Allgemein, Alltagstauglich

Sport und rote Augen

„Hast du geheult?“

Charly schaute mich besorgt an.

„Nein.“

„Aber dein eines Auge ist so rot und hängt irgendwie so komisch runter.“

„Ich habe Sport gemacht!“

„Und dir dann die Walkingstöcke ins Auge gerammt?“

„Nein. Ich war im Garten. Du weißt doch, Gartenarbeit ist auch Sport.“

Sie nippte überlegend an ihrem Wein.

„Aber warum ist dein Auge dann so rot?“

Sie ließ einfach nicht locker.

„Das war die Stachelbeere!“

Sie fing an zu lachen, während sie noch Wein im Mund hatte und der tropfte ihr jetzt wie Blut aus der Nase.

„Ahhhh, die böse Kampfstachelbeere also. War das die im Rambooutfit? Mit Stirnband und Patronenhalfter?“

„Bist du bescheuert?“

„Iiiihhh, komm her du kleiner Gartentriathlet, ich bin´s, Stacho, ich mach dich fertig! Und ich hab noch meine Freunde Radotzko Radieschen und Mecki Mangold mitgebracht!“

„Nein, du blöde Kuh! Ich habe versucht den alten Stachelbeerbusch auszugraben, der der schon tot war. Ich wollte ihn mit dem Spaten hoch hebeln und dann bin ich abgerutscht und hab mir den ganzen Busch ins Gesicht gejagt.“

„Ach so.“

„Ja.“

„Dafür siehst du dann aber doch noch ganz gut aus.“

„Danke.“

Ich war etwas besänftigt.

„Und was machen die Männer?“

„Um es mal in der Gartensprache zu sagen: Mein Acker liegt brach und im Baum sitzt nicht ein Vogel.“

„Weinchen?“

„Gerne.“

© Sunny Möller

Allgemein

Mein Kind funktioniert nicht richtig!

Es ist die schönste und gleichzeitig größte Herausforderung in unserem Leben. Kinder. Sie beherrschen das Upside down wie niemand sonst. Sie lassen uns lachen, verzweifeln, wundern, staunen, erleben und lieben, wie niemand anders es kann.

Doch Kinder sind vor allem eins, ein Überraschungspaket. Angst einflößend in unserem, so gut durchorganisierten Leben. In einer Welt voller Bewertungsportale, wird vor einer Neuanschaffung erst einmal recherchiert, wie hoch der positive Prozentsatz für eine solche Investition ist.

Nur verteilt das Internet noch keine Sternchen für Kinder. Wie würden sie auch abschneiden, im Preis-Leistungsverhältnis? Wo doch schon bei der technischen Grundausstattung weder an den Off-Schalter, noch an den Lautstärkeregler gedacht wurde. beim Ladekabel kann man allerdings sparen, die laden sich von selbst immer wieder auf. Aber dieser Zeitaufwand, was man in dieses „Produkt“ bei der Aufzucht investieren muss, ist alles andere als attraktiv.

Und dann diese ganzen Krankheiten. Und an dieser Stelle seien nicht von Fieber und Erkältung. Ich rede über den steten Anstieg „psychischer Auffälligkeiten“ bei Kindern. So waren vor 20 Jahren ungefähr 1500 Fälle von ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit/Hyperaktivitätsstörung) in Deutschland bekannt, im vergangenen Jahr waren es 700.000.

Sicherlich ist es immer schwieriger geworden Kind zu sein, aber können wir es uns wirklich so einfach machen und sagen, schlechte Ernährung und die mediale Verseuchung unserer Kinder sind schuld an dem Problem? Oder sind doch die verkürzte Schulzeit, kaum Freizeit und steigender Leistungsdruck das Ursache?

Egal. Dafür gibt es Pillen. Und immer mehr Ärzte, die zum Rezeptblock greifen und verschreiben. Oder Ergo, Verhaltenstherapie und, und, und. Schließlich will der neue Porsche finanziert werden und der Golfclub bezahlt sich auch nicht von ein paar gesunden Kassenpatienten allein. Probleme werden chemisch ruhig gestellt. Kinder werden in Psychopharmaka- und Therapiewatte gepackt, damit sie einigermaßen funktionieren und man sie so bis zur Volljährigkeit schifft. Aber was werden das für Erwachsene?

Kinder brauchen Zeit. Sie sind kein modisches Accessoire, was man sich neben Karriere und Manolos noch zulegen muss. Und sie lassen sich nicht dauerhaft mit Therapien wegorganisieren und optimieren. Sie besitzen keine Garantie und kein Umtauschrecht. Vielleicht unterscheiden sich die Kinder von heute gar nicht wesentlich von den Kindern, die wir mal waren.

Wach, neugierig und hungrig auf das Leben. Und sie wollen Zeit mit uns verbringen, uns mitnehmen in ihre Welt! Sind wir vielleicht ein Stück weit das Problem?

© Sunny Möller

Allgemein

Tom Ka Gai Freischnauze

Ich liebe diese thailändische Suppenspezialität. Da ich fast nichts von den klassischen Zutaten hatte, war Kreativität gefragt. Currypaste und Kokosmilch habe ich allerdings immer im Vorrat. Der Rest bestand aus:

1 Handvoll Babyspinat

10 Champignons

1/2 Paprikaschote

Frühlingszwiebeln

6 Kirschtomaten

1/2 Liter Brühe

1/2 Becher Sahne

1Teel Zucker

Das Gemüse anbraten, anschließend Currypaste, Kokosmilch, Sahne, Brühe und den Zucker dazu, 10 Minuten köcheln lassen und dann frei nach Schnauze genießen.

(c) Sunny Möller

Allgemein, Alltagstauglich

Das ABC der Nachhaltigkeit: L

L

wie

Lesen

Ich bin mit meinem ABC etwas spät dran, der geneigte Leser möge es mir verzeihen. Jetzt fragt ihr euch sicher, was denn Lesen mit Nachhaltigkeit zu tun hat und wie das geschriebene Wort die Welt retten kann. Retten können wir sie damit sicherlich nicht, aber wir können uns vor vielen Irrtümern schützen, wenn wir mal ein bisschen tiefer graben.

Ich dachte bis vor kurzem noch, wenn ich beim Einkaufen mal wieder meinen Korb vergessen hatte, dann nehme ich mal lieber eine Papietüte, das ist viel besser für die Umwelt. Klar, Papierrecycling funktioniert mittlerweile richtig gut in Deutschland. Aber wusstet ihr, dass bei der Herstellung einer solchen Papiertüte mehr Wasser, mehr Rohstoffe und mehr Kohlendioxid verbraucht werden, als bei der Herstellung einer Plastiktüte? Ich auch nicht. Man müsste eine Papiertüte dreimal so oft verwenden wie eine aus Plastik, um diesen Nachteil auszugleichen. Wie habe ich es erfahren? Gelesen.

https://www.zeit.de/2014/44/plastiktuete-papiertuete-umweltschutz-stimmts

Dann wurde ich neugierig. Was passiert eigentlich mit den ganzen Altkleidern, die ich schön brav zur Tonne des Roten Kreuz bringe? Ich meine, das ist das Rote Kreuz, da wird bestimmt vielen geholfen. Leider ist auch da der Wurm drin. Falls jemand den ARD Bericht, „Die Altkleider-Lüge“ verpasst hat, sollte er das dringend nachholen. Was stimmt, der Großteil der Kleidung kommt nach Afrika, jedoch hat das mit karitativen Zwecken wenig zu tun. Private Textilunternehmen verscherbeln sie für teures Geld und haben in Tansania die eigene Textilindustrie komplett lahm gelegt.

Sicherlich wird etwas auch für wohltätige Zwecke genutzt, aber geht mal durch eure Stadt, da stehen mittlerweile überall Kleidertonnen, die kein wohltätiges Logo haben.

Aber mit den Energiesparlampen, da ist man doch auf der sicheren Seite und tut das Richtige! Oder nicht? Ihr werdet euch wundern. Energiesparlampen müssen Quecksilber enthalten, damit sie leuchten und was das für Langzeitschäden haben kann, das solltet ihr euch unbedingt mal angucken. Ich überlege gerade, ob ich sie wieder austauschen sollte, aber was wäre eine gute Alternative?

Der Film ist von 2012, keine weiteren Fragen…

Es gibt noch haufenweise Berichte, bei denen mir kurzzeitig die Haare zu Berge standen, die drei haben mich allerdings am meisten überrascht. Kennt ihr euch aus mit Umweltlügen?

(c) Sunny Möller

Allgemein, Alltagstauglich

Good old times…

When I am going durch the city the last days, I was kind of nostalgisch. The streets are full with kids and teens with little Bildschirmen in front of their gesichter. Tipping, mailing, whats apping, spieling, twittering, facebooking, no unterhalting. I don´t want to copy my Oma with the Spruch „Früher war alles besser!“, but sometimes…..

Thinking about my Kindheit. With no I-Phones, Androids and Laptops. Think about my son when I starting wegnehming his Elektro stuff. He looks like someone who verloring a loved one, air-klicking with his Daumen.

Think about my Schulzeit. We spend our Pausen with Gummitwisthüpfing with kind of Schlüpfergummi. Talking about Jungs, lästering and flirting for real, with real Berühring and real Angrinsing. You could hear the LOL! Laut! In to the face!

And we were masters of Zettelschreibing while teachers unterrichting. „Do you want to go with me? Cross. Yes, No, decision after knutsching.“ We played Käsekästchen and Schiffe versenken on Rechenpaper. And we had books. Books made of paper. Knistering, smelling and looking like books.

And what about music? I had tapes and starting Aufnehming from the radio. Waiting for my song, erwisching only the end with the dump Gelaber from the Moderator. And we must spuling. More spuling than hearing. And abspieling on a Plattenspieler. First LP from Barry White. Long Play!!! It says alles!

And then? Then comes PacMan! And the first computer for playing. Commodore 64. Only one Kind in the Dorf had one. We are pilgering to him. Playing tennis with two Balken and a beweging point on the Bildschirm. And we loved it. Starting of the electric Drogensumpf.

And today? Tipping on my Mac, whats apping on my mobile, had a cloudplayer for my music and a Kindle which I cannot blättering. And always suching wlan and a Aufladekabel.

I miss the good old times….sometimes.

(c) Sunny Möller

Allgemein

Bärlauch-Fladenbrot

Bevor die Saison zu Ende geht, habe ich doch noch ein tolles Bärlauch Rezept von meiner lieben Schulfreundin Sonja für euch. Unbedingt nachmachen, es ist wirklich köstlich. Mir persönlich schmeckt es mit Schafskäse am besten.❤️

Das Rezept:

Aus

250 g Wasser,

1 Prise Zucker

20 g Hefe

400 g Mehl

1 Tlf Salz

20 g Olivenöl

einen Hefeteig herstellen. Nach ca. 1 Stunde Ruhezeit, den Teig halbieren und je nach Backblechgröße ausrollen. Eine Teighälfte auf das Backblech geben und mit Schafskäse, alternativ Mozzarella, in dünnen Scheiben belegen. Die zweite (ausgerollte ) Teighälfte auf den Käse legen und an den Rändern gut andrücken. Bärlauchpesto darauf verteilen und leicht mit groben Meersalz bestreuen.

Bei 230 Grad für 20-30 Minuten backen.

Fertig 😋

(c) Sonja Karg-Kenter

Allgemein, Alltagstauglich

Ach du dickes Ei!

Jedes Jahr werden aus meinen Kindern Jäger! Lautlos, schnell und unbarmherzig. Die Eierjagd ist eröffnet. Mein Sohn bewegt sich wie ein Apfel pflückender Roboter und findet nahezu jedes Versteck instinktiv. Jahrelange Erfahrung eben. Für Emma muss man jedes Schokoei mindestens dreimal in Folge nochmal verstecken, damit sie endlich zufrieden ist. Dabei macht es ihr überhaupt nichts aus, wenn die Eier im Nest dadurch nicht mehr werden.

Doch Ei ist nicht gleich Ei. Während bei uns noch das allgemein gültige Quotenei versteckt wird, fallen die Eier anderswo etwas dicker aus. Da werden Spielekonsolen in drei Säcken Kunstgras in der Nähe des Fernsehers versteckt oder das neue Fahrrad hat zumindest Hasenohren auf dem Lenker. Und die neue Legoeisenbahn versteckt sich hinter Oma Elkes dicken Hintern.

Ich will euch jetzt nicht nach dem Sinn des Osterfestes befragen mit Kreuzigung, Auferstehung, etc. pp. Aber muss das wirklich sein, dass die Geschenke solchen Größenordnungen annehmen?

Wie sieht euer Osterfest aus? Ich wünsche euch auf jeden Fall fröhliches Eiersuchen. ❤️

(c) Sunny Möller