.“

Ich:“Keine Meinung?“

Baby:“Och.“

Ich:“Ist dir das unangenehm?“

Baby:“Etwas!“

Ich:“Was? Du bist Musiker! Drummer! Ihr seid ständig in hippen, coolen Locations unterwegs. Redet ihr nie über Sex?

Baby:“Nee!“

Ich:“Aber wir reden doch drüber!“

Baby:“Aber nicht unter Männern!“

Ich:“Nicht mal mit dem besten Freund?“

Baby:“Mit dem schon gar nicht!“

Ich trinke einen Schluck Wein. Ich dachte immer, Männer reden ständig über Sex. Aber scheinbar denken sie nur dran. Während Frauen sich über ihre erogenen Zonen austauschen, trinkt Mann ein Bier? Ich stelle mir vor, wie mein Freund seinem Kumpel erzählt, wie er gerne von mir angefasst werden will….stimmt….irgendwie eine komische Vorstellung.

(c) Sunny Möller

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Handbuch einer guten Ehefrau

(aus: Houskeeping Monthly, 13. Mai 1956 ?)

Halten Sie das Abendessen bereit. Planen Sie vorausschauend, evtl. schon am Vorabend, damit die köstliche Mahlzeit rechtzeitig fertig ist, wenn er nach Hause kommt. So zeigen Sie ihm, dass Sie an ihn gedacht haben und dass Ihnen seine Bedürfnisse am Herzen liegen. Die meisten Männer sind hungrig, wenn sie heimkommen und die Aussicht auf eine warme Mahlzeit (besonders auf seine Leibspeise) gehört zu einem herzlichen Empfang, so wie man ihn braucht.

Machen Sie sich schick. Gönnen Sie sich 15 Minuten Pause, so dass Sie erfrischt sind, wenn er ankommt. Legen Sie Make-up nach, knüpfen Sie ein Band ins Haar, so dass Sie adrett aussehen. Er war ja schließlich mit einer Menge erschöpfender Leute zusammen.

Seien Sie fröhlich, machen Sie sich interessant für ihn! Er braucht vielleicht ein wenig Aufmunterung nach einem ermüdenden Tag und es gehört zu Ihren Pflichten, dafür zu sorgen.

Räumen Sie auf. Machen Sie einen letzten Rundgang durch das Haus, kurz bevor Ihr Mann kommt.

Räumen Sie Schulbücher, Spielsachen, Papiere usw. zusammen und säubern Sie mit einem Staubtuch die Tische.

Während der kälteren Monate sollten Sie für ihn ein Kaminfeuer zum Entspannen vorbereiten. Ihr Mann wird fühlen, dass er in seinem Zuhause eine Insel der Ruhe und Ordnung hat, was auch Sie beflügeln wird. Letztendlich wird es Sie unglaublich zufrieden stellen, für sein Wohlergehen zu sorgen.

Machen Sie die Kinder schick. Nehmen Sie sich ein paar Minuten, um Ihre Hände und Gesichter zu waschen (wenn sie noch klein sind). Kämmen Sie ihr Haar und wechseln Sie ggf. ihre Kleidung. Die Kinder sind ihre „kleinen Schätze“ und so möchte er sie auch erleben. Vermeiden Sie jeden Lärm. Wenn er nach Hause kommt, schalten Sie Spülmaschine, Trockner und Staubsauger aus. Ermahnen Sie die Kinder, leise zu sein.

Seien Sie glücklich, ihn zu sehen.

Begrüßen Sie ihn mit einem warmen Lächeln und zeigen Sie Ihm, wie aufrichtig Sie sich wünschen, ihm eine Freude zu bereiten.

Hören Sie ihm zu. Sie mögen ein Dutzend wichtiger Dinge auf dem Herzen haben, aber wenn er heimkommt, ist nicht der geeignete Augenblick, darüber zu sprechen. Lassen Sie ihn zuerst erzählen – und vergessen Sie nicht dass seine Gesprächsthemen wichtiger sind als Ihre.

Der Abend gehört ihm. Beklagen Sie sich nicht, wenn er spät heimkommt oder ohne Sie zum Abendessen oder irgendeiner Veranstaltung ausgeht. Versuchen Sie stattdessen, seine Welt voll Druck und Belastungen zu verstehen. Er braucht es wirklich, sich zu Hause zu erholen. Ihr Ziel sollte sein: Sorgen Sie dafür, dass ihr Zuhause ein Ort voller Frieden, Ordnung und Behaglichkeit ist, wo Ihr Mann Körper und Geist erfrischen kann.

Begrüßen Sie ihn nicht mit Beschwerden und Problemen.

Beklagen Sie sich nicht, wenn er spät heimkommt oder selbst wenn er die ganze Nacht ausbleibt. Nehmen Sie dies als kleineres Übel, verglichen mit dem, was er vermutlich tagsüber durchgemacht hat.

Machen Sie es ihm bequem. Lassen Sie Ihn in einem gemütlichen Sessel zurücklehnen oder im Schlafzimmer hinlegen. Halten Sie ein kaltes oder warmes Getränk für Ihn bereit.

Schieben Sie Ihm sein Kissen zurecht und bieten Sie ihm an, seine Schuhe auszuziehen. Sprechen Sie mit leiser, sanfter und freundlicher Stimme.

Fragen Sie ihn nicht darüber aus, was er tagsüber gemacht hat. Zweifeln Sie nicht an seinem Urteilsvermögen oder seiner Rechtschaffenheit. Denken Sie daran: Er ist der Hausherr und als dieser wird er seinen Willen stets mit Fairness und Aufrichtigkeit durchsetzen. Sie haben kein Recht, ihn in Frage zu stellen.

Eine gute Ehefrau weiß stets, wo ihr Platz ist.

AAAAAAAAAHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHH!!!!!!!

Sunny und das Handbuch einer guten Ehefrau

Ich konnte die ganze Nacht nicht schlafen! War es wirklich das, was Männer wollen? Und haben sie es sich heute nur abgewöhnt, weil wir Mädels das nicht mehr mitmachen? Einen Versuch war es doch bestimmt wert, den Mann an meiner emanzipierten Seite mal zu testen…..

Ich hielt das Frühstück für ihn bereit. Ich habe schon am Vorabend vorausschauend die leckeren Sachen im Kühlschrank nach vorne gepackt. Ich hätte vielleicht abends nicht mehr so viel Prosecco trinken sollen, denn der Gang zum Bäcker heute morgen, um die ersten warmen Croissants zu erwischen, war etwas beschwerlich. Aber ich wollte ihm zeigen, dass ich an ihn gedacht habe und mir seine Bedürfnisse am Herzen liegen. Er schlief noch, also bereitete ich mich auf den herzlichen Empfang vor.

Ich machte mich schick. Okay, ich versuchte es, nachdem ich auf dem Klo wieder eingeschlafen war. Nur das kribbelnde Gefühl in den Beinen weckte mich. Die Klobrille hatte die Blutzufuhr abgeschnitten. Nachdem ich wieder stehen konnte, wollte ich mir das verdammte Band in die Haare knüpfen. Ich hatte keine Bänder. Aber Not macht erfinderisch, also tut es auch ein Geschenkband von Weihnachten! Ich wollte adrett aussehen, schließlich war er mit einer Menge erschöpfter Frau zusammen.

Ich versuchte fröhlich zu sein, was nicht ganz einfach war, weil mein Kopf hämmerte. Die Kombi Prosecco und festgeschnürtes Paketband kündigte einen Migräneschub an.

Er schlief noch!

Also machte ich meinen Rundgang durch die Wohnung. Nachdem ich barfüßig auf zwei Legos meines Sohnes getreten war, hüpfte ich mit einem erstickten Schrei gegen die Zimmertür meiner schlafenden Tochter, die gleich darauf brüllte: „Mamaaaa, hier kommt Emmmmmmaaaaaa!!! Ißßß bin aufgesteht!“

Mein Mann schlief noch!!!!! (was er sich natürlich auch verdient hatte)

Ich schob das Aufräumen nach hinten und machte die Kinder schick. Also über Luke legte ich seinen Kommunionsanzug, weil er partout nicht aufstehen wollte und Emma verpasste ich wenigstens eine neue Windel.

Meine kleinen Schätze.

Er schlief noch!!!!!!!!!!!!

Ich kochte Kaffee, machte den Obstteller bereit, schnitt den Lachs in Herzform, streute Rosenblätter um seinen Teller, wärmte die Croissants noch einmal auf und freute mich darauf, ihm zuhören zu dürfen….

ER SCHLIEF NOCH!!!!!!!!!!

Ich ging ganz vorsichtig ins Schlafzimmer. Eine gute Ehefrau weckt ihren schlappen Mann nicht. Ich rückte seine Decke zurecht, streichelte seine Stirn und küsste ihn. Sein Urteilsvermögen und seine Rechtschaffenheit tropften ihm als Sabber aus dem Mundwinkel. Ich tupfte es vorsichtig mit einem weichgespülten Seidentuch ab.

„Schahatz?“

ER SCHLIEF WEITER!!!!!

„Liiieeebling?“

ER SCHNARCHTE!!!!!

„Babyyyy?“

ER DREHTE SICH UM!

„Verdammte Scheiße, heb´ deinen versoffenen Hintern endlich aus dem Bett! Ich habe mich schick gemacht, dir diese belämmerten Labbercroissants besorgt, die kleinen Terrorbiester ruhig gestellt, weil ich dir jetzt zuhören will!!!!!!! STEHHHH AUUUUFFFF!!!!!“

Kurzes Grummeln, die Augen werden halb geöffnet, Brauen genervt nach oben gezogen.

„Spinnst du, oder kriegst du deine Tage?“

Eine gute Ehefrau weiß stets, in welcher Schublade die scharfen Messer liegen!

© Sunny Möller

Alltagstauglich

Schönheitswahn und innere Werte

Um begehrenswert zu sein, braucht Frau straffe, sonnengeküsste Haut, schlanke Beine, einen festen Hintern, langes Wallehaar und möglichst knappe, sexy Klamotten… Völliger Unsinn! Männer sind keine Neandertaler und reagieren auf weitaus subtilere Reize als ein tiefes Dekolleté, oder ein aus der Jeans blitzendes Dessous.

Nein? Ehrlich nicht? Mein Tag fing mit dieser Neuigkeit geradezu rosarot an. Ich vergaß vor lauter Freude meine 350 Situps, beschmierte mein Croissant dick mit Butter und Nutella, versüßte meinen Kaffee mit gezuckerter Sprühsahne und las entspannt weiter was der Geschäftsmann Arun und der BWL-Student Marco so an uns Frauen schätzen……

Klar solltest du gut aussehen, aber wenn du denkst der Besuch bei der Kosmetikerin und Schuhe mit hohen Absätze reichen aus, um die Herren der Schöpfung bei der Stange zu halten, irrst du dich gewaltig!  „Ich gebe gerne zu, dass ich mich nach einem hübschen Mädchen umdrehen würde“, sagt Geschäftsmann Arun. „Aber erst gutes Aussehen in Kombination mit Selbstsicherheit ist wirklich sexy.“

Um ihm also nicht nur auf den ersten Blick den Kopf zu verdrehen, muss es etwas mehr sein.

Auch Werbetexter Thomas mag keine Mäuschen. Er findet, dass jede Frau in der Lage sein muss, sich selbst zu verteidigen, um damit zu signalisieren, dass sie sich „ nicht herumschubsen lassen“ würde.

„Viele Frauen trauen sich einfach nicht, ihrem Mann zu sagen, was Sache ist!“ weiß BWL-Student Marco. Er kann es gar nicht leiden, wenn seine Partnerin zu allem Ja und Amen sagt. Trauen Sie sich also häufiger, den Mund aufzumachen — er wird Sie nicht für eine Zicke halten, sondern als ernstzunehmende Person wahrnehmen!

Business-Analyst Guru steht ebenfalls auf Willensstärke: „Eine engagierte Frau, die für sich selbst einsteht, strahlt und lacht und selbst den Blickkontakt herstellt, die finde ich sexy.“

Software Entwickler Aadithya glaubt sogar, dass Frauen von Natur aus mit mehr körperlicher wie auch mentaler Kraft als Männer gesegnet sind, und dass es genau darauf ankäme: „Neben einem guten Aussehen ist es vor allem diese innere Stärke, die jeder Mann insgeheim an seiner Liebsten bewundert.“

Für Student Stefan geht es um das Gesamtpaket: „Für mich zählt die richtige Kombination aus Charakter und Schönheit!“ Attraktivität ist für ihn nicht nur die Physiognomie, sondern auch die Art, wie seine Herzdame sich bewegt, spricht, lächelt, ihre Gedanken ausdrückt. (Yahoo News)

Während mir die Zuckersprühsahne von der Nase tropfte, hatte ich überhaupt nicht gemerkt wie ich eine der Croissant-Nutella-Bomben in der Hand hatte explodieren lassen. Ich hatte doch wirklich angenommen, meiner Blauäugigkeit entsprechend, jetzt kommt die Zeit der A-Körbchen, der Bauch-Weg-Hosen-Trägerinnen und der Größe-Zero-Verweigerinnen mit dünnen Schnittlauchhaaren. Die geliebt werden, weil sie emphatisch sind, einen Schulabschluss haben, die Abseits von Abfall unterscheiden können, bei denen die fantastischen inneren Werte es nur nicht ganz in den Körper und aufs Gesicht geschafft haben.

Doch was ist das??? Arun, Marco, Thomas, Stephan, Guru und Aadithya? Was ist los mit euch? Bei den beiden letzten Namen sollte man vielleicht auch mal ins Grübeln kommen. Selbst mit 2 Promille habe ich noch Probleme den Aa-Typen auszusprechen. Und was seinen Kumpel Guru betrifft…….Abkürzung? Scherz? Führungsdekadenz? Ich tippe auf Abkürzung für „Ganz-Unten-Richtig-Ugga“ !! Vielleicht haben die Neandertaler heute einen Hochschulabschluss, aber so wie es scheint, tragen sie die Keule immer noch keuchend vor sich her.

Lest euch die Vorlieben doch noch mal ganz in Ruhe durch!!! Die Jungs sind alle vom Fetisch gepackt! Während Thomas offensichtlich im Hasenkostüm den Po versohlt kriegen will, steht der liebe Marco wohl er aufs Anschreien! Mein Freund Guru kommt erst so richtig in Fahrt, wenn sich seine Liebste bei seinem Anblick vor Lachen fast übergeben muss. Aa-Mann schwingt sich ins Pudelkostüm und lässt sich als zweiter verkloppen und Student Stefan braucht einen Eimer Fremdwörter um zum Höhepunkt zu kommen. Ach ja und SCHÖN SEIN sollte sie natürlich auch beim Verprügeln, Anschreien und Zitieren!!!

Auf geht´s Ladies! Es ist so einfach!!!

© Sunny Möller