Allgemein

Ewig jung!?

Ich will ja niemandem die Hoffnung nehmen und ich bin auch immer bereit, Erfolgs versprechenden Verjüngungskuren meine Aufmerksamkeit zu schenken, aber vielleicht sollten wir uns langsam mal damit anfreunden, dass gegen das Älterwerden keine Creme und kein Kraut gewachsen ist. Klingt doof? Is aber so.

Man wird überall voll geballert, mit Anti-Aging, Zellverjüngung, Fruchtsäurepeelings und und und. Was es bringt? Geld für den Vertreiber und das nicht wenig. Denn wir wollen nicht runzelig werden, jedenfalls nicht wir Frauen. Da soll nix schwabbeln oder hängen, die Haut soll gefälligst noch mit 60 wie ein Gummiband zurückschnellen. Alle sollen unser Enkelkind selbstverständlich für unser eigenes halten und natürlich denken alle, unsere 21jährige Tochter sei unser kleine Schwester. Im Geschäft ist man weiterhin du und nicht die Dame und kein Mensch bietet uns im Bus einen Platz an. Keine Frage, wir werden von der Ü-40 zur U-30 Party geschickt und im besten Fall fragt man uns da noch nach dem Ausweis. Unseren 15 Jahre jüngeren Freund hält man für gleichaltrig und niemand käme auf die Idee uns als Cougar* zu titulieren.

Wenn jetzt jemand schreien sollte: „Aber was ist mit Botox, Liften oder Hyaluronsäure? Da bekommt man doch wirklich alles glatt!“ Eine Zornesfalte? Sicherlich! Schlupflider? Bestimmt. Aber unterm Strich ist es aber doch wie mit alten Putzlappen, du kannst sie nass machen, da sehen sie fast wieder aus, wie gerade gekauft, doch wenn sie trocken sind, sind es doch wieder alte Putzlappen. Du kannst zwar viele Dinge glatt bügeln, aber du wirst ihnen immer ihren Weg ansehen und das ist auch gut und richtig so. Denn was ist schlimmer als ein aufgespritztes Gesicht, was vielleicht „jünger“ aussieht, aber nichts mehr von dem Menschen zu erkennen gibt, der er einmal war? Das gilt im Übrigen auch für ganz junge OP-Jüngerinnen. Wann hat das nur angefangen, dass man sich ab einem bestimmten Alter nicht mehr schön fühlen darf?

Und warum sind Männer mit Falten eigentlich angeblich attraktiver???

(c) Sunny Möller

*Cougar ist die englische Slang-Bezeichnung für ältere Frauen, die einen wesentlich jüngeren Mann entweder für eine Beziehung oder als Sexualpartner suchen. Im normalen Sprachgebrauch bedeutet der Begriff Puma.(wiki)

Allgemein, Alltagstauglich, Autorenquatsch, Wortkunst

Bild vom Bild

Steh ich stumm, vor mir mit dir,
weil ich dacht, heute Nacht sind wir,
alleine hier, sehen ganz und wirr,
das Wir ist nicht hier im Dort,
vielleicht fort allein weil ich will,
so still komm ich ran dann und wann,
immer wieder an, um zu sehen,
wer ich bin, sein kann,
geh ich fort zu dem Ort,
der mich führt in dem Schein kann ich sein,
der du willst, soll ich sein, komm ich an,
ist der Weg endlos lang, schaust du weg,
fall ich hin, auf das Nichts, wo du warst,
stehe auf, suche weiter, finde dich,
Doch das Bild in deinem Spiegel,
bin nur ich.

(c) Sunny Möller

Allgemein, Alltagstauglich

Pizza Ultimativo

Pizzateig! Gibt es fertig in der Kühltheke, oder als Backmischung mit allem drin. Wer jedoch schon mal eine wirklich selbst gemachte Pizza in den Ofen geschoben hat, wird an jedem dieser Fertigpakete sofort vorbei laufen. Ich habe für euch das ultimative Pizza Rezept. Wartet mal, Rezept? Eigentlich ist es eher Making by probiering, aber ihr werdet sehen, ihr bekommt es hin. Aber vielleicht bekomme ich ein paar circa Mengenangaben zusammen! Ich wünsche euch ein superschönes Wochenende und gebe euch einen Vorgeschmack auf die nächste Serie…“Schatz, mach das Licht aus!“ Und jetzt gibt es Pizza!

Für den Teig (für etwa 1 Kilo Mehl):

1/2 l Lauwarmes Wasser (ungefähr)
1 Würfel frische Hefe (keine Trockenbackhefe)
2 Esslöffel Olivenöl (ungefähr)
1 Teel. Zucker (in etwa)
2 geh. Teel. Salz (je nachdem)
50 g Maismehl oder Maisgries (pi mal Daumen)
1 Kilo Mehl (am besten Dinkel 630 oder 1050)

Die Hefe im lauwarmen Wasser mit dem Zucker und dem Öl auflösen und anschließend so viel Mehl unterrühren, bis du eine dickflüssige, breiige Pampe bekommst. Hört sich nicht kulinarisch wertvoll an? Isses aber! Dann ein Handtuch drüber und an einem Mittelohr freundlichen Ort, eine halbe Stunde stehen lassen. Dann mal gucken, da regt sich was. Jetzt geht es weiter! Ich benutze übrigens keine Küchenmaschine. Der Pizzateig und ich mögen das nicht. Keine Angst vor den Hefehorrorgeschichten, der Teig ist nicht annähernd so empfindlich, wie sein Ruf. Jetzt also die Mehle nach und nach und das Salz mit einem Holzlöffel unterrühren. Kostet Kraft, spart aber heute eventuell die Muckibude. Wenn es langsam zu beschwerlich wir, Schüssel auf der Arbeitsfläche Kopf über und dann darf geknetet werden, was die Emotionen hergeben. Chef blöd, haut ihm in die Teigvisage, der Typ von Nebenan ist heiß, Augen zu und macht den Teig zur Massagefläche, die Oberarme könnten eine Straffung vertragen, dann macht den Teig auch gern mit 2 Kilo Mehl! 🙂 10 Minuten sollten schon geknetet werden. Was ihr dann seht, ist ein wunderschöner, luftiger Pizzateig. Noch mal eine Stunde in Ruhe lassen, erneut durchkneten, in Portionen teilen, ausrollen und belegen, belegen, belegen. Alles geht, nichts muss. Kleiner Tipp bei der Reihenfolge. Tomatensauce, dann den Käse und anschließend den Rest! Warum? Der Käse bindet die Sauce und so wird einer Boden schön knusprig!

Wer Zeit und Lust hat, kann gerne eine Sauce selbst zubereiten. Das I-Tüpfelchen eines jeden Pizza-Bäckers!

Für die Sauce:

1 Dose Bio-Tomaten (Alternativ kannst du auch frische Tomaten blanchieren, du kannst es aber auch lassen, gerade jetzt haben die Tomaten noch gar kein richtiges Aroma)
1 Stk. Zwiebel
1 Stk. Knoblauchzehen
2 EL Oregano (frisch, gehackt)
1 TL Zucker
Salz, Pfeffer
2 EL Olivenöl

Zwiebelwürfel und klein geschnittenen Knoblauch im Öl andünsten, Tomaten, Oregano dazu, mindestens 1 Stunde kochen und erst zum Schluss mit Salz und Pfeffer würzen und mit Zucker abschmecken!

Ach so! Ofen höchste Stufe vorheizen und dann ca. Für 10 Minuten backen!

Der Teig kann übrigens perfekt für Baguette verwendet werden (auch super köstlich) und du kannst ihn auch problemlos einfrieren.

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(c) Sunny Möller

Allgemein

Einen Scheiß auf die Sozialkompetenz!

Team aus 6 Strichmnnchen, die sich an den Hnden halten, Vektor
Empathie, ein großer und gern benutzter Begriff bei jedem Coaching. Sozialverhalten wird schon in der Schule benotet. Wir flechten Blumenkränze und füttern uns mit Mitgefühl. Wir züchten uns eine empathische Welt in einer asozialen Gesellschaft. Denn das oberste Gebot lautet: „Der sozial Kompetente kommt weiter!“ Ich glaube, das hat sich eher ein Trump ähnliches Gebilde für das Kriechforum unserer Gesellschaft ausgedacht. Wer lieb ist, der bleibt unten. Wer Menschen mit Handicaps beleidigt und Frauen begrapscht, wird Präsident. Und dann gibt es natürlich noch die Pseudoempathischen, die auf ihren Lehrgängen beigebracht bekommen, wie sie mitfühlend und emotionssteigernd auf ihre potentiellen Kunden eingehen können um anschließend Verträge abzuschließen, die im Grunde niemanden etwas nützen außer vielleicht dem Provisionskonto des Vermittlers. Wer steht an der Spitze der Nahrungskette? Der sozial Empathische mit der streichelnden Hand? Good Trumping everybody! :*

P.S.: Witzig, dass es mal Zeiten gab, in denen es dafür keine Noten und Coachings gab….

Allgemein, Kinderwelt

Ich bin die Allerschönste!

7.00 Uhr (Frühstück, mein 12jähriger Sohn kuschelt sich an mich)

Luke:“Weißt du eigentlich wie schön du bist? Gestern beim Elternabend (mit Kindern, Anm. der Mutter) haben dich alle Väter angeschmalzt. Und die Mütter waren alle neidisch, dass du nach zwei Kindern noch so eine Wahnsinnsfigur hast! Und du siehst so jung aus. Ich glaube ein paar haben gedacht, du bist meine ältere Schwester!“

Ich:“Was willst du?“

Luke:“Taschengeld ist alle!“

….er hat das Prinzip von Fördergeldern bestens verstanden! 😀

(c) Sunny Möller

Allgemein

Let´s talk about sex Baby!

Es ist schon einige Zeit her, da habe ich mal angefangen unter dem „Oberbegriff“ Täuschungsmanöver die unterschiedlichen Sexpraktiken unter die Lupe zu nehmen. Sehr erfolgreiche Blogbeiträge übrigens, vielleicht sollte ich das Thema doch noch mal aufgreifen…:)

Wir Frauen untereinander reden ja gerne mal drüber. Was ist gut, was nich so. Gehen auch schon mal zusammen auf Dessous- oder Dildopartys. Männer hingegen sind da etwas anders strukturiert. Die gut erzogene Masse genießt und schweigt, bei der etwas einfacheren Version kommt unter Männern höchstens:“Alter, die war so geil, das glaubst du gar nicht. Dann hab ich´s ihr richtig besorgt!“ Glauben ja die meisten Männer, auch die stillen Genießer…

Jetzt sitze ich mit einer Freundin und meinem Freund in einem Kaffee und wir legen mal so ein paar Fakten auf den Tisch.

Freundin:“Also irgendjemand hat meinem Freund mal erzählt, Lecken ist das Größte für uns Frauen. Das ist auch wirklich heiß, wenn es an den richtigen Stellen passiert. Aber der leckt stundenlang an mir rum, dass ich mich irgendwann fühle, wie ein frisch geschlüpftes Jungtier, was von der Mutter sauber geleckt wird.“

Ich:“Was denkst du darüber Baby?“

Baby:“Hmmm, tja.“

Ich:“Keine Meinung?“

Baby:“Och.“

Ich:“Ist dir das unangenehm?“

Baby:“Etwas!“

Ich:“Was? Du bist Musiker! Drummer! Ihr seid ständig in hippen, coolen Locations unterwegs. Redet ihr nie über Sex?

Baby:“Nee!“

Ich:“Aber wir reden doch drüber!“

Baby:“Aber nicht unter Männern!“

Ich:“Nicht mal mit dem besten Freund?“

Baby:“Mit dem schon gar nicht!“

Ich trinke einen Schluck Wein. Ich dachte immer, Männer reden ständig über Sex. Aber scheinbar denken sie nur dran. Während Frauen sich über ihre erogenen Zonen austauschen, trinkt Mann ein Bier? Ich stelle mir vor, wie mein Freund seinem Kumpel erzählt, wie er gerne von mir angefasst werden will….stimmt….irgendwie eine komische Vorstellung.

(c) Sunny Möller

Alltagstauglich

Wer ist HEIDEMANN?????

Ich gehe ja überhaupt nicht gerne zum Arzt.

Ich glaube, ich erwähnte das schon an anderer Stelle. In den vielfältigen Arten ihrer Profession von Orthopäden, Internisten, Kardiologen, Neurologen, Gynäkologen, Allergologen und Unausprechlichenlogen , gibt es noch eine sehr fremdartige Spezies. Die Zahnärzte! Sie sind so etwas wie die Migranten der Ärzteschaft. Sie studieren auch nicht mit den Allgemeinmedizinern, sie studieren abseits, in gesonderten Gebäuden.

Ich frage mich immer wieder, wie kommt man darauf, Zahnarzt zu werden? Stellt man sich irgendwann nach dem Abitur die Frage: „Würde es mir wohl Spaß machen, bei andern Leuten im Mund rumzuprokeln?“

Oder hat es, wie immer, irgendetwas mit Macht zu tun?

Nach dem gestrigen Besuch beim Dentist meines Vertrauens, tippe ich auf Letzteres!

Schon beim Betreten der Praxisräume, suchte ich nach dem Schild `Notausgang´. Die Zahnarzt-Sadomaso-Helferin begrüßte mich freundlich.

„Schön, dass Sie da sind Frau Möller! Wir legen gleich los! Gehen Sie doch bitte kurz ins Wartezimmer. Der Herr Doktor holt sie dann ab!“

….und dann darf ich mir noch mein Lieblingsessen wünschen, anschließend kommt der Priester und fragt mich, ob ich irgendetwas in meinem Leben bereut habe. Wir werden beten und dann werde ich zum Stuhl gebracht, festgeschnallt und die Spritzen vorbereitet….ist Obama eigentlich gegen die Todesstrafe?

 

Ich schüttelte kurz den Kopf. Mach dir keine Sorgen! Entspann dich, das wird halb so wild. Ich hörte dieses kreischend, schleifende Bohrergeräusch aus einem der Behandlungsräume. Ein Schauer lief mir über den Rücken. Nur das Geräusch verursachte schon Schmerzen. Ich fragte mich, warum man eigentlich niemals Schreie aus diesen Behandlungsräumen hörte? Waren das vielleicht immer Probebohrungen an irgendwelchen Gummipuppen, um den kommenden Patienten zu paralysieren?

„Frau Möller!!! Sie sind dran!! Der Herr Doktor wartet schon!“

Zwei Minuten später saß ich in diesem Vollstreckerstuhl, hatte einen Blutlatz um und Wasser plätscherte in den „Spülen-sie-mal-bitte-Becher“. Der Herr Doktor rückte an…

„Frau Möller! Toll! Wir kommen ja jetzt langsam in die Endphase!“

Todesstrafe……..wenn ich jetzt seitlich raus trete, knallt er mit dem Kopf gegen den Instrumentenwagen. Mit etwas Glück springt der Bohrer von selbst an und zerschnippelt ihm das Gesicht, während er mit beiden Augen in die aufgezogenen Spritzen fällt. Währendessen habe ich genug Zeit, der Assistentin ihren Sauger in die Hose zu stecken um endlich mal für menschliche Gefühle bei ihr zu sorgen….

 „Können wir anfangen?“

„Sicher!“

„Sie brauchen sich gar keine Sorgen zu machen. Wir nehmen heute nur die Provisorien ab und testen die Gerüste für die Kronen. Anschließend passt der Techniker noch die Farbe an! Das wird nicht wehtun!“

Bei der Farbanpassung sollte er Recht behalten….

„Fräulein Tanja, den Heidemann bitte!“

Was ist das? Wer ist der Heidemann? Es gab einen Typen in unserem Dorf, der hieß auch Heidemann. Zwei Meter groß, rothaarig. Er vergewaltigte mehrere Ziegen und Hühner und kam dann in die Geschlossene…wer war H E I D E M A N N?????

Dr. Böse bekam von Schwester Sauger einen kleinen Spatel in die Hand. Das kann ja nicht weht……..

AAAAAAAAAAAAHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHH!!!!! Mein ganzer Körper stand plötzlich unter Spannung, meine Hände krallten sich ineinander. Nervenschmerzen schossen durch den ganzen Körper. Mir entfuhr ein lautes: „Auuuuaaaaa, verdammt, auuaaa, das tut echt weh, Mann!!!!“

….du blödes Arschloch! Wahrscheinlich kriegst du im Bett keinen hoch und lässt deinen Frust hier legal an Frauen und potenten Männern aus! Das Längste an dir ist dein verdammter Heidemann, du elender Wicht!!!!!!!

Er guckte wenig mitleidig.

„Wir können eine kleine Anästhesie machen, aber die Nerven sind trotzdem nicht ganz tot. Da müssen wir jetzt durch!“

Wen meinte er mit „WIR“?

Zwei Stunden später waren sie mit mir fertig. Ich fühlte mich wie nach einem Verhör mit Foltereinsatz. Meine rechte Gesichtshälfte hing herunter wie bei einem Schlaganfallpatienten und ich hatte meine heraus rinnende Spucke nicht mehr unter Kontrolle. Dr. Böse verabschiedete sich mit einem „Ich-habe-einen-Tennispullover-über-die-Schultern-geschwungen-Lächeln“.

„WIR sehen uns nächste Woche! Dann sind WIR auch endlich fertig, liebe Frau Möller!“

Ich habe immer eine kleine Schere dabei. Kann man immer mal gebrauchen. Unter dem Bohrer baumelte ein durchgeschnittener Schlauch. WIR hatten ihn durchgeschnitten und WIR fanden das überhaupt nicht schlimm!

© Sunny Moeller

Alltagstauglich

Mann – glücklich

Seit „Shades of Grey“ beschäftigt mich das Thema „Mann“ relativ stark. Was brauchen sie eigentlich wirklich, um mit uns glücklich zu sein? Wollen sie uns wirklich beherrschen? Und glauben wir vielleicht, durch unser ständiges Gemecker, hätten wir den Klaps auf den Po verdient? Da Männer in Gegenwart ihrer Frauen häufig einen sehr angestrengten Blick haben, wollte ich herausfinden, ob man daran etwas ändern kann. Denn ständig dieses gequälte Blähgesicht hält auch die stärkste Frau nicht aus.

Google sollte helfen und bei den Begriffen „Mann glücklich“ ist das allererste Ergebnis: „Sextricks! So machen Sie Ihren Partner glücklich!“ Bei dem Gegenversuch „Frau glücklich“ war einer der Top 5: „Versichern Sie ihr, dass sie nicht zu dick ist….!“ Aber es geht mir ja hier um die Männer!

Was ist denn mit den guten Gesprächen? Literatur? Kunst? Probleme? Halten Männer das nur aus, um zum Schuss zu kommen? Ich wollte es nicht wahrhaben und wagte sogar einen selten vorkommenden Blick auf die zweite Google-Seite. Ergebnis: „Lassen Sie ihn in Ruhe Fußball gucken, gekühltes Bier und Tiefkühlpizza reichen zur Ernährung vollkommen aus und himmeln sie alles an, was er tut und sagt! Und wenn es nur der Rülps nach dem eben erwähnten Bier ist!“

Ist es wirklich so einfach, ist da wirklich nicht mehr? Beim zweiten Kaffee, dieses Mal mit Schuss erzählten mir die Ninas, Tinas und Sandras dieser Welt von ihren Sextricks:

Worauf fährt ER ab?

Mein Gestöhne: Angeblich gebe ich höchst erregende Töne von mir, die fast schon wie ein Röcheln klingen. Ein bisschen wie ein wildes Tier und anscheinend mache ich dabei auch ganz viel „Grrrrr“! Nina (28)

Wenn ich Lust auf einen Mann habe, fixiere ich beim Sprechen seinen Mund: Das ist sehr diskret und gleichzeitig sehr wirkungsvoll. Der Gesprächspartner wird verwirrt, bekommt aber kein eindeutiges Signal und das bringt ihn durcheinander. Probiert es aus: Er findet dich dann unglaublich sexy und kann sich selbst nicht erklären, warum! Manuela (25)

Ich bin eine begeisterte Töpferin. Vielleicht habe ich deshalb eine ganz besondere Beziehung zu Berührungen und Gegenständen. Ich sage einem Mann nie, dass ich Lust auf ihn habe, aber ich habe anscheinend eine Art, mein Glas, mein Besteck oder alles, was ich sonst in die Hand nehme, mit einer geradezu hypnotischen Sinnlichkeit zu berühren. Anke (32)

Wenn ich komme, ohne meinen Partner anzuschauen, habe ich das Gefühl, dass ich bescheiße. Ich muss ihm in diesem Augenblick ganz tief in die Augen schauen, ganz egal, in welcher Position wir gerade sind. Das macht diesen Augenblick unglaublich intensiv! Stefanie (27)

Okay, was glaubt Ihr, tue ich jetzt??? Natürlich!!!! PRAXISTEST!!!!

Samstag Abend, irgendwie zwischen Pizza, die im Ofen hochgeht, 1ter Liga und gut gekühltem Bier:

Viertel vor acht, gleich geht´s los! Mein Mann macht den Fernseher aus. Sein Team hat gewonnen, guter Start!

„Pizza, Schatz?“

„Gerne!“

„Schmeckst Dir Liebling!“

„Hmmmm, ja ganz gut!“

„Ich liebe das, wie Du hmmmm sagst, total schön!“

Er wird misstrauisch. Bitte, bitte, kein Blähgesicht!!!! Dranbleiben Sunny, dranbleiben!!!!!!

„Wie war denn Deine Woche? Erzähl mir von Deiner Arbeit! Interessiert (gähn) mich total, was du wieder Tolles erlebt hast!“

Sein Blick wird sanfter!

„Echt?“

„Ja, total!!!!“

„Also wir waren ja auf dieser Messe und da hat mein Kollege gesagt, bla, bla, bla, bla blubb, bla bla di bla bla bla bla…………….“

Das kann jetzt dauern. Ich hätte mir Nagellack mitnehmen sollen, hätte ich auch was machen können. Aber ich muss mich schon konzentrieren, damit ich zur richtigen Zeit die „Ahhhs“ und „Ohhhs“ einbaue….

 „Verstehst Du, was ich meine Sunny?“

„Total! Finde ich echt gut, wie Du das alles hinkriegst!“

„Was denn genau?“

Scheiße!

„Na alles, Schatz!“

„Danke!“

Puuuhhhhh…

„Gerne!“

Die Einleitung war schon ganz gut. Ich denke, jetzt kann ich anfangen! Ich werde es ihm so richtig besorgen und aus ihm einen glücklichen Mann machen!

Ich starrte auf seinen Mund! Er starrte irritiert zurück.

„Hab ich Salami zwischen den Zähnen? Warum glotzt du mir denn so auf den Mund?“

Ich atmete schon mal ein bisschen schneller!

„Grrrrr, ich weiß auch nicht, rrrrrrr!“

Ich nahm schnell eine Gabel in die Hand und machte lasziv mit ihr herum.

„Was hast du denn mit der Gabel vor? Pass auf, dass du sie dir nicht ins Bein stichst!“

„Würde dich das scharf machen, Schatz? Oder möchtest du mich ein bisschen stechen?“

Ahhhhh, oh Gott! Möchtest du mich ein bisschen stechen???? Du sinkst tief für eine Fallstudie, meine Liebe! Ich schaute ihn an. Er lächelte…Häähhh?

„Du bist ja ein richtig geiles Mäuschen!“

Er fuhr wirklich drauf ab!!! Und er sah richtig glücklich aus! Aus „meine Güte Sandra“ wurde „ein richtig geiles Mäuschen“……Ich brachte die Teller in die Küche. Bitte nicht, nicht mein Mann. Er ist gebildet, belesen, kultiviert!!! Er fasste mich von hinten an die Hüften.

Ich dachte an das Angucken! Wenn das nach hinten losgeht, habe ich morgen einen steifen…..Nacken!

© Sunny Möller

Alltagstauglich

Probier mal…..!

 

Man muss neue Dinge anprobieren, um zu sehen, ob sie passen. Oft sehen sie von außen perfekt aus, aber wenn du näher herankommst, fällt dir auf, dass eine Naht fehlt, der eine Ärmel kürzer ist, als der andere. Oder du bekommst deinen großen Zeh nicht in die atemberaubenden Schuhe. Du willst aber unbedingt, dass das Ding passt. Also zupfst und ziehst du daran herum, drehst dich immer wieder vorm Spiegel hin und her und versuchst deine Füße in die Schuhe zu quetschen. Es klappt nicht. Schließlich stehst du draußen mit deinen alten Sachen, deinen alten Schuhen. Es fühlt sich gut an. Einzig das bunte Tuch um deinen Hals ist neu. Manchmal reicht eben schon ein Tuch.

© Sunny Möller