Allgemein, Alltagstauglich, Wortkunst

Im Regen

Erdrückend die Wärme,
spüre und erahne den Regen,
höre ihn kommen,
halte den Fuß über die Spur,
nasses Gleiten zwischen den Zehn,
wage mich vor, nur noch ein wenig,
Blick geht nach oben,
sind keine Tränen,
sanft und warm,
ist nur der Regen.

(c) Sunny Möller

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Allgemein, Alltagstauglich

Asparagi noci Cabanossi

Sieht cool aus, hört sich toll an und schmeckt noch besser! Doch das beste daran, du musst nicht wirklich gut kochen können!!! Aber geschickt auf den Teller gebracht, mit ein paar warmen Ciabatta-Scheiben dekoriert, bist du der Star auf allen Dinner-Partys. Für Veganer/Vegetarier lässt du einfach die Cabanossi ganz weg, oder nimmst ein schmackhaftes Ersatzwürstchen. So, jetzt geht es los mit der Angeberei!!! 🙂

Zutataten für 4 Personen als Vorspeise:

500 g grünen Spargel
2 Cabanossi
Eine Handvoll Walnüsse
ca. 3 Eßl. vom selbst gemachten Bärlauch-Pesto
etwas Honig (oder du legst die Nüsse einen Tag vorher in Honig ein, auch lecker für Müsli, Obstsalat und Joghurt)

Zubereitung:

Grüner Spargel wird nicht geschält, nur kurz gewaschen. Danach schneidet ihr ihn in 3-4 cm große Stücke. Dann mit der, in Scheiben geschnittenen Cabanossi in etwas Olivenöl in einer großen Pfanne anbraten anbraten. Anschließend das Bärlauch-Pesto zufügen und etwas einbrutzeln lassen. Zum Schluss kommen noch die Walnüsse und etwas Honig dazu. Köchelt sie noch kurz mit, damit euer Angeber-Schmaus eine leicht nussige Note bekommt. Nach Belieben etwas nachsalzen und pfeffern. Dann auf die Teller und bewundern lassen. Der italienische Name sorgt selbst beim nicht Verstehen für lobende Blicke! Viel Spaß! ❤

Denkt beim Rezepte erfinden immer an eine Sache!!! Der Name ist die halbe Miete!!!

© Sunny Möller

Allgemein, Alltagstauglich, Wortkunst

Deine Hand

Wird geboren, kann geben,
kann nehmen,kann fühlen,
kann sprechen,kann sehen,
kann streicheln,
kann drohen, kann schlagen,
hebt auf und lässt fallen,
kann zeigen und malen,
kann winken und schubsen,
flehen und wehren,
hält fest und lässt los,
kann schützen, sich öffnen,
all das, nur deine Hand.

© Sunny Möller

Alltagstauglich

Xaver meets Deutsche Bahn

Caution!!! The train is not arriving. Mei, der Xaver legt eine ganze Nation lahm. Yesterday my mom told me, don´t make any Spaziergänge with the Kinder cause of flying Kühe and downfalling Äste right into the Gesicht. So I follow.

But today I need to go to Hamburg after saving my kids in the verbarrikadierte Wohnung. But Xaver was nice zu mir. Bis auf kind of windy horror snowflakes wich feels like Messerstiche im Gesicht, it was total okay. Heard, Christian was schlimmer! Can imagine, had an Ex-Freund called Christian, ähmm, okay, other story.

Now standing at Hannover Hauptbahnhof, waiting for my Anschlusszug. Listen to different Durchsagen from the female Roboterstimme.

„Your next Anschluss, ICE 561 to Berlin, Abfahrt 19.20 verspätet sich voraussichtlich about 348 minutes. You can get schneller there if you take the sofort fahring ICE in direction München. The train there goes pünktlich.“

Hätte sie die minutes in hours gesaid, it would be kind of charmanter. Aber anyway.

The Deutsche Bahn-Lady at my Gleis fängt an zu talken.

„At Gleis 7, Einfahrt ICE 974 nach Hamburg main station, Abfahrt 19.20 Uhr. Please don´t overstep the white line in front of dir, bevor the train is arriving. Otherwise it can happen that you will be totally zermatscht. Caution!!! The train is arriving!“

All the people formally known as passengers or umgekehrt steps a Schritt zurück. Not me. I am mutig. Sometimes sogar kind of querulanting. I stepped forward. My shoes tipped the line, tipp, tipp. Inside my head a voice starting summing. `Mitsche, matsche, patsche, mitsche, matsche, patsche´.

The train arrives without überrolling me. I am totally Adrenalin gekickt. Ein kleiner Schritt für mich a big step against the rules!

Now the Fahrt can start. I am ready. Ready for Xaver, ready for any kind of Springflut and ready for the Weltfrieden and ready for Hamburg. Cause from now on, I am a Overstepper!

© Sunny Möller

Alltagstauglich

Von Porsche- und Barbiegenen…

Ich habe irgendwann, vor gefühlten hundert Jahren gelesen, Jungs kommen mit dem Porsche-, Mädchen mit dem Barbie-Gen auf die Welt. Ist das so? Setzt die Evolution auf natürlichem Wege die Rollenbilder fest? Oder schraubt eine Männer dominierende Welt am geschlechtsspezifischen Lebensweg herum?

Immer wieder unterhalte ich mich mit Freundinnen, Frauen, oder lese in einschlägigen Magazinen: „Die emanzipierte Frau von heute! Der Balanceakt zwischen Familie und Karriere!“

Bleibt frau nach der Geburt eines Kindes erst einmal zu Hause, wird sie anrüchig beäugt und schnell als das „Heimchen am Herd“ betitelt. Steckt sie ihr Kind nach sechs Wochen in die Ganztagesbetreuung, verpasst man ihr den Stempel „Rabenmutter“. In diesem Zusammenhang auch interessant zu bemerken, dass es den Titel Rabenvater gar nicht zu geben scheint. Wie sie es macht, sie macht es falsch. Und läuft eigentlich permanent mit einem schlechten Gewissen durch die Gegend. Werde ich allen gerecht? Vor allem meinem Kind?

Der männliche Part der Familie kommt dabei generell glänzend davon. Erstens erwartet, selbst in Zeiten der männlichen Elternzeit, niemand, dass die Väter zu Hause bleiben. Tun sie es doch werden sie als heroische Vorbilder gefeiert. Leben sie weiter wie bisher, inklusive Fußballgucken mit den Kumpels, käme nicht einmal ein Großteil der Frauen darauf zu sagen: „Was bist du nur für ein egoistisches Arschloch!“

Als ich letzte Woche mit meiner Tochter im Park war, kam uns ein kleines Mädchen mit Puppenwagen entgegen. Sie hatte alles dabei, Wickeltasche, Fläschchen, Tragetuch, Windeln, alles, was eine vorbildliche Mutti so benötigt. Die dazugehörige Echt-Mutter sagte zu ihr: “Gleich machen wir eine kleine Pause, Marie. Dann kannst du dein Baby füttern!“ Parallel dazu besprach sie am Telefon ein bevorstehendes Meeting. Ist das unser Problem? Wachsen wir schon mit diesem Gewissenskonflikt auf?

Männern wird nachgesagt, dass sie den Jungen in sich nie ganz ablegen. Warum ist das so? Weil sich nicht wirklich etwas in ihrem Leben ändert. Nachdem sie den labenden Busen ihrer Mutter verlassen haben, geht es los. Mit Bauklötzen, Autos, Fußball und Größenvergleich, in jeglicher Hinsicht. Daran ändert sich auch nicht viel im Erwachsenenalter. Obwohl man bei einigen hin und wieder das Gefühl haben könnte, sie möchten doch noch mal zurück an Mamas Brust.

Und was ist mit uns? Wir bekommen Babypuppen, Barbies und Schminkköpfe. Wir lernen spielend uns zu kümmern, uns hübsch zu machen und nett zu sein. Und wenn wir erwachsen sind? Plötzlich sollen wir unseren „Mann“ stehen. Ellbogen einsetzen, uns durchsetzen, Zähne zeigen. Als Frau ohne Job, „nur“ Hausfrau und Mutter zu sein, wird selbst im eigenen Lager heruntergetreten. Das war nur als kleines Mädchen niedlich, wie hätten sie uns auch angeschaut, mit einem Spielzeugwochenplaner in der Hand? Nur keine Kinder zu bekommen ist leider auch keine Lösung, denn wer will schon ein karrieregeiles Mannsweib sein?

Vielleicht sollte man diese speziellen Bilder der Emanzipation einfach mal in die Tonne treten und das tun, was glücklich macht!

(c) Sunny Möller

P.S.: Setzt euch wieder hin! Ja, es gibt Ausnahmen! Ja, es gibt auch Jungs, die mit Puppen spielen und Mädchen mit Autos, bla, bla, blub! Ändert oftmals trotzdem nichts am Gesamtbild! ;*

Allgemein, Alltagstauglich

Elternwoche – die Zeit rennt!!!

Ich bin ganz gerne bei meinen Eltern. Sie sind super aktiv, ständig unterwegs, alleine, zusammen, mit Freunden. Ich find das toll. Sie gehören nicht so zu dieser Spezies, die ab dem Großelternstatus auf den Tod warten. Ich find das echt klasse. Gut, mittlerweile muss ich Termine machen, damit sie ihre Enkel bis zum Schulabschluss regelmäßig sehen. Aber ich find das gut.

Ich hatte mich dieses Wochenende bei ihnen einquartiert, um endlich mal ein paar, liegen gebliebene, Arbeiten nachzuholen. Das geht da super. Ich werde bekocht, bekaffeet und bekucht.

„Kind, nun nimm doch. Dein Gesicht wird immer schmaler. Du arbeitest zu viel! Und trinkst zu wenig!“

Das Schlimme an der Generation Eltern ist, dass bei jedem Essen schon wieder über die nächste Mahlzeit gesprochen wird. Während du beim Frühstück noch auf dem dritten Brötchen rumkaust, fragt Mutti dich schon, ob du lieber Knödel oder Reis zum Mittag haben willst. Mahlzeit!!!

Mit dem Alter kommt allerdings auch die Leidenschaft für bestimmte Dinge. Mein Vater hat nach seiner Pensionierung angefangen, alte Dinge zu restaurieren, reparieren und in die Wohnung zu transportieren. So kann es vorkommen, dass bei jedem Besuch die Wohnung völlig neu dekoriert ist. Neue Lampen, neue Bilder, neue, kleine Möbelstücke. Am Anfang fand ich das sehr charmant. Als meine Eltern dann anfingen, skurrile Uhren zu sammeln und sie allesamt in der Küche aufzuhängen, machte ich mir schließlich Sorgen. Es tick-tackt jetzt aus 20, mehr oder weniger hübschen, Zeitmessern. Es gibt verschiedene Befindlichkeitsstufen, sollte man mit den Geräten im selben Raum sein.

Stufe 1:

Erstaunt interessierter Blick auf die vielen Uhren!

Stufe 2:

Amüsierter, lachwabernder Blick in Richtung Eltern!

Stufe 3:

Das ticken wird lauter!

Stufe 4:

Das Ticken übernimmt den Herzschlag!

Stufe 5:

Aggressiver Blick auf die Uhren!

Stufe 6:

Aggressiver Blick auf die Eltern!

Stufe 7:

Zweifel an der genetischen Abstammung!

Stufe 8:

Aufsteigen von leicht irrem Gelächter!

Vor Eintritt der Stufe 9 mit Kettensägennutzung, hatte ich einen besseren Weg gefunden. Einen intelligenten, durchdachten, sensiblen Weg!

„Papa, wenn du mehr als 2 Uhren in einem Raum hast, kriegst du Krebs! Oder Herzrhythmusstörungen. Oder Diabetes. Da gibt es eine Studie vom Heidelberger Uniklinikum. Kann ich dir kopieren!“

Mein Vater guckte wenig beeindruckt. Doch meine Symptom spezialisierte Mutter fegte um die Ecke!

„WAAAAASSSSS? Ich hab mir das gleich gedacht! Als ich letzte Woche bei der Blutuntersuchung war, alles erhöht, alles durcheinander! Und Dr. Recht sagte noch, ich esse falsch. Ich müsste abnehmen! Wo ich schon kaum was esse. DAS LIEGT AN DEINEN UHREN, WOLFGANG!“

Die Uhren hängen noch…….

…..aber die Batterien sind draußen! ☺

© Sunny Möller